Allgemeine Berichte | 04.03.2026

Plasma- und Autogenschneiden im Einsatz

THW Sinzig und Ahrweiler lernen gemeinsam

Der Ausbilder (l.) gibt der THW-Einsatzkraft Tipps beim thermischenTrennen.  Foto: THW Ahrweiler, Sven Dobkowitz

Ahrweiler. Kürzlich haben Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) aus Sinzig und Ahrweiler gemeinsam eine Ausbildung zum thermischen Trennen durchgeführt. Diese Methode bietet dem THW vielseitige Einsatzmöglichkeiten.

„Ziel der Kooperation ist es, die Einsatzkräfte beider Ortsverbände praxisnah und sicher auf

anspruchsvolle Trennaufgaben vorzubereiten“, beschreibt Dominik Knieps, einer der Ausbilder, das Ziel dieser Ausbildung. Die Ausbildung deckt die Bereiche Theorie, Gerätetechnik, Sicherheitsaspekte sowie realistische Übungsszenarien ab. Sie wird von erfahrenen Ausbildern beider Ortsverbände durchgeführt, um den Wissenstransfer und die Zusammenarbeit zu stärken. In der praktischen Ausbildung wurden alte LKW-Anhänger mit dem Plasmaschneidgerät und dem Autogenschneiden thermisch getrennt.

Die Wirkungsweise des thermischen Trennens basiert auf dem gezielten Erhitzen von Material an einem definierten Trennpunkt. Dadurch reduziert sich die Trag- und Formfestigkeit des Bauteils kontrolliert. Durch anschließendes Abkühlen oder das gezielte Ausnutzen der Wärmedehnung lassen

sich Metall- oder Stahlbauteile sauber beziehungsweise rasch voneinander lösen. Dabei stehen Sicherheitsmechanismen wie Funkenreduktion, Brand- und Explosionsschutz sowie eine kontrollierte Temperaturführung im Fokus. Die Ausbildung vermittelt den sicheren Umgang mit den Trenngeräten, die Wahl geeigneter Trennmethoden sowie Notfall- und Gefährdungsmaßnahmen.

Typische Einsatzoptionen für das thermische Trennen beim THW umfassen sehr dicke oder hochfeste Metallbauteile (zum Beispiel massive Träger, Stahlprofile oder Containerwände), die sich mit einem Trennschleifer oder herkömmlichen Mitteln nicht sinnvoll trennen lassen. Zudem kommt das Verfahren dort zum Einsatz, wo besonders zügiges Trennen erforderlich ist, etwa bei zeitkritischen Rettungs- oder Räumarbeiten. Die örtliche Einsatzleitung beziehungsweise qualifizierte Führungskräfte entscheiden nach einer Gefährdungsbeurteilung, ob das thermische Trennen sinnvoll und sicher ist, wobei sie unter anderem Funkenflug, Brand- und Explosionsgefahr sowie die Nähe zu Personen oder empfindlichen Objekten berücksichtigen.

Foto: THW Ahrweiler, Sven Dobkowitz

Foto: THW Ahrweiler, Sven Dobkowitz

Der Ausbilder (l.) gibt der THW-Einsatzkraft Tipps beim thermischen Trennen. Foto: THW Ahrweiler, Sven Dobkowitz

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