Allgemeine Berichte | 22.11.2017

Ausverkauftes Haus beim Jahreskonzert der Blasorchester der Musikschule Voreifel

Tomburg Winds erobert Jungholzhalle

Meckenheim. Erstmalig in der neu errichteten Jungholzhalle empfingen die Tomburg Winds Blasorchester der Musikschule im VHS Zweckverband Voreifel (TW) ihr Publikum. Am Ende eines zweieinhalbstündigen Programms konnte man 700 begeisterte ZuhörerInnen beobachten, klatschend und tanzend vor und neben ihren Sitzen auf die Melodien von Earth Wind And Fire. Unter ihnen sämtliche Bürgermeister der Region, teilweise mit Ehepartnern.

Die TW hatten es wieder einmal geschafft: Der Funke war übersprungen und alle Vorbereitung hatte sich gelohnt.

Zu Beginn des Abends ertönten die wunderbaren Melodienbögen des Chorals „Beautiful Savior“ („Schönster Herr Jesu“) von James Swearingen. Georg Heide am Dirigentenpult stimmte mit dem Jugendorchester auf ein facettenreiches Konzert ein.

Alles, was rund um die Stücke, die Leiter, die MusikerInnen und das Projekt insgesamt von Interesse sein konnte, griff Moderator Roland Keil zwischen den einzelnen Werken auf und reicherte das Konzert um vieles Wissenswerte an.

Bereits das zweite Stück „Shackelford Banks – Tale Of Wild Mustangs“ von Jay Bocook war deutlich stärker rhythmisiert als das Eingangswerk und man hörte förmlich die „Pferde galoppieren“. Mit „Happy Cyclist“ von Ted Huggens wurde - wie der Name schon sagt - die Tour eines Fahrradfahrers thematisiert, instrumental umgesetzt mit Hilfe einer Fahrradklingel (Luis Becker), die in diesem Werk sehr präzise dominierte. Schmissig verabschiedete sich das Ensemble mit „The Best Of Queen“, einem Medley der gleichnamigen Gruppe, arrangiert von Paul Murtha.

Anrührend empathisch und dennoch professionell

Nun folgten die jüngsten OrchestermusikerInnen der Musikschule unter der Leitung des Komponisten Andrew Noah Cap. Anrührend empathisch und dennoch professionell verstand er es, den Kindern ihre Scheu zu nehmen, sie während ihres eigenen Auftritts zum Lachen zu bringen und somit ein fröhliches Miteinander-Musizieren trotz großen Publikums im dunklen Zuschauerraum zu ermöglichen. Im jungen Alter sind Lampenfieber und Aufregung die größte Hürde vor einem gelungenen Auftritt. Hier jedoch forderte das Publikum sogar eine Zugabe, da die Hürde so bravourös genommen worden war.

Nach der Pause fanden sich die Zuschauer im komplett abgedunkelten Saal wieder. Einzig die Spots an den Notenpulten leuchteten verheißungsvoll. Und dann waren aus dem Nichts Klänge hörbar, leise Rhythmen, die sich in Sound und Intensität steigerten bis mit einem Schlag und dem Erleuchten des Saals klar war: wir waren mittendrin in der Musik von Michel Jacksons „Thriller“, mittendrin in dem großartigen Klangkörper der Sinfonischen Blasorchesters. Unter der Leitung von Adi Becker hatte der letzte Teil des Abends begonnen. Den Solopart übernahm hier an der Querflöte souverän Thomas Schüller. Adi Becker, selbst Posaunist der Bundeswehr Bigband, moderierte und erklärte sowohl die Werke als auch die Arbeit des Orchesters, der Hintermänner und -frauen, die alle zusammen mithelfen, damit ein solcher Abend gelingen kann. Und das passiert bei den Tomburg Winds seit nunmehr 17 Jahren mit ständigem Fortschritt in allen Bereichen. Das Publikum erfuhr, dass das Sinfonische Blasorchester erst vor wenigen Wochen von einem renommierten Wettbewerb in Balingen mit der Auszeichnung „Hervorragend“ in der Kategorie Oberstufe zurückgekehrt war. Im Folgenden präsentierten die MusikerInnen eindrucksvoll die beiden anspruchsvollen Wettbewerbsstücke „Appalachian Ouverture“ (komp. James Barnes) und „Fantasy Tales“ (Komponist Piet Swerts).

Und auch Arrangeure finden sich unter den Tomburg Winds Musikern: „Backdraft“ von Hans Zimmer wurde von dem Orchestermitglied und Saxofonist David Witsch für das Orchester umgeschrieben, ein Zugewinn für die klangliche Umsetzung des Werkes.

Nächster Höhepunkt war das Werk „Gonna Fly Now“ (arr. Naohiro Iwai) solistisch umgesetzt von Gasttrompeter Richard Didden, der in der Lage ist, die Töne in viergestrichener Oktave, wie sie in diesem Werk gefordert sind, brillant hervor zu zaubern. Solistisch ergänzt wurde die Trompete von Justus Maaßen am Keyboard.

„The Best Of Earth Wind And Fire“ (arr. Peter Klein Schaars) setzte den offiziellen fulminanten Schlussakkord, mit dem sich das Publikum allerdings keineswegs zufrieden gab. So zauberte Adi Becker nach dem offiziellen Dankeschön der Musiker an alle Dirigenten einen Marsch aufs Notenpult, denn „kein Blasorchester ohne Marsch“. Der Marsch wurde honoriert, aber eine zweite Zugabe dennoch gefordert und so endete der Abend wie eingangs beschrieben: mit den schmissigen Rhythmen von „Earth Wind And Fire“ und einem entfesselten Publikum, geeint in der Musik junger Menschen aus den eigenen Reihen.

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