Allgemeine Berichte | 11.05.2021

Friedensmuseum Remagen

Über 150 "Friedenssteine" wurden abgelegt

Zeichen der Erinnerung und des Friedens sammelten sich bei der Brücke von Remagen

Der 96-jährige Zeitzeuge Jürgen Tegethoff brachte zusammen mit dem Journalisten Andrew Denison einen Stein zur deutsch-amerikanischen Freundschaft mit. Foto: privat

Remagen. Die Mitmachaktion „Friedenssteine“ zum Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus erhielt viel Zuspruch. Über 150 Steine lagen am 8. Mai an der Brücke von Remagen. Kinder und Erwachsene hatten viele verschiedene Motive für Frieden und Freundschaft gemalt und vor das Friedensmuseum gelegt. Nicht nur Bilder, auch Sprüche verzierten die Steine: „ Das ist ein Friedensstein. Jahrtausende liegt er friedlich im Meer und Fluss. So friedlich soll die Welt werden. Unser aller Wunsch!“

Erinnert wurde auch mit weißen Rosen und einem Gedenkstein mit der Aufschrift: „Hättest du auch den Mut zum Widerstand gehabt?“ an den aus dem rheinischen Kuchenheim stammenden Willi Graf. Graf, 1918 geboren, hatte sich der „Weißen Rose“ angeschlossen und war 1943 hingerichtet worden. Die bekanntesten Mitglieder dieser Widerstandsgruppe sind die Geschwister Scholl. Sophie Scholl, die auch 1943 von den Nationalsozialisten getötet wurde, hätte am 9. Mai 2021 ihren 100. Geburtstag gehabt.

Jürgen Tegethoff, ein 96-jähriger Zeitzeuge, beteiligte sich an der Aktion für den Frieden. Tegethoff, der 1945 im Gefangenenlager Remagen inhaftiert gewesen war, brachte zusammen mit dem Journalisten Andrew Denison einen Stein zur deutsch-amerikanischen Freundschaft mit. Zahlreiche Passanten, die bei dem guten Wetter unterwegs waren, sahen sich alles mit großem Interesse an.

Der Verein Friedensmuseum, Brücke von Remagen, bedankt sich bei allen, die mitgemacht haben! Fotos sind auf der Webseite des Vereins www.buecke-remagen.de, auf Instagram und Facebook zu sehen.

Der 96-jährige Zeitzeuge Jürgen Tegethoff brachte zusammen mit dem Journalisten Andrew Denison einen Stein zur deutsch-amerikanischen Freundschaft mit. Foto: privat

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