Kreppelkaffee der EKG

Tanz, Humor und ganz viel Musik

Ein grandioses Programm wurde am Schwerdonnerstag in Bad Ems geboten

24.02.2020 - 09:43

Bad Ems. Der Karneval, Fasching, Fastnacht oder auch Fastelovend erreicht mit dem Schwerdonnerstag seinen Höhepunkt in den Sitzungssälen, bevor dann der Straßenkarneval schon fast wieder das Ende der närrischen fünften Jahreszeit verheißt.

Fröhlich, herrlich bunt verkleidete Frauen strömten auch in Bad Ems am Tag der Frauen, in das historische Kurhaus an der Lahn. Schon vor Beginn eines umwerfenden Mammut Programms, war die Stimmung super. Die Sitzungskapelle „Sunshine-Dance“ lud die Damenwelt, in der sich auch ein paar Herren verirrten und wohlfühlten zum Schunkeln und mitsingen ein.

Seinen gesanglichen Auftritt hatten auch die beiden EX-Prinzen der EKG Horst Leder (Kölsche Tön) und Fritz Bingel (Vereinslied Orange und Blau).

Danach öffnete sich der Vorhang, Sitzungspräsident Frank Ackermann betrat die närrischen Bretter und rief: „Helau Bad Ems, seid ihr gut drauf?“ „Jaaa“ – die Antwort der Narrenschar. „Dann lasst uns gleich loslegen mit einem bunten Programm aus Gardetänze, Showtänzen, humoristischen Leckerbissen und ganz viel Musik. Es wird auch die eine oder andere Überraschung geben, aber auch einen Wehmutstropfen.“

Die EKG hat schon viele Jahre eine freundschaftliche Beziehung zu Kamp Bornhofen. Mit einer großen Abordnung zog das Kinderprinzenpaar Prinz Mathis I. von Rock und Pop mit seiner Lieblichkeit Prinzessin Lena II. von den Tänzelnden Hufen und das Frauenpower-Dreigestirn mit Prinzessin Simona vom musikalischen Bildungstrio mit Jungfrau Alexandra und Bauer Patricia vom KKC in den närrischen Saal ein. Sie erfreuten mit Gesangseinlagen wie „Steht auf, macht mit, macht alle mit“.


Tänzerischer Hochgenuss


Tänzerischen Hochgenuss boten die beiden Tanzgruppen ebenfalls aus Kamp die „Silver-Sparks“ bezauberten mit „Götter im Olymp“ und das Männerballett „Crazy Dudes KKC“ brachten mit ihrer Darbietung „Dued Wars – der Kampf um den Todesstern“, die Frauenwelt aus dem Häuschen. Die jungen Männer zeigten eine rasante Show mit ausgefeilter Choreografie und flogen zu den verschiedenen Planeten Disco, Rock und Schlager.

Das Bad Emser Kinderprinzenpaar, Jerome I. mit Pfeil und Bogen und seine Lieblichkeit Prinzessin Lena I. mit Tanz im Blut waren den ganzen Tag schon in Kitas und Einrichtungen unterwegs. Nun endlich konnten sie ihre Närrinnen und Narrhalesen herzlich begrüßen. Prinzessin Lena gab deutlich zu verstehen, dass ihr Prinz und Bruder, heute an Schwerdonnerstag nichts zu sagen hat.

Mit ihren Garde- und Showtänzen glänzten die vereinseigenen Akteure. Während es die Kindergarde in die Fabelwelt zog, sie in ihren schönen Kostümen über die Bühne zur Musik „halt mich, küss mich lieb mich“ schwebten, ging es für die Jugendgarde, angeführt von Prinzessin Lena, in die Märchenwelt. Auch sie beeindruckten das Publikum sehr und ernteten viel Applaus und eine Rakete.

Das Solotanzmariechen Lucia Streicher, schlug Räder und überzeugte mit ihrem Talent zum Tanz.


„Olga Orange“ trainierte die Lachmuskeln


Ordentlich eins auf die Lachmuskulatur gab es von „Olga Orange“, Travestie-Künstler der Spitzenklasse alias Thomas Rau aus Frankfurt. Er war nicht zum ersten Mal zu Gast in Bad Ems. Mit viel Witz und spritzig frech bezog sie die Narrenwelt in ihren Vortrag ein. Angetan hatte es ihr der junge Stadtbürgermeister Oliver Krügel. „Heute sind ja alle im Kaufrausch, dabei weiß man ja gar nicht, was man so schenken soll. Ich habe meiner Mutter einen Gutschein geschenkt, Schwimmen mit Krokodilen. Als wir da wieder raus sind, hatte sie drei Taschen aus Krokoleder und zwei Portemonnaie“.

Puppen-Comedy vom Feinsten gab es mit Frank Lorenz und seinem Affen Charly. Der lässt den Bauchredner aber nur selten zu Wort kommen. Doch zuvor machte er mit dem Publikum ein paar Lockerungsübungen. In dem man sich gegenseitig sagte: „Schön, dass du heute da bist“, die Hände auf die Schultern des Vordermanns legte und sich vor und zurückbewegte.

Charly wollte wissen, wo er denn heute ist. „Wir sind in Bad Ems – Bad Ems, das kenne ich. Wirklich? Ja! Das ist doch die Stadt mit dem „Opel Corsa“, da fährt immer ein Opel mit Blumen mit. - „Du meinst den Blumenkorso“. Nach weiteren Wortgefechten wollte Charly ein Lied singen. „Wenn du traurig bist, dann schenk ich dir Bananen aus Amsterdam.“ Damit aber noch nicht genug. Frank Lorenz ist dafür bekannt, dass er sein Publikum mit einbindet. So wurden im Handumdrehen Klaus und Heike zu lebendigen Puppen. Als Dank erhielten sie ein Essen für zwei Personen, eine Tütensuppe.

Einen durchgeknallten Reporter konnten die Jecken schon im letzten Jahr erleben. Ex-Prinz Willi Willig erklärte, dass man nun aufgrund des Datenschutzes nur noch den Anfangsbuchstaben des Nachnamens nennen darf. So entstand auch in diesem Jahr ein witziges Video über die Kommunalpolitik mit Schwerpunkt auf die Bürgermeisterwahl. „Unser Bub mit K“.

Die „Hitgiganten“, bestehend aus Laura Lotz, Carina Gräbke, Ildiko Koparan, Michaela Rink, Aylin Lotz, Nadine Willig, nahmen die Möhnen auf eine musikalische Reise der deutschen und internationalen Hits aus den 50ern bis zu den 80ern mit. Parodiert wurden Schlager wie „Die Wanne ist voll, Daddy cool, wenn I mit dir Tanz“ und auch Dieter Bohlen „Modern Talking“ mit „You’re My Heart, You’re My Soul“ durften nicht fehlen. Thomas Wilhelmi (Staatsbad Bad Ems GmbH) legte mit Laura Lotz eine flotte Sohle aufs Parkett, während Prinz Jerome die Tanzschritte erst noch ein wenig beäugen musste.

Dann die erste versprochene Überraschung an diesem Nachmittag! Er wurde bei der Vorstellung der Tollitäten im November für 44 Jahre aktive Vereinszugehörigkeit ausgezeichnet. Er war sechzehn Jahre lang als Hofmarschall tätig. Jürgen Schmidt ist ein Karnevalist mit Leib und Seele. Er erhielt die höchste Auszeichnung, die man erreichen kann. Dirk Wittersheim (Vize-Präsident BDK-LV Rhein-Mosel-Lahn) überraschte ihn mit dem Verdienstorden in GOLD - Bund Deutscher Karneval (BDK) und dazugehöriger Urkunde.

Mit einer mega Riesen-Bühnenshow, die wirklich fernsehreif war, überraschte die Showtanzgruppe „Rheinzauber“ des Karnevalsverein Basjanes e.V. Allein schon die prächtigen Kostüme, das aufwendige Equipment und das in Windeseile Wechseln der Kostüme. Dazu die tänzerische Harmonie und Hebefiguren.

Verzaubert und entführt wurden die staunenden Narren aus Nah und fern in das „Land des Lächelns“.

Was normal als Oper der Liebesgeschichte in drei Akten über die Bühne geht, geschah in Bad Ems superlativ dargeboten in gut fünfzehn Minuten. Lotusblume, riesen Golddrache, Schmetterling und Glitzer-Pfau. Man kann es mit Worten gar nicht beschreiben – sowas muss man gesehen haben.

Für diese phänomenale Leistung gab es lang anhaltende Ovationen.

Andreas Leininger war für diese klasse Choreografie verantwortlich. Er tanzt seit 44 Jahren mit Leidenschaft. Angefangen hat seine Laufbahn als Gardetänzer in der EKG. Ohne Zugabe durfte die Truppe nicht von der Bühne.


Schlagersänger Timo Ehmann zu Gast


Vor dem großen Finale sorgte Schlagersänger Timo Ehmann mit bekannten Karnevalsschlagern nochmal für Stimmung und die „Gugge‘ mer‘ ma“, heizte dem ehrwürdigen Gebäude und seinen Besuchern mächtig ein.

Frank Ackermann und sein gesamtes Team, hatten ein wahrhaft buntes, abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt, dass keine Wünsche offen ließ, obgleich doch leider einer fehlte. Der „Lohnschdener Jung“ alias Karl Krämer, war leider erkrankt. Was wäre die Fassenacht ohne die vielen Akteure, die dazu beitragen das ein helles Licht, Frohsinn und Heiterkeit in die Herzen der Menschen zieht. „Allen wohl und niemand weh, das ist da Motto der EKG“. Helau.

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juergen mueller:
Warum immer so kompliziert - 30 Grad Differenz - wen interessiert`s. Steingärten sind optisch monoton und ökologisch = 0. Die NACHTEILE - Teuer in Anschaffung und Pflege, Insekten,Vögel u.andere Gartentiere finden weder Nahrung noch Lebensraum, Schnell unansehnlich durch Algen und Pflanzenaufwuchs, Regelmäßiges Reinigen nötig - Einsatz von Laubbläsern, Hochdruckreiniger kostet Energie und schädigt Kleinlebewesen, Einsatz von Pestiziden tötet Lebewesen, Schotter heizt sich im Sommer auf, Feinstaub wird nicht gefiltert, Staubbelastung steigt, Lärm wird verstärkt, Boden wird verdichtet u.zerstört, später aufwendige Renaturierung nötig, Wasser kann gar nicht oder nur schwer versickern. Das muss reichen, um dagegen zu sein, oder?
juergen mueller:
Was für Träumereien - ein Neubau, etwas was der ein oder andere in diesem Leben eh nicht mehr erleben wird, Hauptsache,darüber geredet - wie lange schon?. Und die Frage ist - WOFÜR? Vor Jahrzehnten ABENDSPORTFEST ... ade FUSSBALL ... ade Also - WOFÜR eine neue Tribüne, Herr NAUMANN?
juergen mueller:
Seit wann setzen vor allem CDU und SPD auf Transparenz?Dieses Wort gibt es nicht in deren Wortschatz.Die leben ihre undurchsichtige Politik nach wie vor nach dem Motto aus:"Bürger*innen dürfen zwar alles essen, aber nicht alles wissen".Politik lässt sich nicht in die Karten schauen.Da wird vertuscht,getäuscht,gelogen und verarscht und das auf einem sprachlichen und gestikreichen absolut unterem Niveau - man schaue sich auf FACEBOOK den Senf der SPD-Fraktion einmal näher an.Ein Herr Biebricher/CDU zerreißt sich das Maul immer nur dann,wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist - inhaltlos,verständnislos,absolut desorientiert,uninformiert,selbstgefällig,von seiner eigenen unwichtigen Wichtigkeit überzeugt,das Bild eines Möchtegern-Politikers,der seine Abwahl als Landtagsabgeordneter immer noch nicht verkraftet hat,weil ihm vom Wähler aufgezeigt wurde,dass es dafür dann doch nicht reicht - die SPD mit eingeschlossen. BÜRGERBETEILIGUNG - BÜRGERNÄHE = eine verlogene POLITIK.
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