Reit- und Fahrverein Oberbachem e.V. im Aufwind
Überaus zufriedener Rückblick auf die letzten Monate und 2021
Oberbachem. Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung, die aus Corona-Schutzgründen in der vereinseigenen Reithalle stattfand, konnte die 1. Vorsitzende Christiane Camp einen überaus zufriedenen Rückblick auf die letzten Monate und das Jahr 2021 geben. Zum einen ging mit der Fertigstellung des neuen Dachs auf der Reithalle Anfang 2022 ein langgehegter Wunsch in Erfüllung, zum anderen hat die Mitgliederzahl des Vereins einen steilen Anstieg hingelegt. Wie war das möglich?
Dem Bau des 150.000 Euro teuren neuen Dachs auf der Reithalle in der Grube Laura ging eine 12-monatige Planungsphase voraus. Fördermittel aus dem Fördertopf des Landes NRW „Moderne Sportstätten“ in Höhe von 98.000 Euro und ein Zuschuss von der Gemeinde Wachtberg in Höhe von rd. 24.000 Euro wurden eingeworben, ohne die der Bau nicht möglich gewesen wäre. Ende November 2021 starteten die Dachdecker und konnten dank stabiler Wetterlage den Bau bis Ende Januar abschliessen. Der Betrieb in der Halle konnte nach Arbeitsschluss und an den Wochenenden normal aufrechterhalten werden. „Mit den trotzdem verbliebenen Einschränkungen sind alle Mitglieder dank guter vereinsinterner Kommunikation konstruktiv umgegangen“, so Christiane Camp. Betroffen von den zeitweisen Sperrungen war unter anderem auch der seit November 2021 in Oberbachem befindliche Reitschulbetrieb von Anika und Max Tiemeyer.
Die Ponies und jungen Reiter wichen zeitweise in die Halle am Stall Mareile Welsch aus, aber es fanden auch mal Springstunden auf dem Platz statt, nach denen die Beteiligten wegen Regen die Kleidung wechseln mussten. Der Umzug der Tiemeyers von Nieder- nach Oberbachem ist auch einer der wesentlichen Gründe für den steilen Anstieg der Vereinsmitgliederzahlen. Seit November gab es einen Zuwachs von über 70 Mitgliedern auf jetzt aktuell 270. Das Ziel, in Oberbachem die Jugendarbeit zu stärken, wurde eindrucksvoll erreicht: 56 der „Neuen“ sind Kinder und Jugendliche, die auch gleich in großer Zahl zu den Reitabzeichenprüfungen in den Osterferien antraten. Mit über 30 erfolgreichen Teilnahmen gab es nach jahrzehntelanger Pause in Oberbachem wieder einen spannenden Prüfungstag, der mit dem vereinsüblichen grossen freiwilligem Engagement unterstützt wurde.
Die Vorbereitungen zum Prüfungstag gehen nun nahtlos in die Aktivitäten zur Umsetzung des traditionellen Pfingstturniers über, das nach zweijähriger Coronapause endlich wieder stattfinden kann. In diesem Jahr wird es an drei Tagen vom 4. - 6. Juni ausgerichtet und bietet mit 14 Dressur- und 15 Springprüfungen zahlreichen Reitern Gelegenheit zu einem Start in der Region. Aber auch der Spaß soll nicht zu kurz kommen, so wird es z.B. auch einen Paarwettbewerb geben, bei dem der eine Partner so lange den Springparcours durchreitet, wie sich der andere auf dem „elektrischen Bullen“ halten kann. „Die Vorfreude auf das Turnier ist gross“, so Sportwartin Sarah Pinsdorf, „wir hoffen natürlich auf bestes Wetter und sehen schon jetzt an der Anzahl der Nennungen das grosse Interesse der Reiter für unsere Veranstaltung“.
