Allgemeine Berichte | 12.11.2025

Meckenheim verliert verdienstvolle Stadtarchivarin

Trauer um Ingrid Sönnert

Meckenheim. Die Stadt Meckenheim trauert um Ingrid Sönnert. Die langjährige Mitarbeiterin, die im Alter von 71 Jahren unerwartet verstorben ist, hat sich als erste Stadtarchivarin Meckenheims sehr verdient gemacht und Spuren in der Apfelstadt hinterlassen.

Ingrid Sönnert war es stets ein besonderes Anliegen, Geschichte und Kultur zu vermitteln und die Menschen für die Historie zu begeistern. So trug sie unter anderem zur zunehmenden Bedeutung der Meckenheimer Kulturtage bei - ein Veranstaltungsreigen, der seit 1999 Interessierte anlockt.

Die Verstorbene konzipierte nicht nur historische Ausstellungen, sondern prägte auch mit ihrem großen Engagement und Interesse für das jüdische Leben und ihrer Beteiligung an der Verlegung der Stolpersteine die Erinnerungskultur der Stadt. Gemeinsam mit Dietmar Pertz aus Rheinbach begab sie sich auf die Spuren jüdischer Mitbürgerinnen und -bürger in der Region. In ihrem Buch „Ihre Namen werden bleiben!“ dokumentierten die beiden Herausgebenden eindrucksvoll die Geschichte der Meckenheimer und Rheinbacher Jüdinnen und Juden und ihre Friedhöfe. Dabei spürten sie bedrückende Einzelschicksale auf und verliehen den Opfern eine Stimme. Deren persönliche Schilderungen erschüttern und lassen die Leserschaft ergriffen zurück.

Ingrid Sönnert war vom 15. Mai 2000 bis zum 30. April 2025 im Archiv der Stadtverwaltung tätig. In dieser Zeit schuf sie die Grundlage für die bis zu 3.000 heute digital recherchierbaren historischen Dokumente. Die Ahnenforschung lag der Verstorbenen ebenfalls sehr am Herzen. Ihr umfangreiches Wirken begleitete sie mit einer Vielzahl von Publikationen, die für die Meckenheimer Heimatgeschichte von grundlegendem Wert sind. Die tiefe Bindung zu den jungen Menschen und die Liebe zur Geschichte inspirierten Ingrid Sönnert dazu, im Jahr 2022 ihr erstes Kinderbuch zu veröffentlichen. Es bringt dem Nachwuchs die Geschichte des Münsterlandes im Dreißigjährigen Krieg näher. Dass sie im Anschluss an ihren Ruhestand im Jahr 2018 der Apfelstadt weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stand, ist Ausdruck ihrer innigen Beziehung zu Meckenheim und den Einwohnerinnen und Einwohnern.

Mit dem Tod von Ingrid Sönnert verliert die Stadt Meckenheim eine allseits geschätzte Kollegin mit einem leidenschaftlichen Engagement für Historie und Kultur. Sie hat den Schatz der Meckenheimer Geschichte gehoben, zugänglich gemacht und in die Gegenwart getragen. Von ihrem Erbe wird Meckenheim heute und in Zukunft profitieren. Die Stadt Meckenheim behält Ingrid Sönnert als herausragende Bewahrerin des kulturellen Gedächtnisses und inspirierenden Menschen in Erinnerung.

Pressemitteilung

Stadt Meckenheim

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