Allgemeine Berichte | 11.10.2017

Eifelverein Andernach war unterwegs

Tour in den Teutoburger Wald wurde zum Abenteuer

" Wir wussten nicht, ob wir wirklich alle heil ankommen"

Das Wetter konnte sie nicht aufhalten: Die Damen und Herren des Eifelvereins aus der Bäckerjungenstadt Andernach kam heil am Ziel an. privat

Andernach. Einmal mehr stellten die Mitglieder des Eifelvereins Andernach ihre Wetterfestigkeit und die Freude an der Bewegung in der Natur auch bei Sturm und Regen unter Beweis. Am Morgen der Wanderung holte der gut gelaunte Busfahrer Thomas Gebenroth die Geysirstädter am Bahnhof ab und brachte die 34 Teilnehmer umfassende Gruppe sicher bis vor die Tür des Hotels „Zur Burg Sternberg“ in Extertal. Neben Schwimmbad und Sauna bot das Haus hervorragendes Essen und einen besonders freundlichen, aufmerksamen Service, der insbesondere dem abends in den Kutscherstuben allein zuständigen humorvoll jovial aber dabei überaus professionell agierenden Restaurantchef zu verdanken war. An diesem Tag blieb nur Zeit für einen kleinen Rundgang. Am nächsten Tag wurden die Mitglieder des Eifelvereins mit kaltem Nieselregen und heftigen Windböen begrüßt. Von der Sparrenburg in Bielefeld wanderten sie größtenteils durch Buchenwald und über feuchte, blätterbedeckte Wege. Die Mittagsrast verbrachten wir wie die Sardinen in der Büchse in einer sehr kleinen Schutzhütte. Danach hatte das Wetter ein Einsehen und schickte ab und zu ein paar spärliche Sonnenstrahlen, die dann umso wärmer und angenehmer erschienen. Über der Wandergruppe schwankten die Wipfel der Bäume. Dennoch kamen alle unversehrt und wohlgemut am Zielort Oerlinghausen an. Am Freitag nahmen wir die zweite Etappe von Oerlinghausen bis zum Hermannsdenkmal in Angriff. Nach anfänglichem Genieselt hörte der Regen ganz auf und so genossen die Eifelaner aus der Bäckerjungenstadt wunderbar ruhiges herbstlichen Wanderwetter. Umgestürzte Bäume versperrten ihnen nachhaltig und auf großer Länge den Weg, sodass sie sich gezwungen sahen einen gefährlichen An- und Abstieg über einen Steilhang in Kauf zu nehmen. Gut ,dass Wanderführer Gabriel seinem Namen alle Ehre machte und eine abrutschende Wanderschwester geistesgegenwärtig auffing. Die letzte Etappe vom Hermannsdenkmal bis zu den Externsteinen und weiter bis Horn-Bad Meinberg musste dann aber doch wegen des erneut drohenden Regens und dem glitschigen Untergrund verkürzt werden. Einen Kilometer stapften alle durch die reinste Wildschweinsuhle. Schwere Maschinen hatten mit ihren Reifen tiefe Gräben in den sandigen Boden gerissen und den Weg in schwarzen Morast verwandelt. Nach dem verdienten Abendessen feierten manche noch bis in die frühen Morgenstunden. Am Sonntagmorgen stand der hilfsbereite Fahrer, der sich weit mehr einsetzte als in seinem Dienstvertrag steht, schon am Bus, um das Gepäck zu verladen. Nach einer Kurzetappe mit anschließendem Besuch in einer Pizzeria in Oerlinghausen kamder Eifelverein pünktlich wieder in Andernach an. "Der Eifelverein ist schon eine großartige Truppe. Natürlich wird es immer auch kritische Stimmen geben, aber ich erlebe viel Solidarität, Herzlichkeit, Humor und Offenheit. Man respektiert einander und achtet auf den Anderen. Es ist selbstverständlich, dass die Stärkeren den Schwachen helfen, ihnen sprichwörtlich und real die Hand reichen und keiner ausgeschlossen wird.Das alles sind Werte, die der jungen Generation mit ihrem ausgeprägten Individualismus verloren gehen," lobte der erste vorsitzende ,Gabriel Riehl, diese unvergessliche Tour.

Das Wetter konnte sie nicht aufhalten: Die Damen und Herren des Eifelvereins aus der Bäckerjungenstadt Andernach kam heil am Ziel an. Foto: privat

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