Allgemeine Berichte | 11.12.2025, 13:05 Uhr

Tag der Menschenrechte

Remagen. Menschenrechte und moderner Kolonialismus hängen eng zusammen: Wenn Länder oder Unternehmen aus dem Globalen Norden von billiger Arbeit und schwachen Umwelt- und Sozialgesetzen im Globalen Süden profitieren, werden Menschenrechte häufig verletzt. Leider werden aktuell weltweit die Bestrebungen für mehr Handelsgerechtigkeit aufgehalten. In der EU wurde jetzt sogar ein beschlossenes Lieferkettengesetz wieder zurückgenommen bevor es angewendet wurde.

Fairer Handel wirkt

Dabei ist Fairtrade ein Erfolgsmodell. Fair-Trade-Initiativen sind seit über 50 Jahren aktiv und arbeiten dafür, Ungleichheiten abzubauen und gerechtere Strukturen zu schaffen. Der Faire Handel setzt sich weltweit für die Achtung der Menschenrechte ein, besonders in Ländern des Globalen Südens. Im Mittelpunkt stehen faire Löhne, sichere Arbeitsbedingungen und das Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit. Produzentinnen und Produzenten sollen durch gerechte Preise ihre Lebensgrundlage sichern und langfristige Perspektiven aufbauen können. Damit werden Armut, Hunger und Flucht erfolgreich bekämpft. Vor allem Kinder und Frauen profitieren.Kakaobäuerinnen und -bauern erhalten Mindestpreise für ihre Produkte und Fairtrade-Prämien, zusätzliches Geld, das demokratisch verwendet wird – zum Beispiel für Schulen, sauberes Trinkwasser und medizinische Versorgung. Das fördert das Recht auf Bildung und das Recht auf Gesundheit. Durch die fairen Preise können die Kinder zur Schule gehen, statt auf Kakaoplantagen arbeiten zu müssen.

Remagener Weltladen seit 45 Jahren aktiv

Der Remagener Weltladen feiert im kommenden Jahr sein 45 jähriges Bestehen. „Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“ ist sein bis heute aktuelles Motto. Sicher haben sich die Gründerinnen und Gründer des Weltladens nicht vorstellen können, dass die zunächst positive Entwicklung für mehr Gerechtigkeit nach so langer Zeit wieder so viel Gegenwind aus den konservativen politischen Lager bekommen wird.

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