Fußball-Bezirksliga Ost
Torschütze Manuel Rott rettet einen Punkt
VfB Linz – SG Rennerod/Irmtraut/Seck 1:1 (0:0)
Linz. Am neunten Spieltag der Fußball-Bezirksliga Ost leistete sich der ambitionierte VfB Linz einen überraschenden Ausrutscher, kam gegen das Schlusslicht SG Rennerod/Irmtraut/Seck über ein 1:1 (0:0)-Remis nicht hinaus. „Das war unser schlechtestes Saisonspiel“, urteilte ein enttäuschter VfB-Trainer Behar Prenku. „Allerdings trafen wir auf eine mutige und selbstbewusste Renneroder Elf, die keinem Zweikampf aus dem Weg ging.“ So entwickelte sich in der ersten Halbzeit eine Partie auf Augenhöhe, die sich überwiegend zwischen den beiden Strafräumen abwickelte. Lediglich Standardsituationen brachten die beiden Keeper Jan Lück (VfB) und Joshua Zey (SG) in den Mittelpunkt des Geschehens und hatten die Gelegenheit ihre Qualitäten unter Beweis zu stellen. In der zweiten Halbzeit wurden die Linzer ihrer Favoritenrolle endlich gerecht. So war es Manuel Rott (61.), der nach einer Flanke von Manuel Simons mit einem Kopfball an SG-Torwart Zey scheiterte. Zwei Minuten später war es Simons selbst, der mit einem 18-Meter-Distanzschuss das Ziel knapp verfehlte. Dass plötzlich aus dem Gästelager Torjubel zu vernehmen war, dafür sorgte Kevin Schmiedke in der 65. Minute. Ein Schuss von Maximilian Strauch wurde von VfB-Torwart Lück abgewehrt, den Nachschuss hämmerte Schmiedke an den Pfosten, ehe er den Abpraller zur 1:0-Führung der Hellinghausen-Truppe einnetzte. Die Platzherren zeigten sich aber nicht beeindruckt und drängten vehement auf den Ausgleich. So verpasste Manuel Rott (69.) per Kopfball das 1:1 nur knapp. Drei Minuten später hatte er Pech mit einem Pfostenschuss. In der 80. Minute war es endlich soweit: Nach einem langen Pass aus der eigenen Hälfte kam Manuel Rott an den Ball und lochte zum 1:1-Endstand ein. Kurz vor dem Abpfiff hatte Simons (90.+1) noch den Siegtreffer auf dem Fuß, scheiterte aber am starken Zey. „Vor dem Spiel hätte keiner etwas auf uns gegeben. Wir haben eine starke kämpferische Leistung gezeigt und ein Zeichen gesetzt. Wer in Linz einen Punkt holt, der zeigt, dass die Mannschaft lebt“, freute sich Rennerods Spielertrainer Björn Hellinghausen. Sein Linzer Trainerkollege Prenku analysierte: „Im Vergleich zu den letzten Wochen haben wir heute einen Punkt gewonnen, und nicht zwei verloren. In der Vergangenheit hatten wir oft Pech, aber heute hatten wir Glück, dass wir noch ein Unentschieden geholt haben. Kein Vorwurf an die Jungs. Heute waren fünf Stammspieler verletzungsbedingt nicht dabei. Mit unserem kleinen Kader ist momentan nicht mehr drin.“
Die Kaiserberger gehören jetzt mit den punktgleichen SG Ahrbach und TuS Burgschwalbach zu den engsten Verfolgern von Spitzenreiter SV Hundsangen. Die Prenku-Elf steht deshalb am kommenden Sonntag um 15 Uhr vor einer interessanten und schweren Aufgabe, wenn die Reise nach Hundsangen geht.
VfB Linz: Lück, Jelinic, Dillmann, Becker, Miezi (63. Lemke), Manuel Rott, Salz (72. Vogt), Moritz Rott, Baftija, Böcking, Simons.
SG Rennerod/Irmtraut/Seck: Zey, Sehner, Musaqi, Herkersdorf, Strauch, Walkenbach, Backes, Heintze, Schmiedke (83. Thomas), Hellinghausen (75. Trinz), Schneider (62. Oettgen).
Schiedsrichter: Yannis Bernhard (Thür).
Zuschauer: 120.
Torfolge: 0:1 Kevin Schmiedke (65.), 1:1 Manuel Rott (80.). LS
