TuS Odendorf startet neues Großprojekt
Tennenplatz wird zum Kunstrasenplatz
Spatenstich mit Bürgermeister Eckhard Maack und Kommunalpolitikern
Odendorf. „Schön, dass es endlich losgeht“, freute sich nicht nur Bürgermeister Eckhard Maack darüber, dass mit dem offiziellen Spatenstich der Startschuss für die Umwandlung des Odendorfer Sportplatzes in einen Kunstrasenplatz fiel. Der TuS Odendorf sei damit die „Speerspitze in Sachen Kunstrasenplätze in der Gemeinde Swisttal“, denn weitere Kunstrasenplätze sollen folgen. Der Vorstand des TuS habe die Sache gut organisiert und bestens vorbereitet, das Team um den Vorsitzenden Werner Metzmacher habe das Projekt in Odendorf tatkräftig und professionell in die Hand genommen, so der Bürgermeister beim Spatenstich, dem auch zahlreiche Kommunalpolitiker aus der Gemeinde Swisttal beiwohnten.
Es sei schon über drei Jahre her, dass der TuS Odendorf einen Antrag bei der Gemeinde Swisttal gestellt habe, den renovierungsbedürftigen Tennenplatz in einen Kunstrasenplatz umzubauen, blickte Metzmacher auf die Historie zurück. Damals habe schon ein Finanzierungsmodell, die Baumaßnahme mit Eigenleistungen und einem vom Verein aufzunehmenden Darlehen zu unterstützen, zum Antrag gehört.
Im Auftrage der Gemeinde Swisttal werde der TuS Odendorf nun das komplette Bauvorhaben in Eigenregie als eigenverantwortlicher Bauherr ausführen. Dank eines „Amtshilfeersuchens“ der Swisttaler Gemeindeverwaltung bei den Kollegen in Meckenheim stehe dem Verein mit Peter Daube ein kompetenter Mitarbeiter der Nachbarstadt zu Verfügung, der bereits die beiden Kunstrasenplatzprojekte in Merl und in Altendorf-Ersdorf begleitet habe. Er soll das Projekt als Bauaufsicht stundenweise unterstützen.
Gemeinde hilft bei der Finanzierung
Die Kosten des Vorhabens belaufen sich auf 460.000 Euro. Die Gemeinde Swisttal unterstützt die Finanzierung des Vorhabens mit insgesamt 235.000 Euro, die in monatlichen Raten von 1000 Euro über einen Zeitraum von 20 Jahren überwiesen werden. Der TuS Odendorf hat darüber hinaus bei der NRW-Bank ein Darlehen in Höhe von 200.000 Euro aufgenommen. Die restlichen 25.000 Euro leistet der Verein als sogenannte „Muskelhypothek“, indem er selbst mit anpackt.
„Arbeitsreiche Monate liegen nun vor uns, aber wir freuen uns schon darauf“, betonte Metzmacher die Vorfreude im ganzen Verein.
In Kürze starte man mit den Vorbereitungsarbeiten, bei denen zunächst die Zuschauerbarriere entfernt werden soll, 350 Meter Grenzsteine rund um den Platz ausgebaut werden und auch die Betonhülsen für die Tore verschwinden sollen. Herausgerissen wird auch die alte Spinkleranlage zur Bewässerung des Tennenplatzes.
Mitte November wird der alte Platz abgetragen
Mitte November nehme die Kunstrasenplatz-Firma ihre Arbeiten auf. Die Mitarbeiter tragen zunächst den alten Platz ab, verlegen eine neue Dränage in 80 Zentimeter Tiefe und bauen dann den neuen Kunstrasenplatz auf. Rund um den Platz soll ein vier Meter breiter Streifen gepflastert werden, wo künftig die Zuschauer stehen sollen. Erhalten bleiben soll auch der alte Stromgeneratorschuppen auf der Stirnseite des Platzes, der künftig als Geräteschuppen genutzt werden soll. „Den werden wir allerdings renovieren und auch neu anstreichen“, verspricht Metzmacher. Auch die Sprunggruppe, die für den Schulsport genutzt wird, werde erneuert und in die neue Anlage integriert.
Weitere Paten werden gesucht
Metzmacher weist auch darauf hin, dass noch weitere Paten für den Kunstrasenplatz gesucht werden. Auf einem „virtuellen Fußballfeld“ im Internat auf www.rasenpaten.tus-odendorf.de können Anhänger und Förderer des Vereins Patenschaften zur Unterstützung des Kunstrasen-Projektes für kleines Geld erwerben.
