In allen Orten trafen sich die Bürger am Vorabend des 1. Mai zum gemütlichen Beisammensein unter dem Maibaum
Swisttal begrüßte den Mai
Swisttal. Pünktlich zum 1. Mai wurde der neugestaltete Teil des Gottfried-Velten-Platzes in Heimerzheim offiziell eingeweiht, der den Beinamen „Mehrgenerationen-Platz“ tragen soll. Leise plätscherndes Wassers, schattenspendende Bäume, Ruhebänke zum Verweilen, eine Kinderspielecke, ein Platz zum Boulespielen, ein kleines Skulpturenbeet - all das verschönert nun die früher öde Parkfläche. Das historische Pestkreuz von 1715 wurde ebenfalls von seinem versteckten Standort am Rand des Platzes in den neuen Bereich versetzt.
Verantwortlich für diese Gemeinschaftsaktion zeichnete ein überparteilicher Arbeitskreis, dem die Heimerzheimer Gemeinderatsmitglieder aus allen Fraktionen, der Ortsausschuss, Ortsvorsteher Hermann Leuning und Architekt Klaus Hüllbrock aus Euskirchen angehörte. Vizebürgermeister Manfred Lütz dankte im Namen des Arbeitskreises allen, die sich in der unterschiedlichsten Form an der Aktion beteiligt hatten. Da in dem neugestalteten „Mehrgenerationen-Platz“ auch die Hülse für den Maibaum eingebaut worden war, wurden die Zuschauer am Vorabend des 1. Mai Zeuge der Premiere: Die starken Männer des Freundschaftsbundes Kreisler stellten, unterstützt von der Freiwilligen Feuerwehr, erstmals den Maibaum an der neuen Stelle auf. Das Tambourcorps Frei Weg Heimerzheim spielte auf, und der Kinderchor „Chorios“ der Pfarrgemeinde St. Kunibert unter der Leitung von Angelika Patalas ließ seine Stimmen erklingen.
Vereine auf den Beinen
Am Vorabend des 1. Mai waren auch in vielen anderen Ortschaften der Gemeinde Swisttal wieder die Vereine auf den Beinen, um mit dem Maiansingen oder dem Aufstellen des Maibaumes den Wonnemonat gebührend zu begrüßen. Überall herrschte reges Treiben, unzählige Steaks und Würste wurden gegrillt und hektoliterweise Bier ausgeschenkt. Alteingesessene und Neubürger trafen sich zum gemütlichen Plausch, und über alle erklangen fröhliche Frühlingslieder.
In Odendorf zeichnete das Damenkomitee Rot-Weiß Odendorf-Essig um Präsidentin Gerlinde Bois in ihren roten Poloshirts für die Durchführung des Maiansingens verantwortlich. Unterstützt wurden sie dabei vom Junggesellenverein unter der Leitung von Präsident Patrick Wilbert, die sich daran machten, den stolzen Maibaum aufzurichten. Den hatten zuvor die Kinder des TuS Odendorf mit bunten Bändern geschmückt. Für die musikalische Untermalung sorgte das Fanfarencorps Essig-Odendorf sowie das Tambourcorps Loreley Odendorf. Unterstützt vom Pfarr-Cäcilien-Chor St. Petrus und Paulus stimmten die Besucher kräftig ein in eine Reihe von gut gelaunten Frühlingsliedern, um sich danach bei Wurst und Brötchen, Bier und Maibowle ordentlich zu stärken. Auch Ortsvorsteherin und Schirmherrin Elisabeth Kümpel war zufrieden mit dem Zuspruch zu dieser Traditionsveranstaltung.
Beachtliche Maibäume gestellt
In Ludendorf hatten die Ortsvereine wieder zum Maiansingen eingeladen, wobei die „Ludendorfer Jonge“ erneut dafür sorgten, dass ein beachtlicher Maibaum den Dorfplatz zierte. Nachdem die Kinder des Ortes den Maibaum geschmückt hatten, sangen alle gemeinsam Lieder rund um den Wonnemonat und versammelten sich anschließend unter den alten Bäumen zum gemütlichen Beisammensein.
In Buschhoven ging es auf dem Toniusplatz hoch her, dort hatten sich die Kinder des Montessori-Kinderhauses eingefunden, um unter Leitung der stellvertretenden Kindergartenleiterin Yvonne Mißfeld einige Lieder zu singen und dazu auch noch zu tanzen. Den Maibaum hatte die Löschgruppe der Freiwilligen Feuerwehr unter der Leitung von Rolf Friedrich entgegen der sonstigen Gewohnheit nicht schon am Vortag aufgestellt, so dass in die Kinder zuvor schmücken konnten und die Besucher mit erleben durften, wie er gestellt wurde. Dazu sang der Seniorenchor aus Buschhoven frühlingshafte Lieder. Dieter Ramershoven, der Vorsitzende des Ortsausschusses, hielt eine schöne Rede zum angenehmen Anlass. Er wies auf den teilweise sehr kalten und sehr langen Winter hin immer „umso mehr freuen wir uns, dass wir nun den Frühling genießen können.“ Der Maibaum symbolisiere den Aufbruch in den lang ersehnten Frühling und den Sommer. Er dankte auch den Heimat- und Verschönerungsverein, der erneut die Getränke gestiftet hatte und sich um die Bewirtung kümmerte. Auch Ortsvorsteherin Christel Eichmanns begrüßte den Wonnemonat.
Ein weiterer Maibaum wurden von der Freiwilligen Feuerwehr Straßfeld „Op de Bröck“ aufgestellt, der Junggesellenverein „Männerreih Gemütlichkeit“ Morenhoven erlebte ebenfalls einen guten Zuspruch bei seinem Maifest auf dem Dorfplatz, und auch im Ollheim wurde von der Dorfgemeinschaft am Feuerwehrhaus ein Maibaum errichtet.
Auch die Kinder freuen sich über den „Generationen-Platz“ in Heimerzheim, denn hier gibt es auch interessante Spielgeräte.
