Allgemeine Berichte | 08.05.2023

Workshop vom Pflegestützpunkt Rhein-Mosel und Palliative Care Fachkraft Daniela Kiefer Fischer stieß auf große Resonanz

Teilnehmende lernten im „Letzte Hilfe Kurs“ wie sie Sterbende begleiten können

Interessiertes Zuhören beim „Letzte Hilfe Kurs“. Foto: privat

VG Rhein-Mosel.Bei einem Notfall ist klar: Jetzt ist Erste Hilfe gefragt. Doch wenn Menschen im Sterben liegen, brauchen sie „Letzte Hilfe“: einfühlsame Begleitung. Beratungs- und Koordinierungsfachkraft Claudia Bellmund, vom Pflegestützpunkt Rhein-Mosel, hatte im Bürgerraum der Villa Ausonius von der Projekt3 gGmbH in Oberfell zu dieser besonderen Veranstaltung der etwas anderen Art geladen.

Im vierstündigen Seminar haben die Letzte Hilfe Moderatorinnen Daniela Kiefer Fischer, Palliative Care Fachkraft, und Eveline Hiebl, Ehrenamtliche im Koblenzer Hospizverein, Interessierte einen Einblick in die letzte Lebensphase gegeben.

Was kommt auf mich zu, wenn ich Angehörige beim Sterben begleite? Wie kann ich ihr Leiden lindern? Wo kann ich mir Hilfe holen, wenn ich nicht weiterweiß? Darauf hat der Crashkurs Antworten gegeben und Teilnehmende ins Gespräch gebracht.

Vier Module standen beim Letzte Hilfe Kurs auf der Agenda: Sterben als Teil des Lebens, Vorsorgen und entscheiden, Leiden lindern und Abschied nehmen.

Ein „Letzte Hilfe Kurs“ soll Mut machen, sich mit dem Thema Sterben und Tod auseinander zu setzen. Er soll kleine Kniffs und Tricks weitergeben, wie man mit Sterbenden gut umgeht und auch für sich selber gut sorgen kann. Im Gegensatz zur Ersten Hilfe geht es nicht darum, das Überleben zu sichern und Lebenszeit zu gewinnen, sondern darum, Leid zu lindern und Lebensqualität zu erhalten.

Die Teilnehmenden erfuhren auch, was zu tun ist, wenn jemand gestorben ist, wann der Arzt zu holen ist, um den Tod festzustellen, und dass der Verstorbene bei Wunsch der Angehörigen zu Hause aufgebahrt werden darf.

Daniela Kiefer Fischer gab zudem den Tipp, einen eigenen Koffer für die „letzte Reise“ zu packen, und ihn über die Jahre hinweg weiter zu befüllen und zu aktualisieren. Was soll dort hinein? Diese Gegenstände sollen später einmal auf der „letzten Reise“ helfen und den Menschen, die begleiten, zeigen, was für eine Person man war und was einem im Leben wichtig war.

Weitere Informationen diesbezüglich unter: www.letztehilfe.info.

Pressemitteilung des

Pflegestützpunktes Rhein-Mosel

Interessiertes Zuhören beim „Letzte Hilfe Kurs“. Foto: privat

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