Allgemeine Berichte | 15.11.2017, 12:00 Uhr

Angebot der Ev. Schwangerenberatungsstelle der Diakonie

Telefonsprechstunde

Für trauernde Eltern nach Fehlgeburt

Wachtberg. Stirbt ein Familienmitglied, ist das ein sichtbarer Verlust. Die Umgebung ist auf die Trauer der Betroffenen eingestellt. Eine Fehlgeburt vollzieht sich vielfach unsichtbar. Häufig weiß das Umfeld gar nicht, dass es eine Schwangerschaft gegeben hat. In den Fällen, da es doch bekannt war, fehlt das Verständnis für die Trauer oder die Erfahrung, damit umzugehen. Die Beratungsstelle EVA bietet deshalb eine Telefonsprechstunde für Betroffene und deren Angehörige.

Laut Statistik enden 15 Prozent aller Schwangerschaften mit einer Fehl- oder Totgeburt, viele davon in den ersten Wochen der Schwangerschaft. „Aus fast 40 Jahren Erfahrung in der Schwangerenberatung wissen wir, dass die Menschen darauf sehr unterschiedlich reagieren: Manche Frauen oder Paare sind unsicher, ob sie überhaupt trauern dürfen, andere sind so stark von der Trauer ergriffen, dass sie kaum in den Alltag zurückfinden,“ so Sozialarbeiterin Martina Zessin.

Die Beratung und Begleitung von Eltern in dieser schweren Lebensphase ist für die Mitarbeiterinnen bei EVA ein trauriger aber selbstverständlicher Teil ihres Auftrags. Mit dem Angebot der Telefonsprechstunde soll den Betroffenen ein unkomplizierter und unverbindlicher Zugang zu einem Gespräch ermöglicht werden.

Wie auch sonst für die Angebote von EVA gilt hier: Es ist kostenlos und unterliegt der Schweigepflicht.

Die nächsten Termine der Telefonsprechstunde: 21. und 28. November sowie 5. Dezember jeweils von 16 bis 17:30 Uhr unter der Telefonnummer (02 28) 22 72 24 25.

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