Allgemeine Berichte | 23.11.2021, 11:53 Uhr

Traumahilfezentrum (THZ) öffnet seine Türen zum 1. Dezember

Das Team des Traumahilfezentrums.Foto: privat
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Ahrweiler. Durch die Flutkatastrophe vom 14. Juli sind zahlreiche Einwohner des Ahrkreises in eine nie gekannte Notlage geraten. Viele erlebten eine Nacht mit Angst und Panik ohne Vorwarnung, einige verloren geliebte Menschen und ihr Zuhause. Angesichts der großen Zahl betroffener Menschen, schätzen Experten, dass ca. 3.000 bis 4.000 Menschen in der Region Symptome einer Traumafolgestörung entwickelt haben oder noch entwickeln werden. Die ambulante und stationäre psychiatrische Versorgung in der Region arbeitet unter Hochdruck am Wiederaufbau, um zeitnah Hilfen anzubieten. Immer wieder begegnen den Mitarbeitern der Dr. von Ehrenwall’schen Klinik und der DRK-Fachklinik für Kinder- und Jugendlichen Psychotherapie Fragen wie „Ist es normal, jetzt noch Schlafstörungen und Albträume zu haben? Ist es normal, bei jedem Regen erst einmal zusammenzuzucken? Ist es normal, reizbarer, schreckhafter und unkonzentrierter zu sein?“ Die Scheu bei solchen Beschwerden psychiatrische und psychotherapeutische Unterstützung zu suchen, ist zum Teil groß.

Das vom Land RLP geförderte Traumahilfezentrum unter der Leitung der Dr. von Ehrenwall’schen Klinik und in Kooperation mit der DRK Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie will hier mit niederschwelligen Angeboten zu Beratung, Austausch, Fortbildung und Information allen betroffenen Bürgern zur Seite stehen. Das Team aus Ärztinnen, Psychologinnen, Pflegekräften und Soziotherapeut*Innen der beiden Fachkliniken bietet offene Sprechstunden bei psychischen, medizinischen oder psychosozialen Fragen an. Im offenen Café für jedermann kann ein zwangloser Austausch mit anderen Betroffenen aber auch mit Helfern stattfinden. Die oft mit zahlreichen belastenden Erlebnissen konfrontierten Helfer*Innen bekommen in einem weiteren offenen Café die Möglichkeit sich zu vernetzen. Informationsveranstaltungen für die Öffentlichkeit, Fortbildungen für die Profis sowie Einzel- und Gruppenberatungen nach Terminvereinbarung runden das Bild ab. Durch die Förderung des Landes steht das Angebot allen Interessierten kostenfrei und unbürokratisch zur Verfügung!

Die einladenden Räumlichkeiten finden Sie im Studienhaus St. Lambert in Lantershofen, das Team des Traumahilfezentrums arbeitet aber ebenso aufsuchend in öffentlichen Einrichtungen.

Bis zur Eröffnung am 1. Dezember arbeiten die Mitarbeiter engagiert zusammen am Aufbau des Zentrums und seiner Organisation und freuen sich, einen weiteren wichtigen Baustein zur Förderung der seelischen Gesundheit und zur Verbesserung der Vernetzung untereinander beitragen zu können. Die feierliche Einweihung des Traumahilfszentrums findet am 6. Dezember mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer statt.

Ab 1. Dezember kann man sich über die Angebote auf der Homepage unter www.thz-ahrtal.de informieren.

Pressemitteilung

Dr. von Ehrenwall´sche Klinik

Das Team des Traumahilfezentrums.Foto: privat

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