TersenVäle sang und unterhielt sich in die Herzen ihres Publikums
Tierische Abende in Holler
Holler. Zwei Abende in Männerhand unterhielten aufs Vortrefflichste. Zum Thema „einfach tierisch“ ließen sich die sieben Akteure allerhand einfallen. Von der etwas anderen Schöpfungsgeschichte, die Volker Illenseer sehr überzeugend vortrug, über Auszüge aus dem Tagebuch eines Katers, heimlich gelesen vom Katzenliebhaber Karl Wiedenmann, und anderen animalischen Beiträgen endete der erste Teil des Abends mit „Es lebt der Eisbär in Sibirien“. Hier galt es, die Anzahl der Tiere in diesem Lied zu schätzen. Einige Zuschauer gewannen Kazoos, die sie mit Ansingübungen in der Pause zum Klingen bringen übten.
Im zweiten Teil ging es mit „Ene Besuch im Zoo, oh, oh, oh, oh“ weiter, allerdings völlig neu interpretiert von Gottfried Meyer an der Gitarre und Felix Wilhelmi am Teekistenbass, ein wenig verswingt begeisterten sie ihre Zuhörer. Joachim Schneider zeigte mit dem kölschen Lied „Paar Daach fröher“ von BAP, dass auch leise Töne dazugehören. Ob es nach dem Vortrag über die Mastviehhaltung von Dietmar Eisenhuth den ein oder anderen Vegetarier mehr gibt? Jedenfalls hielt er mit seiner Redekunst das Niveau des Abends hoch. Und dann kamen die Kazoo-Amateure zum Einsatz: Voller Elan machte das Publikum beim Lied „We‘re going to the zoo“ von Tom Paxton mit, auch mit kleinen Sachen kann man großen Leuten Freude machen. Harald Gordetzki führte aus, welches Trink- und Spendierverhalten vom hiesigen Kirmesbesucher erwartet wird, extrem ernüchternd.
Mit Ulrich Roskis „Des Pudels Kern“ aus den 70ern, der vom zugelaufenen Hund und militärischer Verwechslungscharade handelt, gelang es den Freizeitkünstlern gleichzeitig zum Lachen und Nachdenken anzuregen.
Die Mitarbeiterinnen der Bücherei Holler/Untershausen dankten den Akteuren bereits zum 15. Mal für gelungene Abende – genauso viele Jahre spenden diese den Erlös zugunsten der Büchereiarbeit. Im jeweils voll besetzten Festsaal Holler wurden lautstark Zugaben gefordert, ob es danach noch weiterging „weiß der Geier oder weiß er nicht“.
