Allgemeine Berichte | 26.05.2025

Interkommunale Zusammenarbeit: VG-Werke Montabaur nehmen an Pilotprojekt „Energieregion Abwasserwerke Rheinland-Pfalz“ teil

Studie untersucht, wie Strombilanzkreise funktionieren könnten

Kläranlagen, wie die in Montabaur, verbrauchen sehr viel Strom. Die Verbandsgemeindewerke beteiligen sich an einem Pilotprojekt mit benachbarten VGs mit dem Ziel, gemeinsam Strom zu sparen. In der VG Montabaur wird das Projekt koordiniert von (v.l.) dem Ersten Beigeordneten Andree Stein, Werkleiter Andreas Klute und Klimaschutzmanager Max Weber. Foto: VG Montabaur / Christina Weiß

VG Montabaur. Die Verbandsgemeinde (VG) Montabaur engagiert sich aktiv für eine nachhaltige und effiziente Energieversorgung - auch im Bereich der Abwasserbeseitigung. Im Rahmen einer neuen Machbarkeitsstudie wird zurzeit geprüft, wie mehrere Abwasserwerke in Rheinland-Pfalz ihre Energieerzeugung und -nutzung besser vernetzen können. Neben der VG Montabaur gehören die VGs Hachenburg, Höhr-Grenzhausen, Ransbach-Baumbach, Rennerod und Selters zur Pilotregion Westerwald; die Federführung hat Selters übernommen.

Abwasseranlagen zählen zu den größten Stromverbrauchern in einer Kommune. Auf den Flächen dieser Anlagen kann jedoch auch Strom produziert werden, z. B. durch Photovoltaik. „Um die Energie möglichst effizient zu nutzen, ist es sinnvoll, überschüssigen Strom gemeinsam zu verwalten“, erklärt Werkleiter Andreas Klute von der VG Montabaur. Hierfür gibt es das Konzept eines sogenannten „Strombilanzkreises“. Dabei wird überschüssiger Strom, der in einer Anlage erzeugt wird, virtuell anderen Anlagen im gleichen Bilanzkreis gutgeschrieben. „So können Anlagen, die weniger Energie produzieren, trotzdem von den Überschüssen profitieren, ohne dass physisch Strom umverteilt werden muss“, ergänzt Klimaschutzmanager Max Weber, der das Projekt in der VG Montabaur gemeinsam mit den Werken umsetzt.

Die Machbarkeitsstudie, an der im Westerwald die Verbandsgemeinden Hachenburg, Höhr-Grenzhausen, Montabaur, Ransbach-Baumbach, Rennerod und Selters beteiligt sind, untersucht, wie diese Vernetzung technisch, rechtlich und wirtschaftlich umgesetzt werden kann. Ziel ist es, die Eigenverbrauchsquote der Kläranlagen im Bilanzkreis zu steigern, weniger Energie zukaufen zu müssen und dadurch Kosten zu sparen. Das macht die Anlagen unabhängiger von Preisschwankungen auf dem Strommarkt. Zudem soll die Zusammenarbeit zwischen mehreren Anlagen und Kommunen verbessert werden. „Gemeinsam geht vieles besser und effizienter. Das stellen wir in vielen Bereichen unserer Verwaltung fest und beteiligen uns deshalb gerne an Projekten der interkommunalen Zusammenarbeit“, so der Erste Beigeordnete Andree Stein von der VG Montabaur.

Das Projekt ist das erste seiner Art in Deutschland, das eine solche Zusammenarbeit zwischen mehreren Abwasserwerken in einer Region untersucht. Es wird vom Land Rheinland-Pfalz gefördert. Staatssekretär Michael Hauer vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität übergab einen Förderbescheid über 263.000 Euro an die beteiligten Kommunen. Für die Pilotregion Westerwald hat Werkleiter Achim Lindner aus Selters die Federführung übernommen. Landesweit nehmen 20 Kommunen an dem Projekt teil, aufgeteilt in vier Pilotregionen. Mit der Umsetzung sind die Kommunalberatung Rheinland-Pfalz, Tochterunternehmen des Gemeinde- und Städtebundes, sowie die Firma Simon Process Engineering beauftragt.

Pressemitteilung

Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur

Kläranlagen, wie die in Montabaur, verbrauchen sehr viel Strom. Die Verbandsgemeindewerke beteiligen sich an einem Pilotprojekt mit benachbarten VGs mit dem Ziel, gemeinsam Strom zu sparen. In der VG Montabaur wird das Projekt koordiniert von (v.l.) dem Ersten Beigeordneten Andree Stein, Werkleiter Andreas Klute und Klimaschutzmanager Max Weber. Foto: VG Montabaur / Christina Weiß

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