Eine Million Euro für Wasseraufbereitung und Brunnen der Verbandsgemeindeversorgung
Trinkwasser kommt auch aus der Kunzbach
Bad Ems. Das Trinkwasser in der Verbandsgemeinde Bad Ems kommt zum größten Teil aus dem Fachbacher Stollen. Allerdings ist eine stabile Versorgung mit dem wertvollen Rohstoff auf mehrere Quellen, beziehungsweise Brunnen gestützt. Ein wichtiger Teil dieser Versorgung sind die Brunnen auf Höhe der Fischteichanlage zwischen Bad Ems und Arzbach – in der Gemarkung Kunzbach. Die in den vergangenen Jahren für rund eine halbe Million Euro sanierte Brunnenanlage und die errichtete Wasseraufbereitungsanlage stellen nun auch in den nächsten Jahrzehnten einen wichtigen Teil der Trinkwasserversorgung in der Verbandsgemeinde sicher.
Fertiggestellte Anlage wurde vorgestellt
Beim Ortstermin in der Kunzbach stellten Bürgermeister Josef Oster und der Werkleiter Uwe Bruchhäuser dem Werksausschuss der Verbandsgemeinde und der Presse die zum Jahreswechsel fertiggestellte Anlage vor. Die Brunnenanlage sei in den Siebzigerjahren in Betrieb genommen worden und diente seit 2006 zur (Not-)Versorgung der Gemeinde Arzbach. Allerdings war die Qualität des Wassers durch die Nähe des Baches immer zumindest als „schwierig bis problematisch“ einzustufen. Ab 2012 wurden die drei Brunnen saniert.
Die neue Aufbereitungsanlage wurde im vergangenen Jahr errichtet, kostete 480.000 Euro und ist seit Dezember in Betrieb. Im Normalbetrieb werden jährlich rund 148.000 Kubikmeter Wasser aufbereitet. Diese Menge ist für das nahegelegene Arzbach mehr als genug, die Anlage versorgt also einen Teil der Verbandsgemeinde mit.
Aehr als 20 Quellen, zehn Brunnen und drei Stollen
Zur Sicherstellung der Wasserversorgung in der Verbandsgemeinde Bad Ems nutzen die Verbandsgemeindewerke insgesamt mehr als 20 Quellen, zehn Brunnen und drei Stollen aus der Bergbauzeit, Letzteres bringt allerdings auch Probleme beim Wasserhärtegrad mit sich und erfordert zum Beispiel auf der Insel Oberau am Fachbacher Stollen eine spezielle, aufwendige Art der Aufbereitung. Zur Wasserspeicherung und als stehen insgesamt 20 Hochbehälter bereit. Das Netz der Trinkwasserleitung in der Verbandsgemeinde umfasst mehr als 130 Kilometer.
Willi Willig
