Allgemeine Berichte | 13.12.2017, 10:44 Uhr

Ralf Meuter leitet die Jugend beim Tischtennisclub Buschhoven e.V. an

Tischtennis nun bereits in der dritten Generation

Ralf Meuter beim Einzeltraining. Fotos: privat
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Swisttal-Buschhoven. 1970 und 1972 wurden die beiden „Urvereine“ des heutigen TTC Buschhoven gegründet, der somit auch der älteste Tischtennisverein in Swisttal ist. Seinerzeit begründete Willi Meuter, der Vater von Ralf Meuter, den Tischtennisverein mit. Quasi von Geburt an war Letzterer dann bereits am Vereinsgeschehen mitbeteiligt.

Der heute 46-jährige gelernte Verwaltungsfachwirt fing dann letztlich selbst mit fünf Jahren mit dem Tischtennissport an. In den über 40 Jahren kann er gerade in den Anfangsjahren auf den ein oder anderen Erfolg zurückblicken, sogar eine Teilnahme bei den Westdeutschen Meisterschaften war mit dabei.

Jugendarbeit liegt ihm am Herzen

Das ist es aber letztlich gar nicht, was ihm wichtig ist, sagt er selbst über sich. Vielmehr liegt ihm der Verein und vor allem die Jugendarbeit am Herzen. Hier ist er seit mehr als 30 Jahren im Vorstand aktiv tätig. Mit 16 Jahren begann er dort, eben genau als stellvertretender Jugendwart. Über die vielen Jahre hat der heutige 1. Vorsitzende des TTC bereits letztlich alle Posten inne gehabt. Er half immer da aus, wo „Not am Mann“ war. Zu „Hoch-Zeiten“ hatte der Verein knapp 100 Mitglieder, heute sind es rund die Hälfte, die Zahlen steigen aber wieder, seit im März 2017 die Jugendarbeit wieder neu konzipiert wurde. Mit Manfred Engel steht ihm nunmehr der 5. Vereinskamerad in all den Jahren zur Seite, um die Jugendarbeit gemeinsam zu gestalten. Tischtennis gespielt haben sicherlich die meisten von uns irgendwann. Dennoch könnten es mehr sein, die den Sport regelmäßig ausüben, der sowohl die Konzentration, den Gleichgewichtssinn, die Koordination und vieles mehr fördern. Ein Sport für „Jung und Alt“, beim TTC von 7 bis 80 Jahren. Ein Sport, der nicht teuer ist und in dem man schnell erste Fortschritte erzielen kann, so dass man zügig untereinander spielen kann. „Mittlerweile gibt es sogar Tischtennisschläger mit verkürztem Griff“, erklärt der fachkündige Trainer, „die den Kleinsten das Spielen erleichtern“. Auch verfügt der Verein u.a. über spezielle kindgerechte kleinere Platten und eine Ballmaschine, die das Training zusätzlich interessanter gestalten.

Ohne Jugend, kein Vereinsleben

Was es bedeutet, keine Jugendarbeit zu betreiben, musste der Verein schmerzlich feststellen, da er dies in den letzten Jahren mangels Hallenzeiten nicht nach seinen Vorstellungen umsetzen konnte. Die Mitgliederzahlen brachen ein, auch wenn man den Sport bis ins hohe Alter spielen kann. „Von seinen früheren Jugendlichen und Wegbegleitern“, die heute selbst bereits eigene Kinder haben, sind nur noch wenige übrig. Umso mehr ist Ralf Meuter stolz darauf, dass sein eigener Sohn Nico nun über die Kooperation mit der Grundschule am Burgweiher in Buschhoven selbst zum Tischtennissport gefunden hat. Auch die beiden Patentöchter, Lara und Lisa, sind seither aktiv dabei, aber auch viele andere Kinder aus den umliegenden Orten. So hat der Verein in den letzten Monaten großen Zuwachs von Kindern im Alter von 7 bis 11 Jahren aus Buschhoven, Morenhoven, Heimerzheim, Flerzheim und Rheinbach bekommen. Es hat sich mittlerweile herum gesprochen, dass „was los ist beim TTC“ und somit hat der Verein sein selbst gesetztes Ziel zum Jahresende „30 Kindern gewonnen zu haben“, bereits überschritten. Natürlich steht und fällt letztlich die Jugendarbeit mit den Trainern. Hier scheinen sich die Kinder aber sehr gut aufgehoben zu fühlen und sind immer in großer Zahl bei den diversen Veranstaltungen des Vereins dabei. So veranstaltet das Betreuerteam um Ralf Meuter, zu dem auch die beiden Ehefrauen der Trainer zählen, regelmäßig Ausflüge ins Schwimmbad, mit dem Fahrrad oder machen sonstiges, was insbesondere zur Teambildung wichtig ist.

„Wir sind eine große Gemeinschaft“

Teambildung ist etwas, das Ralf Meuter über die Jahre immer mehr im Fokus hatte. In den Glanzjahren des Vereins hatte er bereits eine Mädchenmannschaft zur Teilnahme an den Westdeutschen Meisterschaften coachen können. Damals war der Verein quasi eine Hochburg für das Mädchentischtennis in der Region. Rückblickend sagt R.M.: „Es wird immer einen Verein geben, der über mehr finanzielle Mittel verfügt, ein besseres Hallenangebot hat oder aus anderen Gründen Jugendliche zu sich abwerben kann“. Daher ist es dem 1. Vorsitzenden und Jugendtrainer heute umso wichtiger, dass sich die Kinder in der Gemeinschaft wohlfühlen und letztlich auch aus diesem Grund dem Verein verbunden bleiben. „Und das merkt man“, wie selbst Lehrer und Außenstehende jüngst anmerkten. Seinen Trainerschein hat Ralf Meuter vor gut 25 Jahren beim WTTV abgelegt und seither so manche Fortbildung besucht. Auch ein Schiedsrichterschein, Fortbildungen bei der Verwaltungsberufsgenossenschaft, 1. Hilfekurse, ein Organisationsleiterschein sowie ein Gruppenleiterschein über das Kreisjugendamt folgten. Dies alles stellen zweifelsohne wichtige Qualifikationen dar, viel wichtiger aber ist heute mehr denn je das Herzblut und Engagement, was in die Jugendarbeit gesteckt wird. Davon hat Ralf Meuter sicherlich ebenfalls mehr als genug. „Zufrieden K.O.“ ist ein Ausdruck, den er gern in Zusammenhang mit der Vereinsarbeit benutzt. „K.O.“, weil es doch manchmal recht viel ist, was da auf die Beine gestellt wird, sei es im Verein selbst, mit der Jugend im Speziellen oder auch in Kooperation mit der Grundschule bzw. anderen Vereinen und Verbänden. „Zufrieden“ aber dennoch und daher möchte Ralf Meuter dies auch eigentlich nicht missen, denn für ihn gibt es nichts Schöneres, als wenn er die Kinder glücklich sieht und damit verbunden nicht nur etwas mit seiner Familie und seinen Patenkindern unternommen hat, sondern auch für die Gemeinschaft aktiv war.

Sponsorensuche

Für die Jugendarbeit sind aber auch Sponsoren heute vielleicht wichtiger denn je. So konnte der Verein bereits Banken und Gewerbetreibende gewinnen, die Tischtennisplatten finanziert haben, eine Ballmaschine oder auch Trikots. Dinge, die ein verhältnismäßig kleiner Verein nicht allein stemmen kann. Umso mehr ist man von Vereinsseite weiterhin auf der Suche, um noch zusätzliche Platten für das Jugendtraining anschaffen zu können sowie Trainingsanzüge für die Meisterschaftsspiele ab Januar 2018.

Ralf Meuter im Kreis seiner Jugendlichen.

Ralf Meuter im Kreis seiner Jugendlichen.

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