Togo-Hilfe e. V.
Tag des Wassers am 22. März
Rheinbach. Eines der Grundbedürfnisse der Menschen ist sauberes Trinkwasser und auf den ersten Blick bedecken Ozeane über 70 % der Erdoberfläche. Da diese aber überwiegend aus Salzwasser bestehen, sind nur 2,5 % Süßwasser nutzbar. Von diesen 2,5 % ist ein großer Teil des Süßwassers unzugänglich, da es entweder als Eis in Gletschern lagert oder als Bodenwasser nicht zugänglich ist. Somit haben wir Menschen auf 0,3 % Zugriff. Der durchschnittliche Pro-Kopf Wasserverbrauch pro Tag liegt in Europa bei 200 Litern. In Entwicklungsländern, die unter Wasserknappheit leiden ist der Pro-Kopf Wassererbrauch bei fünf Litern. Afrika ist ein Kontinent, der immer wieder von Dürrekatastrophen geplagt wird. In Togo ist es eines der wichtigsten Ziele eines Dorfchefs für Wasservorräte zu sorgen. Diese müssen oftmals zu Fuß von weit her geholt werden, wenn der nächste Fluss kilometerweit entfernt ist. Dabei wird das Wasser in Tonkrügen auf dem Kopf getragen. Die schlechte Wasser- und Sanitärversorgung hat nicht selten gravierende Auswirkungen auf die Gesundheit. Das keimhaltige Wasser verursacht Infektionen, Durchfall oder Wurmerkrankungen, was für kleine Kinder lebensbedrohlich werden kann. Dabei lagern in dem Boden gewaltige Massen Wasser, die bereits vor Jahrzehnten durch Erdölbohrungen gefunden wurden. Durch einen Brunnen kann die Trinkwasserversorgung gewährleistet werden. Die Dorfbewohner haben außerdem mehr Zeit für Feldarbeit, Kinderbetreuung oder die Ausübung eines Handwerks. Viele Kinder können zur Schule gehen und müssen nicht mehr den täglichen Marsch zur Wasserstelle antreten. Doch die Bohrungen nach Wasser sind teuer, da dafür eine Tiefbohrmaschine notwendig ist, welche die harten Erd- und Gesteinsschichten durchdringen kann. Der Bau eines solchen Brunnens kostet um die 6.000 Euro. Gelder, die in Entwicklungsländern nicht aufgebracht werden können. In den Regionen in Togo, wo der Verein „Togo-Hilfe e.V.“ tätig ist, wurden mit Spendengeldern bereits Brunnen gebaut. Der letzte Brunnen wurde in einem Dorf mit 300 Einwohnern errichtet. Der Verein arbeitet nach dem Leitsatz „Hilfe zur Selbsthilfe“ und hat den Brunnenbau finanziert, während es die Dorfgemeinschaft so organisiert hat, dass die Bewohner einen kleinen Beitrag für das entnommene Wasser zahlen. Das Geld kann dann später für anfallende Renovierungen des Brunnens verwendet werden. Doch natürlich sind noch längst nicht alle Dörfer mit Trinkwasser versorgt, weswegen der Verein „Togo-Hilfe e.V.“ auf Spendengelder angewiesen ist.
