„1700 Jahre jüdisches Leben“:
„Tradition und Identität der Juden in Rheinland-Pfalz“
Wanderausstellung ab 1. Oktober in der ehem. Synagoge Niederzissen
Region. Das Dekret Kaiser Konstantins aus dem Jahr 321 ist die älteste erhaltene Urkunde, welche die Existenz von Juden nördlich der Alpen belegt, und ist Orientierungspunkt für das bundesweit begangene Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. In Rheinland-Pfalz beteiligen sich zahlreiche Initiativen mit Veranstaltungen, denn hier hat jüdisches Leben in zwei Jahrtausenden vielfältige Spuren hinterlassen. So auch in Niederzissen
Wie vielfältig jüdisches Leben auf dem Gebiet von Rheinland-Pfalz im Laufe der Geschichte war und heute wieder ist, vermittelt die Wanderausstellung. Am 30. September, 19.00 Uhr, wird die Ausstellung „1700 Jahre jüdisches Leben. Tradition und Identität der Juden in Rheinland-Pfalz“ in der ehemaligen Synagoge Niederzissen eröffnet. Sie ist vom 1.10. bis 1.11.2021 an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen von 14.00 bis 18.00 Uhr, und nach Terminvereinbarung unter Tel. 0172-9744611 oder richardkeuler@web.de auch in der Woche über für Besucher*innen zu besichtigen.
In der Ausstellung werden auf 16 Thementafeln Schlaglichter auf die reiche jüdische Geschichte in Rheinland-Pfalz geworfen und einzelne Persönlichkeiten, Bräuche und Bauten präsentiert. Besonders facettenreich ist das jüdische Erbe in Rheinland-Pfalz im Hochmittelalter, wie jüngst die Anerkennung der SchUM-Stätten in Speyer, Worms und Mainz mit dem Weltkulturerbetitel der UNESCO am 27. Juli 2021 unterstreicht. Ergänzt wird die Ausstellung durch Filmdokumentationen von Andreas Berg (SWR) und Adolf Winkler sowie durch Zeitzeugengespräche und eine virtuelle Rekonstruktion der 1938 zerstörten Synagoge in Simmern, was sich gut in die Dauerausstellung der ehemaligen Synagoge Niederzissen einfügt.
Die Ausstellung ist ein Projekt des Instituts für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e.V. im Rahmen des Festjahrs „321–2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ in Kooperation mit dem Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit sowie dem Beauftragten für jüdisches Leben und Antisemitismusfragen der Ministerpräsidentin in Rheinland-Pfalz. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Projektseite des Institutes für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e.V. unter www.igl.uni-mainz.de.
