Allgemeine Berichte | 19.12.2025, 11:45 Uhr

Die Gemeinde Wachtberg und das Prinzip der Gewaltenteilung

Über ambitionierte Bauprojekte und gegenseitiges Vertrauen

Gemeinsam haben das Architekturbüro, die Mitglieder des Rates der Gemeinde Wachtberg, die Verwaltung und die Schule ein Konzept entwickelt, das jeden begeistert. Foto: Gemeinde Wachtberg
67

Wachtberg. Zu den Aufgaben einer Gemeinde zählt zweifellos die Rolle als Bauherr öffentlicher Infrastruktur. Diese Aufgabe dient dem Wohl der Einwohner und der Gestaltung der öffentlichen Lebensqualität. Die gewählten Volksvertreter – also der Gemeinderat – treffen politische Entscheidungen und legen Ziele fest. Die Verwaltung setzt diese Vorgaben dann im Rahmen der bestehenden Gesetze um. So funktioniert das Prinzip der Gewaltenteilung in demokratischen Systemen, also auch in Wachtberg. Und so lassen sich auch in kleineren Kommunen ambitionierte Bauvorhaben verantwortungsvoll und kontrolliert realisieren.

Im Jahr 2026 steht mit der Sanierung und Erweiterung der Grundschule in Villip ein solches Bauvorhaben an. Gemeinsam haben das Architekturbüro, die Mitglieder des Rates der Gemeinde Wachtberg, die Verwaltung und die Schule ein Konzept entwickelt, das jeden begeistert. Ein Vorzeigeprojekt für klimagerechtes Bauen und zukunftsfähiges Lernen, dem nicht nur die Schulkinder erwartungsvoll entgegensehen, sondern das in ganz Wachtberg Vorfreude weckt. Die Ausschreibung des Projekts erfolgte als Wettbewerb, und Anfang September 2024 wurde die Planung des Architekturbüros „Raum für Architektur Kay Künzel und Partner“ ausgewählt – von den Mitgliedern des Gemeinderats. Knapp einen Monat später wurde das Architekturbüro beauftragt – durch den Rat der Gemeinde Wachtberg. Ende November wurde dann beschlossen, noch eine Schippe draufzulegen und anstatt der ursprünglich geplanten Gymnastikhalle eine vollwertige Turnhalle zu bauen – ebenfalls durch den Rat der Gemeinde Wachtberg. Das alles natürlich im Bewusstsein, dass dies mit höheren Kosten als bisher angenommen einhergeht.

Nun geht es darum, das Ganze umzusetzen, das heißt, die Verwaltung ist gefragt. Aber natürlich passiert das nicht unkontrolliert. In den regelmäßig stattfindenden Sitzungen der Fachausschüsse und des Rates wird jedes Mal berichtet und eine Finanzfortschreibung präsentiert. Selbst das Vorhaben, alle zur Verfügung stehenden Fördermöglichkeiten auszuschöpfen und entsprechende Anträge zu stellen, musste erst mal genehmigt werden – natürlich durch den Rat der Gemeinde Wachtberg. Dass diese Anträge über eine Gesamtsumme von 4,5 Millionen Euro sicher nicht alle bewilligt werden, ist nicht ungewöhnlich, aber es zu versuchen, ist eine durchaus cleveres Vorgehen, sodass der Rat es bewilligt hat. Auf der nächsten Sitzung des Ausschusses für Infrastruktur und Bau am 4. Februar werden Pläne, ein Sachstandsbericht und die Finanzfortschreibung vorgestellt. Und so geht es weiter, Zug um Zug.

Dass so ein Projekt nicht von heute auf morgen entsteht, versteht sich von selbst. Dass es gewisse Unwägbarkeiten gibt, die man im Auge behalten muss, auch.

Hier wird eine ganze Schullandschaft kreiert, und das geht nur in Abschnitten, Hand in Hand und mit gegenseitigem Vertrauen. Denn so funktioniert in demokratischen Systemen das Prinzip der Gewaltenteilung.

Pressemitteilung

Gemeinde Wachtberg

Gemeinsam haben das Architekturbüro, die Mitglieder des Rates der Gemeinde Wachtberg, die Verwaltung und die Schule ein Konzept entwickelt, das jeden begeistert. Foto: Gemeinde Wachtberg

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Hans-Werner Adams (rechts) verabschiedete vor dem Plenum des Stadtrates Förster Stephan Braun in den Ruhestand.
0

Er war aus dem Sinziger Stadtwald nicht wegzudenken, Revierleiter Stephan Braun vom Forstamt Ahrweiler. Jetzt wurde der engagierte Förster nach 39 Dienstjahren im Stadtrat offiziell in den Ruhestand verabschiedet. In seiner Laudatio würdigte Hans-Werner Adams, der als erster Beigeordneter Bürgermeister Andreas Geron vertrat die Meriten des Forstmannes. Mehr dazu im RegioMAGAZIN.

Weiterlesen

Der Kalender zeigt historische Motive aus Montabaur – darunter das erste Fußballteam des TuS Montabaur, die Heuernte im Gelbachtal und den Großen Markt im Jahr 1950.
1

Die Stadt Montabaur hat gemeinsam mit der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft (DUG) einen Kalender mit historischen Stadtansichten veröffentlicht, dessen Erlös einem Ferienprogramm für Kinder aus der ukrainischen Stadt Trostyanets zugutekommt. Der Kalender, der für neun Euro erhältlich ist, wird in der Tourist-Info, der Stadtbibliothek und im Stadtarchiv verkauft. Mehr dazu im RegioMAGAZIN.

Weiterlesen

Wein und Gebärdensprache: Ein erfolgreiches inklusives Konzept.
0

Kürzlich fand im Weingut Matthias Müller in Spay eine besondere Weinprobe statt, die speziell für Menschen mit Hörbeeinträchtigung konzipiert war. Diese Veranstaltung markierte die dritte Weinprobe in Deutscher Gebärdensprache und zog 42 interessierte Gäste an, die von der einzigartigen Kombination aus Genuss, Begegnung und Inklusion begeistert waren. Mehr dazu im RegioMAGAZIN.

Weiterlesen

Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Imageanzeige Dauerauftrag 11/2025
Media-Auftrag 2026/27 Job Nr. 45-11-26-17
Stellenanzeige Sozialarbeiter
Imageanzeige
Aktion Goldener Herbst KW 45
Kerzesching im Jaade 2026
Stellenanzeige: Sachbearbeiter Vorzimmer und Gärtner (m/w/d)
Weitere Artikel
In Brogsitters Gasthaus Sanct Peter wurden die besten Ahrweine des Jahres 2026 ausgezeichnet.
1881

Siegerweine zeigen die außergewöhnliche Klasse an der Ahr

Ahrweine des Jahres 2026 ausgezeichnet

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Zum 16. Mal zeichnete der Weinpreis „Ahrwein des Jahres“ die besten Weine des Anbaugebiets Ahr aus. Insgesamt 97 Weine wurden in diesem Jahr in sechs Kategorien bewertet. Die Preisverleihung fand in Brogsitters Gasthaus St. Peter in Walporzheim statt, wo Winzerinnen, Winzer und Weinfachleute zusammenkamen, um die Siegerweine zu würdigen.

Von Barbara Knieps aus Bad Neuenahr-Ahrweiler

Weiterlesen

50 ehrenamtlichen Ordnern
577

Koblenz. Angeführt von Alexandra Susenburger und ihrem Hengst Cartujano zogen erneut rund 2.000 Teilnehmende vom Münzplatz durch die Straßen und Gassen der Koblenzer Altstadt zum Deutschen Eck. Musikalisch unterstützt wurde der Zug durch die Musikvereine von Löf und Rhens und dem Posaunenchor des Evangelischen Gemeindeverbandes.

Von "Unsere Altstadt" aus Koblenz

Weiterlesen