Allgemeine Berichte | 07.11.2018, 09:28 Uhr

THW baute die letzte große Behelfsbrücke am Grünen Weg in Pech ab

Technische Meisterleistung wird abgeholt

Bürgermeisterin verleiht den Helfern in der Not zum Dank Medaillen

Bürgermeisterin Renate Offergeld bedankte sich bei den Helfern persönlich.CEW
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Wachtberg-Pech. „Sie waren vor zwei Jahren da, als hier nichts mehr ging“, erinnerte Bürgermeisterin Renate Offergeld. „Nun sind Sie wieder da und bauen die Brücke wieder ab, damit ein Neubau entstehen kann. Dafür wollen wir ihnen danken.“ Man habe sich lange überlegt, wie man das tun könne. Eine Einladung zum Essen schien den meisten viel zu wenig, weshalb man sich für ein dauerhaftes Symbol entschieden habe. Jeder ehrenamtliche Helfer erhielt zum Dank eine eigens geprägteMedaille. Die Aktiven des Technischen Hilfswerks freuten sich sichtlich über die Anerkennung ihrer ehrenamtlichen Arbeit, zumal man sie manchmal kaum wahrnehme. „Ich bin gerne dabei“, erklärte eine von ihnen. Sie hatte auch vor zwei Jahren mit angefasst, als zuerst die klaffende Lücke in der Landstraße zwischen Adendorf und Arzdorf, dann die Pecher Haupstraße und der Grüne Weg mit einer Bailey-Behelfsbrücke überbrückt wurden. Dieses Mal waren sie wieder mit insgesamt rund 70 Helfern angerückt. Am Samstagmorgen wurden erste Verbindungen mit der Straße gelöst und Schienen auf das 41-Tonnen schwere Konstrukt geschraubt. Nachdem die richtigen Schäkel mit etwas Verzögerung angekommen waren, montierten die Fachkundigen die Teile und hängten Stahlseile ein, die an einem Schwerlastkran bereithingen. Zentimeter für Zentimeter wurde die gewichtige Brücke langsam in die Höhe gezogen. Mit Seilen brachten starke Arme das gute Stück nach und nach für den Schwenk auf die Wiese in Position. Vorsichtig bugsierten Mensch und Maschine das Schwergewicht über die vorbereiteten Holzkonstruktionen. Ein Mal musste die Position auf den Hölzern noch korrigiert werden, dann passte alles perfekt. „Das ist alles genau ausgemessen und muss genau richtig aufsitzen“, erklärte einer der Helfer. Sonst käme man an die entscheidenden Punkte an der Konstruktion nicht heran und man könnte die Brücke nicht demontieren. Nach diesem ersten Kraftakt und der Ehrung durch die Bürgermeisterin machten sich die ersten Helfer gleich an die Demontage, andere genossen zunächst ihre verschobene Mittagspause. Gut abgestimmt und bestens vorbereitet hatte das Team aus vielen verschiedenen Ortsverbänden mit der gesamten Demontage am Sonntagabend die Spuren der Bailey-Behelfsbrücke weitgehend beseitigt und damit den Weg für den Brückenneubau freigemacht. Der Bau der neuen Brücke soll gleich im Anschluss an den Abbaus der Bailey-Behelfsbrücke erfolgen. In der Bauzeit wird der Verkehr über die einspurig befahrbare Brücke an der Seibachstraße umgeleitet. Wegen der begrenzten Tragfähigkeit der Brücke auf 16 Tonnen wird eventueller Schwerlastverkehr über einen gemeindeeigenen Wirtschaftsweg geleitet werden müssen.

Langsam schwebte die Brücke in Richtung Wiese.

Langsam schwebte die Brücke in Richtung Wiese. Foto: Petra Reuter

Der Schwerlastkran stand für den Transport der Brücke auf die benachbarte Wiese bereit.

Der Schwerlastkran stand für den Transport der Brücke auf die benachbarte Wiese bereit.

Das Aufsetzen auf die Holzkonstruktionen war Maßarbeit.

Das Aufsetzen auf die Holzkonstruktionen war Maßarbeit.

Bürgermeisterin Renate Offergeld bedankte sich bei den Helfern persönlich.Fotos: CEW Foto: Petra Reuter

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