Feuerwehr Mendig im Einsatz im Ahrtal
Über 7500 Portionen Essen zubereitet
Mendig. Die Feuerwehr Mendig ist mit Mannschaft, Gerät und der Feldküche seit nunmehr drei Wochen im Landkreis Ahrweiler im Einsatz.
In der Nacht zum 15. Juli wurde unsere Region von schweren Unwetterereignissen getroffen und allen war schnell klar, das ist kein normales Unwetter. Insbesondere die Region Ahrweiler wurde hiervon stark getroffen, aber auch die Nette trat weit über die Ufer.
So wurden die Kameraden der Feuerwehr Mendig bereits am Mittwochabend mit ihrem geländegängigen Schlauchwagen nach Mayen alarmiert, um bei der Evakuierung von Bewohnern im Uferbereich der Nette zu unterstützen. Zudem wurden gemeinsam mit der Feuerwehr Thür rund 1500 Sandsäcke abgefüllt und nach Mayen transportiert.
Freitags erreichte die Feuerwehr dann die Nachricht, dass Essen in der Krisenregion Ahrweiler benötigt werde. Glücklicherweise hält die Feuerwehr Mendig noch eine Feldküche vor und konnte so ihre Unterstützung zusagen. In kürzester Zeit konnte die Feldküche den Betrieb aufnehmen und warme Mahlzeiten wurden ins Ahrtal ausgeliefert. In dem drei Wochen andauernden Kücheneinsatz wurden über 7500 Portionen Essen zubereitet.
Dabei wurde ca. eine halbe Tonne Fleisch verarbeitet, davon 70 kg Spießbraten, 1200 handgemachte Frikadellen, 400 Würstchen. An Beilagen sind 200 kg Nudeln, 100 kg Reis, 400 kg Kartoffeln sowie 600 handgemachte Klöße zubereitet wurden. Unter der Leitung von Walter Lauterbach und einem Kernteam, bestehend aus Patick Patzelt, Gerd Charlier und Toni May, waren täglich rund 10 Leute in der Feldküche tätig. Eine schnelle Aufnahme des Küchenbetriebes wäre allerdings ohne die Hilfe des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Mendig e.V. nicht machbar gewesen. So trat der Förderverein bei der Besorgung der benötigten Lebensmittel in Vorkasse, damit die Kameraden sofort tätig werden konnten.
Zusätzlich zum Verpflegungseinsatz galt es die Feuerwehren in den betroffenen Ortschaften materiell, aber auch personell zu unterstützen. Gemeinsam mit anderen Feuerwehren der VG Mendig, der VG Weißenthurm und der Stadt Andernach wurde der Grundschutz in Kesseling sichergestellt. Die Drehleiter wurde zudem eine Woche lang in Sinzig stationiert und dort im 24 h Schichtbetrieb durch die Mendiger Feuerwehr besetzt.
Des Weiteren wurden die bayrischen Kontingente des Katastrophenschutzes unterstützt, welche auf dem Flugplatz in Mendig stationiert waren. Dabei wurde den Kameradinnen und Kameraden mit bei der Reinigung der Ausrüstung und mit wichtigen Informationen über die Region geholfen.
Die letzten Tage waren für alle Kameradinnen und Kameraden ein Kraftakt. Dies liegt nicht zuletzt auch daran, dass sich immer weniger Menschen für den ehrenamtlichen Einsatz begeistern können und dadurch nur wenig Personal zum Austausch bereitsteht.
Wer die Feuerwehr Mendig aktiv als Mitglied oder den Förderverein unterstützen möchte, findet auf www.feuerwehr-mendig.de alle nötigen Informationen. Eine aktive Teilnahme an der Jugendfeuerwehr ist übrigens ab 10 Jahren möglich, das Engagement in der aktiven Einsatzabteilung ab 16 Jahren.
Die Feuerwehr Mendig unterstützte die Arbeiten im Ahrtal auf vielfältige Weise.
