Allgemeine Berichte | 10.01.2024

Alt-katholische Pfarrgemeinde St. Jakobus in Koblenz

Todestag von Amalie von Lassaulx

Koblenz. Am Sonntag, 28. Januar gedenkt die alt-katholische Kirchengemeinde St. Jakobus in Koblenz um 11 Uhr im Gottesdienst in der Jakobuskirche in Koblenz-Asterstein in der Goebensiedlung der am 28. Januar 1872 verstorbenen Bekennerin Amalie von Lassaulx. Der Gottesdienst wird von Prof. Angela Berlis, Bern, und Pfarrer Ralf Staymann geleitet. Angela Berlis hat sich intensiv mit dem Leben der Tochter des Baumeisters Claudius von Lassaulx beschäftigt und wird die Predigt halten. Im Anschluss an den Gottesdienst hält Prof. Berlis im Rahmen des 150-jährigen Jubiläums der Gemeinde Koblenz einen Vortrag zum Thema:

„Neben Amalie von Lassaulx sind dies Oberlehrer Theodor Stumpf und Geheimrat Julius Wegeler, ehemaliger Weinbaupräsident und Geschäftsführer der Wein- und Sektkellerei Deinhard. Gäste und am Altkatholizismus Interessierte sind willkommen. Weitere Informationen: koblenz.alt-katholisch.de.

Im November 1871 wurde die Koblenzerin, die lange Jahre als Oberin Augustine das Bonner Johannes-Hospital leitete, exkommuniziert und aller Ämter enthoben. Die Tochter des Baumeisters Claudius von Lassaulx war nicht bereit, die auf dem Ersten Vatikanischen Konzil 1871 festgelegten sogenannten päpstlichen Dogmen - das Unfehlbarkeitsdogma und das Jurisdiktionsprimatsdogma - zu akzeptieren. Sie konnte diese neuen Glaubenssätze in ihrem Gewissen nicht nachvollziehen und geriet dadurch in Konflikt mit ihren geistlichen Vorgesetzten. Amalie von Lassaulx stellte sich auf die Seite der altkatholischen Reformbewegung, die bis heute in den altkatholischen Bistümern mit zahlreichen Gemeinden im In- und Ausland die päpstlichen Dogmen ablehnt und die altkirchliche bischöflich-synodale Struktur bewahrt. Die exkommunizierte Ordensfrau wurde nach einem schweren Lungenleiden im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Vallendar aufgenommen und starb dort vor genau 150 Jahren im Alter von 58 Jahren. Ihr Leichnam wurde zwei Tage später auf dem Rhein nach Weißenthurm überführt und im Familiengrab derer von Lassaulx beigesetzt. Nur wenige Menschen gaben ihr das letzte Geleit, darunter die Fürstin von Wied, die als erste eintraf und den Sarg am Rheinufer fand. Ein kirchliches Begräbnis blieb der mutigen Ordensfrau zwar verwehrt, doch empfing sie die damals üblichen Sterbesakramente von einem Bonner Priester, der sich schon früh zum altkatholischen Glauben bekannt hatte. Bis 2013 befand sich im Geburtshaus der Amalie von Lassaulx in der Clemensstraße 2 in Koblenz der Gemeindesaal der alt-katholischen Gemeinde St. Jakobus, die zum katholischen Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland gehört und seit 2013 ihre Kirche im Stadtteil Asterstein in der Goebensiedlung hat. Weitere Informationen über die reformierte alt-katholische Kirche gibt es auch im Internet unter www.alt-katholisch.de. BA

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