Allgemeine Berichte | 17.11.2021

Arbeitskreis des Mühlsteinreviers RheinEifel im Erzgebirge auf Exkursion

UNESCO-Welterbegebiet erkundet

Blick in eine der Schachtanlagen mitten in der Stadt Freiberg. Foto: Frank Neideck

Region. Man muss das Rad nicht neu erfinden. Aus diesem Grunde machte sich der Arbeitskreis des Projekts „Mühlsteinrevier RheinEifel“ auf, um zu sehen , wie es andere UNESCO-Welterbe Projekte geschafft haben, den Status zu erringen. Und sich natürlich auch mit den KollegInnen auszutauschen, die sich ebenfalls diesem Prozess gestellt haben. Es war schon ein ordentliches Programm, was sich die AK-Mitglieder da vorgenommen hatten. Schon auf der fast siebenstündigen Hinfahrt machte man Halt in Weimar. In den vergangenen zwei Jahrhunderten war Weimar eines der Zentren des intellektuellen Lebens in Deutschland. Berühmte Zeitgenossen wie Goethe und Schiller zog es nach Weimar und viele Gebäude verbindet man mit den berühmten Personen. Und auch die Bauhausgebäude gehören zum UNESCO-Welterbe. Nach einem kurzweiligen Stadtrundgang machte man sich auf den Weg zum eigentlichen Ziel der Reise – Freiberg im Erzgebirge. Am nächsten Tag ging es bereits früh los, als man eines der Bergwerke erkundete – die „Alte Elisabeth“. 800 Jahre Silbererzabbau galt es zu entdecken. Und mit Dipl.-Ing Jens Kugler hatte man einen Fachmann, der nicht nur über den Bergbau berichten konnte, sondern auch jemanden, der das UNESCO-Welterbeprojekt „Montanregion Erzgebirge/Krusnohori“ von Anfang an begleitet hat. 22 Gebietsteile auf deutscher und tschechischer Seite vereint diese Welterbelandschaft. Beim Mühlsteinrevier sind es „nur“ fünf, aber man konnte viele Parallelen erkennen und freute sich über manchen Wissenszuwachs. Kaum hatte man den Wissensdurst gestillt, da ging es schon in der Silberstadt Freiberg weiter. Mit einem weiteren Experten – Herrn Dr.-Ing. Wolf –Dieter Jentzsch – selbst Absolvent der Bergakadenie Freiberg, machte man sich dann auf die weiteren Spuren des Welterbes innerhalb der Stadt Freiberg.

Dazu gehörten neben dem Dom St. Marien, das Rathaus, das Schloss Freudenstein, die Stadtmauer und auch das Kornhaus sowie das Hauptgebäude der TU Bergakademie Freiberg. Unzählige Schächte innerhalb der Stadt wiesen auf den historischen Bergbau in früheren Zeiten hin. Und das waren nur die Hauptpunkte. Alles hatte hier einen direkten oder indirekten Bezug zum Bergbau. Diese assoziierte Baukultur kann man auch im hiesigen Mühlsteinrevier finden. Gibt es auch hier genügend historische Sachzeugen, die eng mit dem Mühlsteinabbau verbunden sind. Man denke nur an die Vielzahl der Gruben, Layerhäuser, Unternehmervillen, Werksteine, Gleisanlagen, Reste von Arbeitersiedlungen, Krananlagen u.v.m. die heute noch von der reichen Geschichte des Mühlsteinabbaus erzählen.

So reich wie die hiesige Geschichte waren auch die Berichte von Dr. Jentzsch. Man erfuhr aber auch vieles darüber, wie man die Substanz erhält und wie man das Verfahren vorantreibt.

Rundum ein gelungener, aber auch anstrengender Tag. Nicht „too much information“, sondern „enough information“. Am dritten Tag der Exkursion machte man sich wieder auf den Heimweg, natürlich nicht ohne noch beim UNESCO-Welterbe Wartburg in Eisenach Halt zu machen. Besonders die Mayener KollegInnen interessierten sich für den Aufbau und den Unterhalt der einmaligen Burganlage. Die beteiligten Mitglieder des Arbeitskreises zogen abschließend ein durchweg positives Resümee.

Pressemitteilung

Mühlsteinrevier RheinEifel

Dipl.-Ing. Jens Kugler mit dem Arbeitskreis in der Grube „Alte Elisabeth“ - Alina Wilbert-Rosenbaum, Svenja Schulze-Entrup, Hans Schüller, Nicolas Junglas, Jens Kugler, Uwe Hoffmann und Robert Dewald. Foto: Frank Neideck

Dipl.-Ing. Jens Kugler mit dem Arbeitskreis in der Grube „Alte Elisabeth“ - Alina Wilbert-Rosenbaum, Svenja Schulze-Entrup, Hans Schüller, Nicolas Junglas, Jens Kugler, Uwe Hoffmann und Robert Dewald. Foto: Frank Neideck

Blick in eine der Schachtanlagen mitten in der Stadt Freiberg. Foto: Frank Neideck

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Dauerauftrag
Koblenz blüht 2026
Oster-Anzeige
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Doppelseite PR/Anzeigen
Koblenz blüht
fit für`s Alter?
Kreishandwerkerschaft
Empfohlene Artikel
Schülerinnen und Schüler der Bienenklasse 3c der KGS Meckenheim sind am Standort Meckenheim der Bücherbrücke in die Bücher vertieft. Foto: Stadt Meckenheim
30

Meckenheim. Die Bücherbrücke Meckenheim/Alfter verzeichnet eine rege Nutzung durch Kindertagesstätten und Schulen im Rahmen der Leseförderung. Unter den teilnehmenden Einrichtungen befinden sich unter anderem Blütentraum, Hüppekästchen, Rasselbande und zahlreiche weitere Kindertagesstätten. An beiden Standorten der Bücherei steht der Mittwochvormittag im Zeichen der Vorschulprogramme, bei denen die Kinder bib(liotheks)fit gemacht werden.

Weiterlesen

Mit 17 Anträgen zur Neuaufnahme in diesem Jahr wurde fast der Spitzenrekord von 2020 geknackt.
49

Leutesdorf. Pascal Berger, Vereinsvorsitzender begrüßte alle Anwesenden zur Jahreshauptversammlung am 28. März und es wurde nach Feststellung einer ordnungsgemäßen Einladung und Bekanntgabe der Tagesordnungspunkte eine Gedenkminute den Verstorbenen gewidmet.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2265

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
132

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Daueranzeige
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Ostergruß
Tag der offenen Tür
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
Rund ums Haus
First Friday Anzeige März
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Stellenanzeige mehrere Stellen
Angebotsanzeige (April)
Ostergrußanzeige
Feierabendmarkt Bad Neuenahr / o.B. Sponsoring
Unterstützeranzeige
Stellenanzeige Personalreferent/in