Auch beim 48. Versuch hatten die Soldaten keine Chance gegen die vereinigte Rheinbacher Jecken-Kampftruppe
Sturm auf die Rheinbacher Tomburg-Kaserne
Rheinbach. Die Taktik „täuschen und tarnen“ hat auch dieses Mal nicht funktioniert. Beim erbitterten Kampf um die Vorherrschaft in der Rheinbacher Tomburg-Kaserne musste sich die Bundeswehr auch beim 48. Versuch den vereinigten Rheinbacher Jecken geschlagen geben. Unter dem Kommando des Kasernenältesten Brigadegeneral Wolfgang E. Renner leisteten auf der fahrbaren Verteidigungsstellung auch Kasernenkommandant Oberstleutnant Matthias Ansperger, Oberst Otto Jarosch, Kanonier Stefan Kresse und die Nachschublieferanten Jürgen Schmickler und Andreas Burow den anrückenden Truppen der farbenfroh uniformierten Karnevalsgesellschaften Widerstand.
Ansturm mit Pauken und Trompeten
„Letztes Mal ging die Strategie daneben, dieses Jahr werde ihr was erleben!“, schwor Renner seine wackeren Mitstreiter ein, denen allerdings schon die Knie schlotterten, als sie von Ferne die Pauken und Trompeten der Angreifer hörten. Listigerweise hatten die Kasernierten bei einem Besuch im Stadtsoldaten-Turm einen fingierten Verteidigungsplan zurückgelassen, der die angreifenden Stadtsoldaten auf eine falsche Fährte locken sollte. Doch der bisher immer siegreichen Stadtsoldaten-Kommandant Willi Hohn hatte das faule Manöver durchschaut, brachte entschlossen die schreckenerregende Böllerkanone vor dem Kasernentor in Stellung und ließ das verbarrikadierte Tor blitzschnell sturmreif schießen. Die eingeschüchterten Verteidiger hatten zwar diesmal zwei zusätzliche Böllerkanonen als Flankenschutz in Stellung gebracht, doch auch die feuerten nur heiße Luft ab, und angesichts der Überzahl der gut 300 Karnevalisten räumte der General mit seiner Truppe fluchtartig die Stellung und schwenkte die rot-weiße Effzeh-Fahne, um gut Wetter zu machen. Widerstandslos beugten sie sich dem ersten Rheinbacher Damendreigestirn mit Prinz Michel I., Bauer Marian I. und Jungfrau Irina I., dem Merzbacher Dreigestirn mit Prinz Andreas I., Bauer Karl-Heinz I. und Jungfrau Thomina I. sowie der Oberdreeser Soloprinzessin Karin II.. Sogar vor dem Rheinbacher Kinderprinzenpaar Lara I. Und Kevin II., Den Oberdreeser Kinderprinzenpaar Paula I. Und Moritz I. Sowie dem Queckenberger Prinzenpaar Lukas I. Und Lena I. Nahmen die Verteidiger Reißaus.
Närrisches Programm im Mannschaftsquartier
Im rappelvollen Mannschaftsquartier verkündete anschließend Brigadegeneral Wolfgang E. Renner offiziell die Kapitulation und überreichte Stadtsoldaten-Kommandant Willi Hohn den Kasernenschlüssel stellvertretend für alle Rheinbacher Karnevalsgesellschaften. Zum zwölften Male übernahm nun Blau-Weiß-Präsidentin Sigrid Wirsberg als Moderatorin das Mikrofon und führte zusammen mit Kasernenkommandant „Mattes“ Ansperger durch das Programm.
Die bunt kostümierten Jecken erlebten ein abwechslungsreiches karnevalistisches Programm mit Beiträgen aller Karnevalsgesellschaften der Stadt. Diesmal machten der NCR Blau-Gold um das Karnevalskomitee „Blau-Weiß“ den Auftakt, gefolgt von den „Palm Beach“ Minis. Die Gro-Rhei-Ka Narrenzunft Prinzengarde legte einen auf aus Konzept, bevor die Rheinbacher Stadtsoldaten ihr komplettes Karnevalsprogramm mit allen Tanzgarden und die Musikzug präsentierten. Nach einem musikalischen Intermezzo mit den „ProSecos“ machten die Jugend Majoretten des „Närrischen Schornbusch“, bevor im Vorraum des Saales die After- Erstürmungsparty mit Livemusik der Kasernenband "Gate 5“ begann. -JOST-
Ohren zu und durch – Brigadegeneral Wolfgang Renner und seine Kameraden ließen das Unvermeidliche über sich ergehen.
Mit der großen Böllerkanone schossen die Rheinbacher Karnevalisten das Tor der Tomburg-Kaserne sturmreif bei der 48. Auflage des Rheinbacher Kasernensturm.
