Allgemeine Berichte | 04.10.2024, 14:35 Uhr

Interkulturelle Wochen in Neuwied

„Storytime“ bringt Menschen zusammen

In der abschließenden Talkrunde wurden unterschiedliche Themen diskutiert. Foto: Franz-Josef Dehenn
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Neuwied. Kürzlich war es endlich soweit: Die lang ersehnte Veranstaltung „Storytime“ im Rahmen der Interkulturellen Wochen in Neuwied fand im Big House statt. Organisiert von der Stadt Neuwied, dem Jugendbeirat, der Initiative „Wir gegen Rassismus“ sowie weiteren engagierten Akteuren, lockte das vielfältige Programm zahlreiche Besucher an.

Bereits ab 15.30 Uhr füllte sich der Saal, und die Veranstaltung begann musikalisch mit einem mitreißenden Auftritt der Schulband „Whitecloud“ des Werner-Heisenberg-Gymnasiums (WHG).

Die Band sorgte mit ihren Klängen für eine stimmungsvolle Eröffnung und weckte Vorfreude auf das abwechslungsreiche Programm.

Nach diesem musikalischen Auftakt übernahm Aghid Al-Masalmeh, der Vorsitzende des Jugendbeirats und Moderator des Abends, die Moderation. In seiner Begrüßung stellte er den Ablauf der Veranstaltung vor und betonte die Bedeutung von „Storytime“ als Plattform für den interkulturellen Dialog. Mit Charme und Begeisterung führte er durch den gesamten Nachmittag.

Anschließend begrüßte er den Bürgermeister Peter Jung, der in einer bewegenden Rede die Bedeutung von Vielfalt und Zusammenhalt in Neuwied hervorhob. Jung unterstrich, wie wichtig die Interkulturellen Wochen seien, um das Verständnis und die Zusammenarbeit zwischen den Kulturen zu stärken.

Das Programm bot eine breite Palette an Höhepunkten, die das Publikum auf vielerlei Weise berührten. Besonders eindrucksvoll war der Poetry-Slam-Beitrag von Laura Mohr, einer Schülerin des Rhein-Wied-Gymnasiums (RWG). Mit ihren kraftvollen und nachdenklichen Worten fesselte sie das Publikum und hinterließ einen bleibenden Eindruck.

Ein weiteres Highlight war die Lesung von Boris Weber, der einen Auszug aus Toni Dasbachs Buch „Auch ich war Kind in dieser Zeit – Kindheitserinnerungen eines Neuwieders“ vortrug. Die Erzählungen aus Dasbachs Kindheit riefen bei vielen Zuhörern nostalgische Gefühle hervor und gaben einen faszinierenden Einblick in das Leben vergangener Zeiten in Neuwied.

Neben den kulturellen Beiträgen fanden auch verschiedene Workshops statt, die das Programm ergänzten. Besonders der Workshop zum Thema „Fake News“ stieß auf großes Interesse. Hier lernten die Teilnehmer, wie sie Falschmeldungen erkennen und hinterfragen können – ein äußerst relevantes Thema in der heutigen digitalen Welt. Ergänzend dazu gab es Info-Stände vom Jugendbeirat, der AWO und der Caritas, die den Besuchern Informationen über ihre Arbeit und verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten boten.

Für musikalische Energie sorgten die Geschwister Noah und Levi Tendai Depuhl, die mit ihrem dynamischen Rap-Auftritt für gute Stimmung und Begeisterung im Saal sorgten. Den krönenden Abschluss der Veranstaltung bildete eine spannende Talkrunde, in der Themen wie Identität, Religion und das Kopftuch diskutiert wurden. Teilgenommen haben Betül Bestug von der Ditib-Gemeinde Neuwied, Maryam Aliov von „Wir gegen Rassismus“, die Rapper Noah und Levi Tendai Depuhl aus Alpen sowie Isabell Diener vom Jugendbeirat Neuwied. Die Diskussion zeichnete sich durch Offenheit und gegenseitigen Respekt aus und regte zu tiefgehenden Überlegungen an. Gegen 20 Uhr endete die Veranstaltung, doch die inspirierenden Eindrücke werden noch lange in den Köpfen der Besucher nachklingen. „Storytime“ war nicht nur ein gelungenes Event, sondern ein kraftvolles Zeichen für Vielfalt, Toleranz und interkulturellen Austausch in Neuwied.

In der abschließenden Talkrunde wurden unterschiedliche Themen diskutiert. Foto: Franz-Josef Dehenn

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