Willkommen im Örmser Truck-Haus
Über 150 Miniatur-Modelle – LKW´s sind die große Leidenschaft von Reinhold Müller
Urmitz. Reinhold Müller ist ein vielseitiger Mensch. Eine auffällig stabil gebaute Schaukel sowie ein Baumhaus springen dem Besucher direkt in das Auge, wenn man seinen privaten Garten hinter dem Wohnhaus besucht. „Das war einmal der Urmitzer Kirmesbaum. Als ich diesen bei einer Verlosung gewonnen hatte, kam mir die Idee hierzu“, so der zweifache Familienvater. Nicht nur seine vier Enkelkinder haben bereits die ein oder andere Stunde in dem ruhigen Garten verbracht. Auch prominenter Besuch war schon vor Ort: Torwart-Legende Ronnie Hellström zum Beispiel. Der Fußballprofi war von 1974 bis 1984 beim 1. FC Kaiserslauten im Dienst und zählte seinerzeit zu den weltweit besten Torhütern. „Ihm gefiel natürlich vor allem eine Uhr mit dem Logo des 1. FC Kaiserslautern, die er gerne mitgenommen hätte“, berichtet Reinhold Müller, während er in seinem Gartenhäuschen das ein oder andere Erinnerungsstück an der Wand erläutert. Unübersehbarer Blickfang ist seine Sammlung von Miniatur-Modellen. Über 150 Exemplare hat er im Laufe der Zeit zusammengetragen. Ein Großteil stammt von seinem Freund Wolfgang Nieland, der Reinhold Müllers Sammelleidenschaft gerne unterstützt.
Als „RobbyI. vom Käse-Express“ regierte er die Örmser Narren
Beide gehören den Urmitzer Exprinzen an. Reinhold Müller, der 1970 der Liebe wegen von Mülheim-Kärlich nach Urmitz zog, regierte in den Jahren 1982/1983 als Prinz „Robby I. vom Käse-Express“ die Örmser Narren. Der Name hat natürlich seinen guten Grund: Als Berufskraftfahrer war Reinhold Müller im Jahr durchschnittlich 80.000 Kilometer unterwegs. Seit 2012 ist er Rentner.
In 43 Fahrerjahren hat er insgesamt vier Millionen Kilometer zurückgelegt. „Er war und ist ein sehr guter Fahrer, stets konzentriert bei der Sache.
Trotzdem gab es beispielsweise bei den Touren unseres Kegelclubs, wo er dankenswerterweise als Fahrer tätig war, immer etwas zu Lachen“, so Wolfgang Nieland.
Einen gewissen Bekanntheitsgrad erreichte „Robby“, wie er von seinen Freunden liebevoll genannt wird, auch als Staumelder für einige Radiosender.
Im Jahre 2006 wurde im Hörfunk sogar ein Portrait von ihm ausgestrahlt. Insgesamt elf Jahre ergänzten und aktualisierten seine Hinweise zu Verkehrsstaus die Meldungen der Polizei. Legendär war sein Anruf mit dem Hinweis, dass der Staumelder selbst einen Platten habe – „Der Staumelder verursacht den Stau“. Schon damals sammelte Reinhold Müller die erwähnten Miniatur-LKW´s.
Besonders stolz ist er auf das Modell seines Fahrzeuges, mit welchem er selbst unterwegs war (Scania Dreiachser, 420 PS). Ein Freund von ihm hat hierauf einige lustige Sprüche angebracht, über die der Karnevalist Müller auch gerne lacht: „Wenn der Magen nach Käse schreit, ist der Robby nicht mehr weit“ und „Brauchst Du Käse auf die Schnelle, Käse-Robby ist zur Stelle“.
Eine bleibende Erinnerung an den ehemaligen Beruf
Mit den Miniatur-Modellen hat er eine bleibende Erinnerung an seinen ehemaligen Beruf. Langeweile kennt der rüstige Rentner nicht. Er ist und bleibt ein Vereins-Mensch. Im Jahre 1976 wurde er Vorsitzender des Urmitzer Vereinsrings. Eine Funktion, die er 32 Jahre lang mit viel Engagement und Spaß wahrgenommen hat. Auch heute noch gibt es kaum eine größere Veranstaltung in Urmitz, bei der er die Vereine nicht durch seine Anwesenheit unterstützt. Und falls man ihn nicht in geselliger Runde antrifft, so findet man ihn in seinem privaten „Truck-Haus“.
GH
