Luftkur für den Weiher in Ramershoven
Teichhühner fühlen sich wieder wohl
Ramershoven. Vor drei Wochen hat der Ramershovener Weiher durch den Einsatz von eigenen Feuerwehrleuten Wasser aus einem Brunnen zugeführt bekommen. Wassermangel und Gestank kündigten ein Umkippen des Weihers an, und man beschloss, dass noch mehr passieren muss, als nur Wasser zuzuführen. Außerdem ist es dem Betriebshof in der letzten Zeit nicht möglich gewesen, den Weiher freizuschneiden und entsprechend zu pflegen. Obwohl er auf der Liste stand, mussten Arbeiten mit einer höheren Priorität (Mehrzweckhallen umbauen, Veranstaltungen) immer wieder vorgezogen werden. Daher organisierte Ortsvorsteherin Dagmar Specht nach der Wassereinspeisung eine zeitnahe Reinigungsaktion.
Am Freitag vergangener Woche nun wurde vom Betriebshof ein Container aufgestellt, und am Samstag haben sich dann Hubert Schragen, Christian Schragen mit seinen Kindern Martin und Klara, Guido Segler, Ralf Segler mit seinen Kindern Fin und Lana, Thomas Segler, Bernhard Lanzerath und Ortsvorsteherin Dagmar Specht getroffen. Mit vereinten Kräften wurden Unmengen von Algen und Teichlinsen aus dem Weiher gezogen. Damit dies möglich war, haben die Helfer, die der Feuerwehr angehören, mit der Pumpe vom Feuerwehrwagen Wasser aus dem Teich und mit Schläuchen wieder hineingepumpt. So konnten die Linsen und Algen an den Rand gespült und heraus gefischt werden. Wegen des Vogelschutzes musste man sehr vorsichtig sein; Müll, Brombeeren und Brennnesseln wurden jetzt nur im Bereich des Zauns und der Bank entfernt. Erst zu einem späteren Zeitpunkt wird ein Radikalschnitt geplant. Zur Mittagszeit wurden alle durch Dagmar Specht und Schwiegertochter Simone Specht mit Getränken, Brötchen, Wurst und Eis versorgt. Finanziell wurde dies vom Ortsausschuss unterstützt.
Vermutlich lag es an der kurzfristigen Einladung und den Sommerferien, dass sich nur sehr wenige Bürger an dieser Aktion beteiligt haben. Jedoch hofft Ortsvorsteherin Specht, dass beim nächsten Mal mehr kommen, um diesen Ort der Begegnung weiter erhalten zu können. Bei allen, die da waren, hat sich Specht herzlich bedankt.
Am Ende war der Container voll, die Wasseroberfläche wieder sichtbar, und die Teichhuhnfamilie, ein Elternpaar mit fünf Küken, die die Arbeiten die ganze Zeit beobachtet hat, erfreut sich jetzt an einem Weiher, der wieder gesünder und frischer aussieht.
