Allgemeine Berichte | 26.03.2025

Pastoraler Raum Cochem-Zell will Schwerpunkt Kinder- und Familienarbeit setzen

Synodalversammlung auf einem Schiff

Engagiert diskutierte die Synodalversammlung über die künftigen Schwerpunkte der Arbeit im Pastoralen Raum. Mit dabei auch Weihbischof Jörg Michael Peters. Fotos: Dieter Junker

Briedern. Sich gemeinsam auf den Weg machen und Neues wagen: Dieses Motto nahm das Leitungsteam des Pastoralen Raums Cochem-Zell wörtlich und lud zur zweiten Synodalversammlung auf ein Moselschiff bei Briedern ein. Rund 120 Katholikinnen und Katholiken folgten der Einladung und diskutierten gemeinsam mit Weihbischof Jörg Peters das künftige kirchliche Leben in ihrer Heimat. Dabei sprachen sie sich für die Kinder- und Familienarbeit als den Schwerpunkt der kommenden Monate aus.

„Lasst uns den Aufbruch wagen, mit pfingstlerischen Menschen. Lasst uns nicht vor lauter Ängsten und Zweifeln verbarrikadieren, sondern lasst uns vielmehr Mauern einstürzen, in uns und zwischen uns“, forderte Bernward Große Sandermann, der Vorsitzende des Pastoralen Rates, die Synodalversammlung (Delegierte aus Pfarreien und katholischen Einrichtungen) auf. Die Delegierten aus den verschiedenen Pfarreien nahmen die motivierenden Worte auf und erarbeiteten in Kleingruppen künftige Schwerpunkte. Im Plenum wurde dann entschieden, was der Pastorale Raum in den nächsten Monaten mit besonderen Angeboten, vielen Ideen und Projekten in den Pfarreien, den Räten und allen Orten von Kirche besonders in den Blick nehmen will: Kinder und Familien. „Das bedeutet nicht, dass wir andere Themen außer Acht lassen, doch hier wollen wir einen Fokus setzen“, so Christoph Nörling, Mitglied des Leitungsteams des Pastoralen Raums Cochem-Zell.

Unterstützung dafür gab es vom Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters, der mit den Anwesenden diskutierte und überlegte, wie die Zukunft von Kirche aussehen könnte. „Wir müssen als Kirche schauen, wo wir Schwerpunkte setzen in unserem Dienst der Begleitung an der Seite der Menschen“, unterstrich er. Viele der Teilnehmenden waren sichtbar froh, nicht über Finanzen und Strukturen reden zu müssen, sondern über Seelsorge und Glaubensfragen. „Viele haben die Strukturdebatten satt, viele sehnen sich danach, auch wieder kirchliche Themen in den Blick zu nehmen“, war Christoph Nörling überzeugt. „Wir wollen kreativ den Glauben leben, an vielen Orten hoffnungsvoll unterwegs sein und dabei bunt miteinander unsere Träume leben und auch experimentieren“, unterstrich er.

Es war die zweite Synodalversammlung des Pastoralen Raums, nach der Auftaktveranstaltung im Herbst 2023. Seitdem sei viel passiert, wie Nörling und sein Leitungsteam-Kollege Georg von der Marwitz in Briedern betonten. „Wir haben in Zell einen neuen Pfarrer erhalten, doch dafür wurde Cochem vakant. Mit Bernd Berenz und Vanessa Lay haben wir neue Mitarbeitende für die Jugend- und Schulpastoral sowie die Ehrenamtsarbeit. Und ab 1. Juni wird ein Kooperator vorrangig in Cochem tätig sein“, berichtete Nörling. Die Entpflichtung von Dekan Thomas Hüsch, der nur kurz im Dienst war, habe den Pastoralen Raum dagegen belastet. „Wir sind nun quasi ein priesterlos organisiertes Leitungsteam, das aber sehr gut funktioniert.“ Georg von der Marwitz verwies darauf, dass die Gremien als „Leitplanken für den Pastoralen Raum“ mittlerweile ihre Arbeit aufgenommen hätten, sich regelmäßig träfen und die Region mehr und mehr zusammenwachse und sich vernetze. „Es gelingt uns zunehmend, Vertrauen aufzubauen, so dass sich der Raum zur Einheit entwickelt“, so von der Marwitz.

Der Pastorale Raum besteht aus den vier Pfarreien Blankenrath, Cochem, Moselkrampen und Zeller Hamm. Hier sind 17 Seelsorger*innen (Priester, Gemeindereferent*innen, Pastoralreferent*innen, Diakone mit Zivilberuf) tätig. Insgesamt gehören zum Pastoralen Raum Cochem Zell rund 17.500 Katholiken. Das Büro befindet sich in Zell. Pressemitteilung des

Pastoralen Raum Cochem-Zell

Weihbischof Peters im Gespräch mit dem Leitungsteam, Christoph Nörling (re.) und Georg von der Marwitz (2.v.re.), sowie dem Vorsitzenden des Pastoralen Rates, Bernward Große Sandermann (li.).

Weihbischof Peters im Gespräch mit dem Leitungsteam, Christoph Nörling (re.) und Georg von der Marwitz (2.v.re.), sowie dem Vorsitzenden des Pastoralen Rates, Bernward Große Sandermann (li.).

Engagiert diskutierte die Synodalversammlung über die künftigen Schwerpunkte der Arbeit im Pastoralen Raum. Mit dabei auch Weihbischof Jörg Michael Peters. Fotos: Dieter Junker

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