Erste gesamtstädtische närrische Schlüsselübergabe in der Rheinhalle war rundum gelungen – Aktive Karnevalisten aus den Ortsteilen Hand in Hand
Tollitäten aus dem Stadtgebiet erhielten nach gelöstem Rätsel den Stadtschlüssel von Bürgermeister Björn Ingendahl
Schlüssel wird zwischen den Gesamtstadtregenten weitergegeben - Tolles Programm mit schmissigen Klängen und spitzenmäßigen Tänzen aus Remagen und den Ortsteilen begeisterte das große Publikum
Remagen. Die Premiere am Sonntag mit der närrischen Schlüsselübergabe war rundum gelungen. Erstmalig wurde sie von einem gesamtstädtischen Arbeitskreis ausgerichtet. Dieser Arbeitskreis für das Stadtgebiet Remagen setzt sich zusammen aus jeweils einem Vertreter der KG Narrenzunft Remagen, des Stadtsoldatenkorps Remagen, des SV Kripp mit seiner Karnevalsabteilung, der Hafengarde Oberwinter, der Rheinhöhen-Funken Remagen und der Rot-Weißen Funken Unkelbach. Dieser Arbeitskreis hat die närrische Schlüsselübergabe nicht nur organisiert, sondern auch gemeinsam durchgeführt. Eine Supersache, bei der vor allem Eines galt:“Wir arbeiten im Karneval Hand in Hand“. Und dies war dem Arbeitskreis um Leiterin Nina Wiest, die am Sonntag die Schlüsselübergabe glänzend moderierte, bestens gelungen. Nicht nur die Organisatoren kamen, frei nach dem Motto „Über den Kirchturm hinausdenken“ aus allen Ortsteilen, auch das knatschjecke und fast durchweg bunt kostümierte Publikum, unter ihnen auch die KG-Senatoren in römischen Roben, in der fast voll besetzten Narrhalla kam zu großen Teilen aus allen Remagener Ortsteilen. Doch es gab auch einige auswärtigen Gäste wie beispielsweise die KG Närrische Buben aus Sinzig oder die KG Schinnebröder Bad Neuenahr.
Jeckes Programm
Den Auftakt im närrischen Programm machte der Einzug des Planungsgremiums. Hier konnte Nina Wiest von den Rot-Weißen Funken Unkelbach als Vertreter der närrischen Mitstreiter Lisa Sowa von den Stadtsoldaten/Prinzengarde Kripp, Tobias Sulzer von der KG Narrenzunft Remagen, Tanja Patella von den Stadtsoldaten Remagen, Michael Meyer von den Rheinhöhen-Funken Oedingen und Dominic Bongart von der Hafengarde Oberwinter willkommen heißen. Gleich im Anschluss eroberten auch alle Tollitäten des Stadtgebietes mit kleinem Gefolge die Bühne. Mit dabei Kinderprinz Julian aus Oedingen, Kinderprinz Leon-Marcel aus Remagen, das Remagener Prinzenpaar mit Prinz Klaus-JürgenAlfter und Prinzessin Bettina van Mierl sowie das Kripper Dreigestirn mit Prinz Quick, alias Ralf Mostert, Bauer Holly, alias Holger Achenbach und Jungfrau Marie, alias Marc Tiltmann. Alle hatten natürlich ihren Hofstaat dabei. Die musikalische Begleitung der beiden Einmärsche oblag dem Spielmannszug Rheinklänge Remagen unter der Stabführung von Adi Görres und dem Tambourcorps Oberwinter unter Fred Jonen.
Zur Schlüsselübergabe blieben dann die Tollitäten auf der Bühne und als Stadtoberhaupt kam Bürgermeister Björn Ingendahl hinzu, der den Stadtschlüssel zunächst fest in seinen Händen behielt. Es galt es für die Tollitäten mittels eines Glücksrades mit Buchstaben ein Rätsel, einen markanten Satz, zu lösen. Der lautete letztlich „Remagen im Fastelovend dat sin mer all“. Die erste, die dann nach dem städtischen Schlüssel, vom Bürgermeister gereicht, griff, war Prinzessin Bettina. Am Weiberdonnerstag wird er eh an die Möhneschar um Obermöhn Ulla Fuchs gehen. Im Anschluss wird der Schlüssel jeweils weitergereicht. Zum Karnevalszug am Samstag geht er nach Kripp und zum Karnevalszug am Sonntag wieder nach Remagen.
Nach diesem offiziellen Teil begann das Programm mit dem Einzug der Remagener Stadtsoldaten unter Kommandant Michael Tillmann und dem Musikkorps der Stadtsoldaten unter Regimentskapellmeister Frank Weis. Zur Überraschung aller spielten sie auf der Bühne erst das Remagener Martinslied „Hillijet zante Määtes“. Dazu zog die Remagener Obermöhn Ulla Fuchs als Gänseliesel, wie vor vielen Jahren beim Martinszug, ein. Damit erfüllte sie einen Paragraphen des Remagener Prinzenpaares. Mit dabei hatte sie als Sankt Martin Tobias Sulzer und als Vertreterin der Martinskinder mit Laterne die Trainerin der Magic Dancers der KG Narrenzunft, Jenny Schüller. Nach der gelungenen Paragraphenerfüllung begeisterte das Stadtsoldaten-Musikkorps mit schmissigen Klängen und die Gardemädchen tanzten sich in die Herzen der knatschjecken Narren, ebenso wie die Prinzengarde Kripp und die Showtanzgruppe der Rot-Weißen Funken Unkelbach.
Das Publikum zollte für Tanz und Musik immer wieder stehende Ovationen zum Dank. Auch die Oberwinterer Hafengarde begeisterte mit einem akrobatischen Tanz, ebenso wie die Magic Dancers. Und auch aus dem Rheinhöhen-Ort begeisterte tänzerisch die Garde, bevor die Jeckediz aus Bad Neuenahr mit den Hits kölscher Bands und Eigenkompositionen den Saal restlos rockten. Und gerne nahmen die Narren im Saal die After-Party mit Wahnsinn Total an, die wieder einmal die Veranstaltung bestens musikalisch begleitet hatten. Und danach ging es dann ans Aufräumen. Und auch da war es sicher gut, dass dies gesamtstädtisch und gemeinsam angegangen werden konnte. AB
Die Tollitäten aus Remagen, Kripp und Oedingen werden auf der Bühne und im Publikum gefeiert.
Nina Wiest (l.) als Leiterin des gesamtstädtischen Karneval begrüßt die Vertreter der teilnehmenden Vereine: v.l: Lisa Sowa (Stadtsoldaten/Prinzengarde Kripp), Tobias Sulzer (KG Remagen), Tanja Patella (Stadtsoldaten Remagen), Michael Meyer (KG Oedingen) und Dominik Bongard (Hafengarde Oberwinter).
Nina Wiest wird von Bürgermeister Ingendahl für ihr Engagement für den gesamtstädtischen Karneval ausgezeichnet.
