Allgemeine Berichte | 07.02.2023

Prunksitzung der Cochemer Karnevalsgesellschaft begeisterte

Traumhafte Tänze, Sketche und viel Kokolores

Jeder Stadtteil singt und lacht – wir feiern wieder Fassenacht, ist das diesjährige Motto der Cochemer Narrengilde. Fotos: TE

Cochem. Es war einmal mehr der versierte Event-Moderator Jörg Eckerskorn, der beim närrischen Sitzungsspektakel der Cochemer Karnevalsgesellschaft (CKG) die Schelle des vorsitzenden Zampano inmitten des Elferrats schwang und das erwartungsfreudige Publikum mit einem dreifachen „Cochem Holau“ auf ein mit Höhepunkten prall gefülltes Narrenprogramm einstimmte. Und das bot nach zwei Jahren närrischer Spaßabstinenz durchweg flotte, kurzweilige und amüsante Topunterhaltung, für die neben hervorragenden Tanzbeiträgen auch gekonnte Büttenreden, Comedy sowie Sketche und Gesangsbeiträge verantwortlich zeichneten.

So waren es beim Gardetanz zunächst die charmanten Mädels der CKG-Prinzengarde, die auf dem närrischen Parkett flotte Akzente setzten, bevor die beiden Solo-Mariechen Marie Ostermann und Michaela Maibauer als „Prima Ballerinen“ tänzerisch-akrobatische Spitzenklasse präsentierten. Selbst die für eine sportlich-zackige Tanzeinlage von Sonja Ohlberger trefflich trainierten Stadtsoldaten, fühlten sich auf den Brettern von Gott Jokus augenscheinlich wohl und legten ebenso eine gepflegte Sohle aufs Parkett.

Tänzerische Highlights sind und waren in Cochem schon immer die absolut fernsehtauglichen Show-Darbietungen der beiden Tanzinstitutionen „Moselglück“ und „TV Cochem“, was sie auch in diesem Jahr wieder eindrucksvoll unter Beweis stellten. Während sich die TV-Mädels als gute und böse Feen in herrlich bunten Kostümen beeindruckend und elegant durch einen märchenhaften Zauberwald bewegten, begeisterten die Moselglücklichen zum Auftakt der Cochemer Saalfastnacht mit einem Azteken-Showtanz, der weder heiße Rhythmen, tolle Kostüme noch atemberaubende, akrobatische Elemente vermissen ließ. Beide Tanzshows waren ein Fest für das Narrenauge. Während Nicole Fiedermann die durchweg zauberhafte Choreografie für die TV-Damen übernommen hatte, waren es bei den „Moglüs“ Katharina Burg und Karin Esper. Wie ein amüsanter roter Faden zogen sich die gespielten Sketche der CKG-Traditionsgruppe „Baddanouhdah“ durch das abwechslungsreiche Programm, zu dem sie gleich in fünf irrwitzigen Show-Sequenzen Kokolores, Schauspiel, Klamauk und Musik vom Feinsten boten. Da standen neben Cochemer Flizzi-Toilettenhäuschen ebenso ein nostalgischer Stadtrundgang, betagte Handwerker mit linken Händen, selbstklebende Klimaaktivisten sowie der ulkige Zank rund um eine Säuglingsstation im Mittelpunkt des Palavers, was bei den Saaljecken die ein oder andere Freudenträne kullern ließ.

Ihren exzellenten Wiedereinstieg in die Cochemer Bütt schaffte in 2023 Petra Arenz als „Prinzessin Leila vom Planeten Vulva“. Sie legte auf der CKG-Bühne in Begleitung ihres kleinen Roboters eine gekonnte Notlandung hin und wusste inspiriert darzulegen, wie man Männer perfekt zu Haushaltsgeräten umfunktionieren kann. Michael „Brändy“ Brand überzeugte einmal mehr als „Till Eulenspiegel“, der in ebenso fröhlichen wie mahnenden Reimen „Cochemer Stückelscher“ unters erfreute Narrenvolk streute. Als „Zummeclown“, die Traditionsfigur der Cochemer Fastnacht, schwang erneut Jacob Heimes den hölzernen Schlegel und machte das närrische Auditorium in gesungenen Strophen mit Ereignissen der letzten Wochen und Monaten bekannt. Michael Reissmann schlüpfte nach einer Pause wieder gekonnt in die Rolle des TV-Comedian Heinz Becker und konfrontierte sein Publikum unter anderem mit den Themen Energie, Corona und Klimaproteste, denen er in seiner verschrobenen Art und Weise durchaus noch Witz abgewinnen konnte. Das Ganze natürlich im berühmt-berüchtigten Saarland-Slang. Während CKG-Vorsitzender Günter Hammes die Narrenschar nebst zahlreichen Ehrengästen in der CKG-Narrhalla begrüßt und ihnen mit Prinzessin Louisa von Tanz und Glanz und Prinz Ben von Sport und Akkord das neue Kinderprinzenpaar des TV Cochem vorgestellt hatte, war es abschließend die närrische Formation der „Cochemer Junge“ die vor dem großen Finale mit allen Bühnenaktiven die Cochemer Saaljecken mit einem Potpourri bekannter Cochemer Melodien erfreuten. Eine feucht-fröhliche After-Show-Party schloss sich an. TE

Mit ihrem furiosen Gardetanz eröffneten die charmanten Mädels der CKG-Prinzengarde das närrische Spektakel.

Mit ihrem furiosen Gardetanz eröffneten die charmanten Mädels der CKG-Prinzengarde das närrische Spektakel.

Till Eulenspiegel alias Michael „Brändy“ Brand hielt den Saaljecken in trefflichen Reimen den Narrenspiegel vor.

Till Eulenspiegel alias Michael „Brändy“ Brand hielt den Saaljecken in trefflichen Reimen den Narrenspiegel vor.

Event-Moderator Jörg Eckerskorn führte auch heuer als Sitzungspräsident gekonnt durch das CKG-Spektakel.

Event-Moderator Jörg Eckerskorn führte auch heuer als Sitzungspräsident gekonnt durch das CKG-Spektakel.

Jeder Stadtteil singt und lacht – wir feiern wieder Fassenacht, ist das diesjährige Motto der Cochemer Narrengilde. Fotos: TE

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