Allgemeine Berichte | 09.08.2022, 11:20 Uhr

Die Veterinäre der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz weisen auf Gefahren im Sommer hin.

Tiere bei Hitze nicht im Auto lassen

Symbolbild.  Foto: pixabay.com

Kreis MYK. Wenn sich das Thermometer jenseits der 30-Grad-Grenze einpendelt und die Sonne erbarmungslos niederbrennt, kann es für Hund, Katze, Meerschweinchen und Co. gefährlich werden. Darauf weisen die Veterinäre der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz hin.

Fehlt ein kühles Schattenplätzchen, ist die Frischluftzufuhr oder das Trinkwasserangebot nicht ausreichend, entsteht in den kleinen Tierkörpern ein Wärmestau, der dann schnell die Symptome eines Hitzschlags nach sich zieht. „Abgeschlagenheit, Unruhe oder Taumeln sind erste Alarmzeichen, die vom Tierbesitzer sofortiges Handeln verlangen. In einem solchen Fall muss das Tier sofort in den Schatten, besser noch in einen kühleren Innenraum, gebracht und mit frischem Trinkwasser und Frischluft versorgt werden“, so die Veterinärin Dr. Simone Nesselberger. Bei Krämpfen, Atemnot oder gar Bewusstlosigkeit besteht akute Lebensgefahr. Zeigt ein Tier diese Symptome, sollte es mit feucht-kalten Tüchern bedeckt sofort zum Tierarzt gebracht werden. Während des Transports ist es wichtig, auf ausreichende Luftzirkulation zu achten.

Gefährdet sind vor allem ältere oder herzkranke Hunde und Katzen wie auch hochträchtige und ganz junge Tiere. Sie sollten nicht der sengenden Mittagshitze ausgesetzt werden. Auch bei robust erscheinenden Tieren ist es ratsam, körperliche Aktivitäten immer auf die kühleren Tageszeiten zu verlegen.

Die Veterinäre weisen zudem auf die unterschätzte Hitzschlaggefahr bei Kaninchen, Meerschweinchen und Ziervögeln hin. Gerade Ziervögeln, deren Käfige oder Freigehege im Laufe des Tages der vollen Sonnenbestrahlung ausgesetzt sind, sollte permanent eine natürliche Schattenquelle zur Verfügung stehen. „Die handelsüblichen kleinen Schutzhäuschen aus Sperrholz sind als alleinige Schattenspender nicht ausreichend“, so Nesselberger. Weit verbreitet ist zudem der Irrglaube, Kaninchen und Meerschweinchen benötigen kein Trinkwasser. Dieser Irrtum kann im Hochsommer für die Tiere tödliche Folgen haben.

Erhöhte Hitzschlaggefahr droht allen Tieren, die bei hohen Außentemperaturen im Auto transportiert werden müssen. Autofahrten mit Haustieren erfordern daher eine sorgfältige Vorbereitung. Für längere Fahrten sollten die kühleren Tages- oder Nachtzeiten eingeplant werden. In das Reisegepäck gehören ein ausreichender Vorrat an Trinkwasser und mehrere, möglichst helle Tücher, die bei Sonneneinstrahlung angefeuchtet werden und als kalte Kompressen oder verdunstungsaktive Käfigabdeckung dienen können. Ist der Wagen durch längeres Stehen überhitzt, sind auch kürzere Autofahrten für Tiere belastend und sollten vermieden werden. Grundsätzlich gilt: Ein Tier darf niemals im geparkten Fahrzeug zurückgelassen werden – auch nicht für kurze Zeit. Offene Fensterspalten sind bei hochsommerlichen Temperaturen kein ausreichender Klimaschutz. „Da kommt es schnell zum Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Dabei gilt: Unwissenheit oder Gedankenlosigkeit schützt vor Strafe nicht. Man sollte bedenken, dass die Hitze für die Tiere eine Qual ist“, so Nesselberger abschließend.

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Mayen-Koblenz

Symbolbild. Foto: pixabay.com

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Imageanzeige
Stellenausschreibung Kennziffer 096/2026
Saisonstart und Disco Disco
Anzeige zu Video "Titel: Banking ohne Papierkram – so geht
Gärtner (m/w/d)
Tag der offenen Tür Freiwillige Feuerwehr Kripp
Tag der offenen Tür Freiwillige Feuerwehr Kripp
Empfohlene Artikel
Der Autor Günter Ewen mit seinem Buch. Fotos: AKS
16

Bad Breisig. Die Niederbreisiger Pfarrkirche Maria Himmelfahrt wurde am 6.Oktober 1726 geweiht und wird in diesem Jahr 300 Jahre alt. Zwei weitere Jubiläen in Zusammenhang mit der Kirche finden 2026 statt: vor 50 Jahren wurde der Kirchenanbau errichtet, und vor 200 Jahren kehrte die wertvolle Kreuzreliquie aus ihrem Versteck in Hönningen zurück in die Kirche.

Weiterlesen

Im festlichen Rahmen wurde das Jubiläum begangen. Fotos: SCH
45

Koblenz. Gemeinsam statt einsam! Die Begegnungsstätte des Deutschen Roten Kreuzes in der Koblenzer Altstadt feierte jetzt ihr 25-jähriges Bestehen. Im festlichen Rahmen mit vielen geladenen Gästen und vor allem den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern konnte das DRK ein Fest im würdigen Rahmen in den Räumen des „Café der Begegnung“ an der Liebfrauenkirche durchführen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Der Schängelmarkt zog mit seinen vielfältigen Attraktionen auch in diesem Jahr viele interessierte Besucherinnen und Besucher an. Fotos: SCH
729

Koblenz. Fast ein halbes Jahrhundert gibt es jetzt schon den Koblenzer Schängelmarkt. Mit seinen 48 Jahren gehört dieses Stadtfest zu einem der größten in Rheinland-Pfalz mit langer Tradition. Immer wieder verwandelt sich die Innenstadt in einen lebendigen Markt mit einem abwechslungsreichen und lebendigen Programm für alle Generationen. Am langen Wochenende vom 18. bis 20. September, inklusive verkaufsoffenem...

Weiterlesen

14jährige Salima Günther gewinnt U17 Turnier
317

Halle an der Saale. Nachdem Salima Günther schon das U16-Turnier in Düsseldorf gewinnen konnte, setzte sie am Wochenende in Halle an der Saale, beim bundesoffenen Sichtungsturnier der U17, unter den Augen des Bundestrainers Juan Ignacio Cuneo, noch einen drauf. Sie ließ sämtliche Konkurrentinnen in der Gewichtsklasse -63 kg hinter sich und stand am Ende des Tages ganz oben auf dem Treppchen. Der Bundestrainer lud sie daraufhin zu einem DJB-Lehrgang nach Leipzig ein.

Von Yamina Bouchibane aus UNKEL

Weiterlesen