Bündnis 90/Die Grünen informierte in Linz
Strom durch Strömung
Bürgernahe, preiswerte und sichere Energieversorgung durch den Einsatz von Flussturbinen im Rhein
Linz. Kürzlich informierten die Grünen vom Ortsverband Linz in Zusammenarbeit mit der Energiegenossenschaft Bendorf über die Möglichkeit, eigenständig vor Ort preiswerten Strom zu erzeugen und zu vermarkten.
Regionale Energiegewinnung im Zusammenspiel von Fotovoltaik, Windenergie, Biomasse und im Rhein verankerten Strömungsturbine – ein spannendes Thema, ein Wirtschafts- und ein Unabhängigkeitsfaktor für die gesamte Region.
Umweltfreundlich erzeugte Energie und geringe Stromkosten sind für jede Gemeinde ein hoher Wert hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit und der Attraktivität des Standorts für Anwohner und Gewerbetreibende. Regenerative Stromerzeugung vor Ort durch eine sinnvolle Kombination der gegebenen lokalen Möglichkeiten ist im Rahmen des Ausbaus der dezentralen Energieversorgung eine sehr gute Möglichkeit, die Abhängigkeit von fossilen Energien und der für Umwelt und Mensch schädlichen Verbrennung von Kohle, Öl und Gas zu vermeiden. Insbesondere im Rheintal bietet es sich an, neben der Nutzung von Fotovoltaik und Erdwärme den Rhein durch den Einsatz von Flussturbinen zur konstanten Stromerzeugung zu nutzen.
Mikro-Strömungsturbinen leisten jeweils maximal fünf Kilowatt Spitzenleistung, eine Vielzahl dieser Turbinen in geeigneter Lage nahezu unsichtbar im Rhein verankert sichert der jeweiligen Gemeinde zuverlässig einen Teil der erforderlichen Grundlast an Strom. Sie werden über einen Anker fixiert und schwimmen im konstanten Abstand leicht unterhalb der Wasseroberfläche in Ufernähe. Diese Besonderheit der Strömungsturbine ist für die schwankenden Pegel des Rheins in idealer Weise ausgelegt. Eine Schutzvorrichtung verhindert die Durchleitung von großem Treibgut. Für Fische ist die Anlage ungefährlich, kleines Treibgut passiert die Turbine ohne Probleme.
Für Montage und den laufenden Betrieb sind bis auf die Ankerfixierung und die Kabelführung zum Ufer keine weiteren Installationen erforderlich. Der Vorstand der Bendorfer Energiegenossenschaft, Frank Simonis, informierte die Teilnehmer umfassend über die Investitionssumme (etwa 15.000 Euro je Turbine), die Genehmigungsverfahren, die erforderlichen Vorabuntersuchungen und die Einrichtung einer Wertschöpfungskette zum Vertrieb des Stroms vor Ort.
Die Neue Energie Bendorf eG hat bei Grafenwerth die Installation von zehn Flussturbinen beauftragt. Diese werden in Baden-Württemberg gefertigt und im Lauf des Jahres 2016 an das Stromnetz angeschlossen. Vom Wasserschifffahrtsamt sind die Anlagen erst einmal für drei Jahre im Probebetrieb genehmigt, bei störungsfreiem Betrieb wird mit einer Gesamtlebensdauer von 18 bis 20 Jahren gerechnet.
Ein weiterer Ausbau an anderen Stellen des Rheins erfordert Standortanalysen, um die Flussstellen mit erhöhter Strömung und außerhalb des üblichen Schiff-Fahrbereichs zu ermitteln. Die Bendorfer Energiegenossenschaft kann sich vorstellen, ihr erfolgreiches Projektmodell auf andere Gemeinden mit geeigneten Standorten zu erweitern, sodass die teure Neugründung einer eigenständigen Genossenschaft entfällt. Entscheidend ist die Anzahl des interessierten Personenkreises vor Ort, da eine finanzielle Beteiligung, die aktive Standortsuche für alle Arten von erneuerbaren Energien und ein persönliches Engagement vor Ort erforderlich sind. Ein sehr interessanter Abend und ein zukunftsweisendes Konzept für eine sichere, regionale Energieversorgung.
Pressemitteilung
Bündnis 90 / Die Grünen
Ortsverband Linz
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