Rheinbacher Vereinsnetzwerk und die Stadt Rheinbach hatten zur zweiten Veranstaltung eingeladen
Tag der Vereine in Rheinbach für 2020 geplant
Rheinbach. Es war nach der ersten Veranstaltung des Vereinsnetzwerks in Rheinbach im Frühjahr die zweite Veranstaltung, zu der die Stadt Rheinbach, der NCR Blau-Gold und das Quartiersbüro eingeladen hatten. Initiatoren waren Jörg Nawrath, Vorsitzender des NCR Blau-Gold Karnevalsvereins, und Katharina Dallal vom Quartiersbüro am Römerkanal, die auch die Moderation im NCR Vereinsheim übernahm. Hintergrund der Veranstaltungsreihe war der Gedanke, die Vereine der Stadt zu vernetzten und eine gemeinsame Plattform zu haben, die im Internet aufgebaut werden sollte.
Etwa 15 Vereine waren an dem Abend präsent, wobei einige Teilnehmer mehrere Vereine vertraten, was dazu führte, dass knapp 20 Personen anwesend waren. In Vertretung für Bürgermeister Stefan Raetz, war Thomas Spitz von der Stadtverwaltung anwesend. Er erklärte, dass wohl seit der letzten Veranstaltung mit der Plattform im Internet nichts passiert wäre, was wohl an dem kommunalen IT-Anbieter der Stadtverwaltung gelegen hätte.
Dieser war beauftragt worden, eine Internetseite zu programmieren, auf der alle Rheinbacher Vereine ihre Veranstaltungen eintragen sollten und so eine Gesamtübersicht für alle Bürger über die Aktivitäten der Vereine darstellen. Diese Homepage sollte dann über die Internetseite der Stadtverwaltung als digitaler Terminkalender erreichbar sein. Unterredungen mit dem kommunalen IT-Anbieter hätten jetzt ergeben, dass in den nächsten zwei Monaten diese Seite fertig gestellt würde. Spitz bedauerte es sehr, dass es zu einer Verzögerung gekommen sei. Zumal der Zeitraum nach der letzten Versammlung so lange her wäre.
Veranstaltungskalender der Stadt kommt
„Ein Redakteur wird diese Seite betreuen und kontrollieren, damit sich hier nicht Vereinigungen präsentieren, die wir nicht haben wollen“, erklärte Spitz. Zudem gebe es eine Verknüpfung der Netzwerkseite mit „Kultur und Gewerbe“. Auch Institutionen, wie Schulen, Kirchen und Kindergärten sollen in den Kalender eingepflegt werden. „Es ist wichtig, dass alle Vereine so schnell wie möglich ihre Veranstaltungen und Termine bekannt geben, damit die Homepage mit Leben gefüllt wird“, merkte der Mitinitiator des Vereinsnetzwerks, Jörg Nawrath, an.
Als Gast war der für den linksrheinischen Teil des General-Anzeigers zuständige Redakteur Mario Quadt eingeladen worden, der einige praktische Hinweise für die Pressearbeit mit den Vereinen parat hatte. Hierzu hatte er ein umfangreiches Skript mit nützlichen Hinweisen über die Textgestaltung, Aufbau einer Meldung an die Redaktionen und Bildgestaltung für alle Teilnehmer der Veranstaltung mitgebracht, was positiv aufgenommen wurde.
Plastikmüll weiterhin ein Problem
In einem Vortrag über das Thema „Plastikmüllfreies Rheinbach“ packte Doris Kübler von der Steuerungsgruppe Rheinbach „Fair Trade Town“ erst einmal Plastikmüll und zerbeulte Getränkedosen aus, die sie auf dem Weg zu der Veranstaltung am Wegesrand aufgesammelt hatte. „Kampf dem Plastikmüll in unserer Stadt. Und das ist nur der sichtbare Teil des Problems. Laut meiner Ärztin hat schon jeder 4. Bundesbürger nachweislich Mikroplastik im Blut“, konstatierte die engagierte Umweltaktivistin. 60% des Plastikmülls entständen im Wohnbereich. Für das Schmücken der Weihnachtsbäume an den Straßen in Rheinbach sollte kein Plastikschmuck verwendet werden. Gerhard Brandt vom Gewerbeverein Rheinbach wies darauf hin, dass der Schmuck von den Kindergärten und Seniorenheimen an den Bäumen angebracht würde und hatte Bedenken, ob die Dekoration die Weihnachtszeit überleben würde. Kübler wies darauf hin, dass es in der Bücherei einige Bücher zum Thema „Schmücken ohne Plastik“ gäbe. Brandt versprach die Anregungen an den Vorstand des Rheinbacher Gewerbevereins, weiterzugeben.
Katharina Dallal suchte noch Mitstreiter, die die Organisation eines „Tages der Vereine“ im nächsten Jahr mit in Angriff nehmen sollen. „Dieser könne zum Beispiel mit einem verkaufsoffenen Sonntag (VOS) gekoppelt werden“, so die Moderatorin. Auch hier sah Gerhard Brandt noch Diskussionsbedarf, zumal es noch nicht klar sei, wie es mit dem VOS in Zukunft weitergeht. Katharina Dallal wird noch in diesem Jahr den neuen Arbeitskreis „Vereinstag“ zu Gesprächen einladen.
Thomas Spitz wies noch auf eine Veranstaltung der Bürgerstiftung „Wir für Rheinbach“ am 1. Dezember hin. Der Startrompeter Bruce Kapusta wird dann im Himmeroder Hof ein Open-Air-Weihnachtkonzert geben. Ein weiteres Benefiz Konzert der „Fidelia Wormersdorf“ werde am 31. November im Stadttheater stattfinden. Spitz wies auch auf das Weihnachtskonzert am 8. und 9. Dezember mit den Brüdern Grohs in der Stadthalle hin, bei dem der Reinerlös für einen guten Zweck gespendet wird.
Doris Kübler referierte zum Thema plastikfreies Rheinbach und brachte Müll mit.
