Deutsch-Texanische Gesellschaft
Thanksgiving traditionell
Montabaur. "Wir feiern Thanksgiving, das traditionelle Erntedankfest wie unsere Freunde in Amerika immer am vierten Donnerstag im November", begrüßte DTG-Vorsitzender Gerhard Wick die Teilnehmer in der Freimühle Girod. In den USA gehört dieses Fest zu den großen Familientreffen im Jahr, bei dem selbst große Entfernungen kein Hindernis bilden, um in der Familie zu sein. So erhielten auch Inge und Gerhard Wick am Vortag von Julita und Christof Wick Besuch aus New York. Und auch Ursula und Hans Hatzfeld, die in diesem Jahr in Texas waren, reisten von Dillenburg zu dem Treffen an.
Nach dem ersten harten Winter in der neuen Welt wandten sich die Pilgerväter hilfesuchend an die benachbarten Indianerstämme, die ihnen zeigten wie Mais und andere heimische Pflanzen angebaut werden. Die reiche Ernte des nächsten Jahres veranlasste die Pilgrims, ein Erntedankfest zu feiern. Dieses wurde zu einer Tradition, die immer mit einem Dankgebet beginnt.
Dieses sprach in diesem Jahr der aus Indien stammende Schönstattpater, Kaplan Praise Antony, der in München Theologie studierte und seit Juni dieses Jahres in Niederelbert wohnt. Er stellte heraus: „In der Dankbarkeit spüren wir, dass wir in Beziehungen leben“. Beziehungen, in denen wir geben und nehmen, in denen wir miteinander das Leben teilen.
Das ist ein guter Grund zur Freude. Wer denke, ihm stünde alles Empfangene zu, bleibe letztlich mit sich alleine. Durch den ausgedrückten Dank aber trete er aus seiner Einsamkeit heraus.
Dieses traditionelle Fest möchte die DTG weiterhin pflegen, sagte Gerhard Wick und freute sich über die große Beteiligung und aufgeschlossene Unterstützung der Teilnehmer. In entspannter Runde wurde an den einzelnen Tischen über die Aktivitäten der Gesellschaft dieses Jahres erinnert, den monatlichen Stammtischtreffen, der Ehrung von Horst Woitalla, einer Buchvorstellung von Ursula Hatzfeld in der Partnerstadt Fredericksburg unter Leitung von Rosemarie Mazanke, der Vorsitzenden des Sister City Vereins. Es wurde auch an den Vortrag von Dr. Michael Krekel zur Präsidentschaftswahl in den Staaten gedacht, der viele Amerikafreunde überraschte.
Bei der erst kürzlich durchgeführten Besichtigung der neuen Kunsthalle in Montabaur zum Motto „Kunst verbindet über Grenzen hinweg“ brachten sich Bernhilde und Gilbert Skrebutis sowie die Kulturwarte des WWV, Dr. Moritz Jungbluth und Guido Feig ein. Gäste aus Amerika und England sowie die Deutsch-Englische Gesellschaft konnten herzlich willkommen geheißen werden.
Unvergessen blieb auch der Besuch des Friedensmuseums und die Kapelle der Schwarzen Madonna in und bei Remagen, bei dem die deutsch-amerikanischen Beziehungen beleuchtet wurden. Freudig erinnerte man sich an den Schüleraustausch zwischen Schülern des Mons-Tabor-Gymnasiums von Montabaur mit der High-School in Fredericksburg, dem Besuch der Stadtbürgermeisterin Linda Langerhans bei Edmund Schaaf, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Montabaur im Rathaus und vieler anderer Begegnungen. Barbara Ortwein hat angekündigt, dass Sie im Januar 2017 ihre geschichtlichen Romane zur Auswanderung von Deutschland nach Texas in Montabaur präsentieren will.
