Allgemeine Berichte | 13.06.2018

Pfarreiengemeinschaft Adenauer Land

Traditionell führte die Prozession zur Schornkapelle

Im Schatten des Waldes ließ es sich gut wallfahren.UM

Schuld. Die katholische Frauengemeinschaft Schuld hat sich aufgelöst, da - wie in der Vereinsgeschichte zu beobachten - das Ehrenamt im Vorstand immer schwieriger auf viele Schultern verteilt werden kann. Dennoch lebte die Tradition der Dekanatswallfahrt der Frauen zur Schornkapelle der „Barmherzigen Mutter Maria“ nach fast 40 Jahren in Schuld weiter. Eingeladen hatten in diesem Jahr die Frauengemeinschaften aus Adenau, Antweiler, Wershofen und Wirft-Kirmutscheid unter der Leitung und Organisation der Gemeindereferentin Anita Nohner von der Pfarreiengemeinschaft Adenauer Land.

Da waren es rund 20 Frauen, die bereits vor der Prozession Kerzen und das Wallfahrtsheft anboten und auch die Bons für Kaffee und den Kuchen verkauften. Denn auch das gehört zur Dekanatswallfahrt der Frauen dazu, dass sie sich im Anschluss zum gegenseitigen Miteinander treffen. Hierzu hatte die Theater-Spielgemeinschaft Schuld die direkt angrenzende Freilichtbühne unter dem Zeltdach zur Verfügung gestellt. Gegenüber der Pfarrkirche St. Gertrud begrüßte Pastor Dr. Rainer Justen die Frauen und auch ein paar Männer, die aus dem Dekanat Ahr-Eifel von Bad Neuenahr-Ahrweiler, aus der Grafschaft, von der Mittelahr und dem Adenauer Land zur Wallfahrt angereist waren.

Von dort ging es dann, angeführt von den Messdienern mit Kreuz und Fahnen, betend und singend vorbei am satten Grün der Wiesen zur Schornkapelle. Für die Sicherheit beim Überqueren der Straße hatte die Freiwillige Feuerwehr Schuld eine Abordnung gestellt. Nachdem alle auf den Bänken auf dem großen Vorplatz der Schornkapelle ihren Platz gefunden hatten, huldigten sie gemeinsam im Gottesdienst der „Barmherzigen Mutter Maria“.

Auf den Bänken lagen passend zum gewählten Thema „Maria Knotenlöserin“ kleine geflochtene Wollbändchen, die im Lauf des Gottesdienstes zum Einsatz kamen. Nach dem Gottesdienst waren alle zu Kaffee und Kuchen sowie Gesprächen eingeladen. Da stellten sich viele die bange Frage, ob die Tradition in Schuld noch lange lebt. UM

Im Schatten des Waldes ließ es sich gut wallfahren.Foto: UM

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