Fußball-Rheinlandliga, zehnter Spieltag
Strafe ließ nicht lange auf sich warten
SG Malberg/Rosenheim/Elkenroth/Kausen – SG Eintracht Mendig/Bell 1:1 (1:1)
Malberg. Nach drei Pflichtspielniederlagen in Serie konnte sich die SG Eintracht Mendig/Bell am Mittwoch der vergangenen Woche zumindest über einen Teilerfolg freuen. Am zehnten Spieltag der Fußball-Rheinlandliga kam die Elf von Spielertrainer Kodai Stalph bei der SG Malberg/Rosenheim/Elkenroth/ Kausen zu einem verdienten 1:1 (1:1). Die Gastgeber blieben zum dritten Mal hintereinander ungeschlagen und zeigten sich nach dem Unentschieden alles andere als unzufrieden.
„Zufrieden? Nach zwei Niederlagen in der Meisterschaftsrunde muss ich sagen: Ja. Gemessen am Spielverlauf muss ich sagen: Nein.“ Stalph wusste nach den 90 Minuten vor 135 Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz in Malberg nicht so genau, wie er das Ergebnis einordnen sollte. Sein Gegenüber Volker Heun wählte den diplomatischen Weg: „Das 1:1 ist ein Ergebnis, das vom Spielverlauf her in Ordnung geht und mit dem beide Mannschaften sicherlich leben können.“
In der Tat gab es Phasen in der Partie, in der beide Mannschaften einem Sieg näher waren als der Gegner. Die erste gab es gleich zu Beginn, als die Malberger durch das erste Saisontor von Samuel Niklaus (4.) in Führung gingen, weil die Viererkette der Gäste eine Flanke von Dennis Hombach nicht verteidigt bekam. Das war Wasser auf die Mühlen der Malberger, die mit dem Selbstvertrauen aus 215 Minuten ohne Gegentor in dieses Spiel gegangen waren, weil ihnen fortan die konzentrierte und konsequente Arbeit gegen den Ball genügte, um die Mendiger weit weg vom Tor zu halten. „Mit der Aggressivität der Malberger sind wir lange Zeit nicht klargekommen“, verdeutlichte Stalph.
Mehr als eine halbe Stunde brauchten die Gäste, um sich auf das bissige Zweikampfverhalten und die gute Ordnung der Malberger zwischen den Strafräumen einzustellen. „Nach der frühen Führung haben wir sehr gut gespielt, bis es Mendig nach 30, 35 Minuten geschafft hat, das Spiel doch mehr und mehr in unsere Hälfte zu verlagern“, räumte Heun ein. Nur: Bis dahin hatte es Malberg nicht geschafft, ein mögliches zweites Tor nachzulegen. Zum einen, weil sich zu wenig Gefährliches vor dem Tor von Robin Rohr tat. Zum anderen, weil die einzige größere Chance, die erneut Niklaus hatte, ungenutzt blieb, als er den Ball am verwaisten Tor vorbeischob (38.).
Die Strafe ließ nicht lange auf sich warten, denn noch vor der Pause gelang Manuel Oster nach einem kapitalen Fehler der Malberger, dem ersten und letzten der Gastgeber auf letzter Linie, das 1:1 (41.). „Der Ausgleich hat sich angedeutet“, gab Heun später zu. Damit waren die Weichen für eine zweite Hälfte gestellt, in der die hoch stehenden Mendiger mit ihrer offenen Spielweise deutlich mehr Anteile in des Gegners Hälfte hatten als die Malberger, die ihrer Nadelstich-Taktik treu blieben und erst in der 90. Minute ihre beste Chance zum 2:1 bekamen, als sich Florian Schlich bei einem 70-Meter-Abschlag von Matthias Zeiler verschätzte und den quirligen Nico Bähner erst im Strafraum zu packen bekam, was Schiedsrichter Robert Depken (Koblenz) allerdings keinen Elfmeterpfiff wert war.
So blieb es beim 1:1, mit dem sich das Stalph-Team bereits abgefunden hatte beziehungsweise abfinden musste, als nach Torjäger Marcel Berg auch noch Takahiro Hidaka, der Antreiber mit dem Fuß fürs Kreative, verletzt das Feld geräumt hatte (74.).
SG Malberg/Rosenheim/Elkenroth/Kausen: Matthias Zeiler, Dennis Hombach, Steffen Gerhardus, Jordi Frohn, Bastian Bleeser, Sebastian Zimmermann, Sven Heidrich, Gabriel Müller, Samuel Niklaus (62. Nico Bähner), Albert Kudrenko (89. Luca Groß), Markus Nickol (85. Thomas Schäfer).
SG Eintracht Mendig/Bell: Robin Rohr, Milan Rawert, Florian Schlich, Florian Wirths, Kodai Stalph, Björn Gilles, Marcel Berg (46. Niklas Heinemann), Takahiro Hidaka (74. Philipp Franzen), Manuel Oster, Lars Bohm, Mustafa Madanoglu; Schiedsrichter: Robert Depken (Koblenz); Zuschauer: 135; Torfolge: 1:0 Samuel Niklaus (4.), 1:1 Manuel Oster (41.).
Marcel Berg (l.) musste nach der Pause verletzungsbedingt draußen bleiben.
Ende der Dienstzeit: Nach 74 Minuten war auch für den Japaner Takahiro Hidaka (links am Boden) aus Verletzungsgründen Schluss.
Mustafa Madanoglu (am Ball) konnte sich bei der SG Malberg nicht wie gewohnt in Szene setzen. Fotos: SK
