Karneval im Sommer – Großes Festwochenende in Bendorf-Stromberg
Stromberg feierte karnevalistisches Jubiläum
Vier Tage buntes Treiben in dem Stadtteil auf der Höhe
Bendorf-Stromberg. Der Begriff „Sommerkarneval“ wurde wohl in Köln erfunden, diese Sommerkarnevalssause erfreut sich seit Jahren wachsender Beliebtheit bei den Domstädtern. Die Karnevalisten der Gemeinschaft Stromberger Karneval 1995 e.V. (GSK) nahmen zwei närrische Jubiläen zum Anlass, um in diesem Jahr auch in Bendorf Sommerkarneval zu feiern und trafen damit den Nerv nicht nur der heimischen Bevölkerung. Das große Festwochenende lockte abertausende Besucher aus Nah und Fern in das sommerlich närrische Stromberg, begünstigt durch angenehme Temperaturen und permanenten Sonnenschein.
Die Karnevalisten feierten zum einen 44 Jahre Stromberger Karneval und zum anderen 22 Jahre GSK. Die Erfolgsgeschichte des Stromberger Karnevals begann 1973. In diesem Jahr schlossen sich der Musikverein, der Männergesangverein, der Fußball-Sportverein sowie der Verkehrs- und Verschönerungsverein zusammen, um in Stromberg närrisches Neuland zu betreten und gemeinsam den Karneval zu organisieren.
Durch die große Begeisterung, den Einsatzwillen und die Ideen vieler Mitglieder der Gemeinschaft konnte sich der Karneval in kürzester Zeit in Stromberg etablieren. In den nächsten 22 Jahren bauten die Mitglieder der unterschiedlichen Vereine neben ihrer eigenen intensiven Vereinsarbeit den Karneval in Stromberg immer mehr aus, organisierten ein jährlich stattfindendes Karnevalsfest und wandelten sich folgerichtig im Jahre 1995 in einen „richtigen“ Karnevalsverein um, die GSK 1995 e.V., die damit ebenfalls in diesem Jahr Jubiläum feiern kann.
In einer umfangreichen Jubiläums-Festschrift informiert der Verein in Wort und Bild ausführlich über vierundvierzig Jahre Stromberger Karnevalsgeschichte. Darin melden sich auch viele Amts- und Würdenträger mit Jubiläumsgrüßen zu Wort, neben dem Bendorfer Bürgermeister Michael Kessler und dessen Erstem Beigeordneten Bernhard Wiemer unter anderem viele Vereine und Institutionen, nicht zuletzt schickt ein Karnevalsclub aus Kanada herzliche Grüße nach Stromberg.
Die Jubiläumsfeierlichkeiten begannen am letzten Mittwoch, dem Tag vor Vatertag, mit einem fulminanten Konzert der Karnevals Rocker „Brings“ vor rund 1.500 Besuchern im ausverkauften Festzelt. Das nächste Highlight war der große Umzug unter dem Motto „Karneval goes Summer“ am Vatertag. An diesem Donnerstag zogen Männlein (und Weiblein) mal nicht mit dem Bollerwagen durch Wald und Flur, sondern in Kostümen im Karnevalszug durch Strombergs bunt geschmückte Straßen.
Eine stattliche Anzahl von über 550 Teilnehmern hatte sich zu dem närrischen Festzug bei Kaiserwetter eingefunden. Neben heimischen Gruppen nahmen an dem Umzug viele Fußgruppen aus allen Stadtteilen und auch aus überregionalen Städten teil, sie sorgten damit für einen langen und farbenfrohen Lindwurm, bestaunt von zahllosen Zuschauern überall am Straßenrand. Zugteilnehmer und Gäste feierten nach dem Umzug bis in die späten Abendstunden eine „Große After-Zuch-Party“ im und um das Festzelt.
Am Freitagabend hieß es dann bei freiem Eintritt „Rock em Zelt“. Die Bands „Eight-Balls“ und als Vorgruppe „Mounthmonkeys“ rockten das wieder zahlreich erschienene Publikum im vollen Festzelt und animierten dabei die Besucher immer wieder zu intensiven Tanzeinlagen.
Ein weiteres absolutes Highlight folgte zum Abschluss der Festtage am Samstag: Eine Sommersitzung im Fastnachtszelt mit den Stargästen „Willi und Ernst“ aus Koblenz und dem Besten, was der Karneval in Stromberg und Umgebung zu bieten hat. Bernhard Wiemer, Erster Beigeordneter der Stadt Bendorf konnte zu Beginn seiner Eröffnungsrede unter anderen Josef Dötsch (MdL), den Präsidenten der RKK Hans Mayer sowie den Kreisbeigeordneten Rolf Schäfer begrüßen. Wiemer: „Wieder einmal zeigt Stromberg, was auch ein kleiner Stadtteil leisten kann, wenn ein Verein fest zusammensteht und gemeinsame Ziele verfolgt. Zum 44-jährigen Bestehen der Gemeinschaft Stromberger Karneval hat die GSK ein Programm mit vielen großartigen Veranstaltungen auf die Beine gestellt, das auch weitaus größeren Kommunen gut zu Gesicht stehen würde. Dafür gilt es an dieser Stelle, einmal Danke zu sagen und Respekt zu zollen für ehrenamtliche Tätigkeiten, die von allen Beteiligten ein hohes Maß an persönlichem Engagement erfordern.“
Am Schluss bedankten sich die Vorstände Gerhard Specht und Klaus Dohms bei allen Helferinnen und Helfern sowie den Sponsoren dafür, dass das 44-jährige Jubiläum der GSK zu einem großartigen Erfolg wurde.
Damit ging eine einmalige Jubiläumsfeier zu Ende, die den vielen Besuchern Freude und Spaß bereitet hat und auf die die GSK mit Recht stolz sein kann. Gott Jokus bescherte den Fastnachtern vier Tage lang bestes Sommerwetter, bei dem herrlich jeck gefeiert werden konnte. Damit hat sich die viele Arbeit der Organisatoren von der Vorbereitung bis zum Finale ausgezahlt, sie können sehr zufrieden sein mit der durchweg hohen Besucherfrequenz und dem reibungslosen Ablauf der Veranstaltungen.
Die Garde Grün-Weiss mit dem GSK Vorstand und dem Elferrat.
Josef Dötsch MdL, Beigeordneter Bernhard Wiemer, Präsident des RKK Hans Mayer, Vorsitzender des GSK Gerhard Specht, Schirmherr Günter Schöneberg und Kreisbeigeordneter Rolf Schäfer gratulierten zum Jubiläum.
Gerhard Specht und Klaus Dohms bedanken sich zum Abschluss bei allenHelferun und Sponsoren.