Städtische Bewegungskita St. Anna Remagen
Tolle Projekte wurden umgesetzt
Remagen. Zwei besondere Projekte fanden kurz vor den Sommerferien in der Städtischen Bewegungskita St. Anna in Remagen statt. Sie wurden von Praktikantinnen geleitet: . Die Bambini St. Anna spielten eine Fußball-Mini-WM und die Theaterkinder präsentierten das Märchen Dornröschen als Theaterstück.
Beiden Projekten ging zunächst im Gruppengeschehen die Beobachtung einer für die Kinder bedeutsamen Situation voraus. Auf der Grundlage dieser Beobachtung veranstalteten beide Praktikantinnen mit den Kindern, die sich freiwillig gemeldet hatten, Kinderkonferenzen.
Ganz demokratisch diskutierten die Kinder, wie ihr Projekt umgesetzt werden sollte. Auch einen Namen für ihre Gruppe suchten sie sich selber aus.
So setzte Mercedes Orobio mit den Bambini St. Anna ihre Ideen und Wünsche um. Sie hatte im Vorfeld beobachtet, dass für viele Kinder die aktuelle Fußball-WM in Russland ein wichtiges Thema war. Dazu passend trat als Erkennungsbild für die Bambini St. Anna der kleine Wolf aus Russland auf, der, wie bei den Großen, als Maskottchen im Fußball Glück bringen sollte. Alle Bambini-Kinder malten zuhause Fußballbilder, die in der Kita ausgestellt wurden. Als Höhepunkt des Projekts fand in der Turnhalle ein Mini-Fußball-Turnier statt. Viel Spaß hatten die jungen Kicker beim Spielen mit dem Ball. Damit auch alles geordnet zuging, hatte Frau Orobio vorher in einer weiteren Kinderkonferenz mit den Bambini die wesentlichen Fußballregeln besprochen und auf einem Plakat aufgemalt. Besonders wichtig war allen das Thema Fairplay.
Zum Schluss des Projektes bastelten sich alle Bambini einen eigenen Tischkicker aus Kartons, Holzstäben und Wäscheklammern. Stolz nahmen die Bambini St. Anna ihre Fußballkicker zur Erinnerung mit nach Hause.
Ein ganz anderes Projektthema behandelte Stephanie Paul mit „ihren“ Theaterkindern. Frau Paul hatte beobachtet, dass einige Kinder im Rahmen des gerade in der Kita behandelten Themas „Märchen“ immer wieder selbst die Handlung einiger Märchen nachspielten. Besonders das Dornröschen hatte es den Kindern angetan. In der ersten Kinderkonferenz fiel deshalb schnell der Entschluss: Wir wollen das Märchen vom Dornröschen als Theaterstück vorspielen. Nach vielen Proben fand schließlich die große Aufführung statt. Alle Kinder, Erzieherinnen und Erzieher hatten Platz genommen in der eigenen Turnhalle. Dort waren Kulissen aufgebaut und daneben warteten aufgeregte Kinder aus der Katzengruppe auf ihren Auftritt.
Viel Arbeit war im Vorfeld der Aufführung geleistet worden. Die Kinder gestalteten Eintrittskarten und malten große Plakate. Sie stellten Kostüme zusammen und ergänzten sie durch selbst gebastelte Kronen und Feen-Hüte. Es wurde geprickelt, geschnitten und gemalt. So entstand ein großes Spinnrad aus Karton und auch die blühenden Dornenranken wuchsen unter fleißigen Kinderhänden. Frau Paul schrieb die Rollen-Texte für die Märchenfiguren. Die Rahmenhandlung wurde ergänzt durch das bekannte Kinderlied: „Dornröschen war ein schönes Kind“. Doch die Arbeit hatte sich gelohnt: Mit großem Applaus bedankte sich das St. Anna-Publikum für die gelungene Dornröschen-Aufführung und die Theaterkinder und Frau Paul strahlten um die Wette.
