Allgemeine Berichte | 07.12.2017, 16:46 Uhr

Tierschützer empfehlen ausführliche Information vor Tierkauf

Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke

Werden Tiere zu Weihnachten unüberlegt verschenkt, landen sie später häufig im Tierheim oder werden im schlimmsten Fall sogar ausgesetzt. Foto: Deutscher Tierschutzbund e.V.
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Bonn. Obwohl ein Hundewelpe oder ein Kätzchen häufig ganz oben auf dem Wunschzettel stehen, warnt der Deutsche Tierschutzbund zu Weihnachten vor dem Verschenken von Tieren. Ist die Aufnahme eines Tieres nicht gut durchdacht, führt die Konfrontation des Halters mit den tatsächlichen Ansprüchen des Tieres häufig dazu, dass die Tiere im Tierheim landen. Die Tierschützer empfehlen daher, sich immer gründlich und vor allem gemeinsam auf ein mögliches neues Familienmitglied vorzubereiten.

„Als Überraschungsgeschenk sind Tiere völlig ungeeignet“, erklärt Andrea Furler-Mihali, Fachreferentin für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund. „Wenn man merkt, dass Tier und neuer Besitzer doch nicht so gut harmonieren, dass das Tier mehr Geld kostet oder mehr Arbeit macht, als gedacht, kann man es nicht einfach wieder umtauschen wie einen Pullover oder ein Spielzeug.“ Die Tierschützerin empfiehlt daher, sich im Vorfeld ausführlich zu informieren und sich ein Tier ganz bewusst und in Absprache mit allen Beteiligten zuzulegen. Ein erster Gang lohnt sich dann immer ins Tierheim. Dort warten Tiere jeder Art und jeden Alters auf ein neues Zuhause. Das Know-how und die Erfahrung der Tierpfleger mit ihren Schützlingen können zudem helfen, das passende Tier zu finden.

Auch wenn die Entscheidung gut überlegt ist, ist Weihnachten mit all dem Trubel nicht der ideale Zeitpunkt für den Einzug eines tierischen Mitbewohners. Wer zu Weihnachten trotzdem etwas „tierisches“ verschenken möchte, kann zu guter Ratgeberlektüre über artgerechte Tierhaltung oder zu geeignetem Heimtierzubehör greifen.

Endstation Tierheim

Nach den Feiertagen oder im Laufe des neuen Jahres werden viele unüberlegt verschenkte Tiere in den Tierheimen des Deutschen Tierschutzbundes abgegeben. Die Gründe dafür sind vielfältig. Spontane Urlaubspläne, unerwartete Kosten oder einfach die bis dahin unbekannten Anforderungen an eine artgerechte Haltung der Tiere lassen die Freude über das neue Familienmitglied oft schnell vergehen. Oft bemerken Eltern auch erst zu spät, dass ein Großteil der Versorgung – das Füttern, das Säubern des Geheges oder das Gassi gehen – an ihnen hängen bleibt. „Selbst wenn ein Kind hoch und heilig verspricht, sich um das Tier zu kümmern, muss man als Elternteil immer darauf gefasst sein, einzuspringen. Ein Kind kann und darf nie alleine die Verantwortung für ein Haustier tragen“, sagt Furler-Mihali.

Pressemitteilung Deutscher Tierschutzbund e.V.

Werden Tiere zu Weihnachten unüberlegt verschenkt, landen sie später häufig im Tierheim oder werden im schlimmsten Fall sogar ausgesetzt. Foto: Deutscher Tierschutzbund e.V.

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