Meckenheimer Wehr feierte Tag der offenen Tür
Übung mit dem Feuerlöscher für jedermann
Meckenheim. Mit einem Tag der offenen Tür feierte die Freiwillige Feuerwehr in Meckenheim am vergangenen Samstag. Nach der symbolischen Eröffnung durch Zugführer Thomas Ludwig stand vor allem der große Gerätepark im Mittelpunkt des Interesses. Aber auch Mitmachen und Anschauen war angesagt. Denn in jedem Haus sollte ja bekanntlich ein Feuerlöscher stehen, idealerweise wird der sogar regelmässig gewartet. Aber damit kann man ja in aller Regel nicht üben und im Brandfall stellt sich häufig die Frage, wie gehe ich mit dem Gerät richtig um. Wer wollte, konnte auf einer Simulationsanlage damit üben. Die Feuerwehr hatte mittels Gas einen kleinen Flammenwerfer aufgedreht und das Feuer sollte mit einem Feuerlöscher gelöscht werden. Dabei ging es in erster Linie darum, so ein Gerät einmal in der Hand zu halten und auszuprobieren, wie die Technik des Löschers funktioniert. Auch Stadtratsmitglied Ariane Spech ließ sich diese Chance nicht entgehen und griff beherzt zum Feuerlöscher. Die Mitglieder der Meckenheimer Jugendfeuerwehr erklärten den Besuchern geduldig, wie der Löscher funktioniert. Diese waren allerdings statt mit Schaum mit Wasser gefüllt, denn Umweltschutz wird bei der Wehr groß geschrieben. Die Feuerwehr hat sich dank der von Jahr zu Jahr zunehmenden Starkregenereignisse in den letzten Jahren immer mehr auch zu einer Wasserwehr entwickelt. Da war es gut einmal zu sehen, wie die Hochdruckpumpen im praktischen Einsatz laufen und was es bedeutet, wenn in der Minute 800 Liter Wasser durchlaufen. Bei einem Starkregenereignis hat die Feuerwehr nie genügend Material und Personal, da es das besondere eines solchen Ereignisses ist, da gleichzeitig ganz viele Haushalte oder Firmen betroffen sein können. Um hier Abhilfe zu schaffen, verfügt man über zwei Rüstwagen, welche neben einem Notstromaggregat ebenfalls mit leistungsstarken Tauchpumpen auch mit entsprechenden Schläuchen ausgerüstet sind. Diese können aufgebaut werden und sich dann erst mal selbst überlassen, so dass die Wehr sofort mit dem Fahrzeug zu einem weiteren Einsatzort fahren kann.
Kinder konnten mit einer Spritze ein Haus löschen
Daneben gab es vor allem für die Kinder auch viele Wasserspiele, so galt es mit der Spritze ein Haus zu löschen oder an einer imaginären Wurfbude mit dem Wasserschlauch Töpfe vom Podest zu holen. Auch ein kleiner Pool war aufgebaut worden, damit man sich bei der großen Hitze erholen konnte. Bei Temperaturen über 30 Grad hatten viele jedoch kräftig zu arbeiten, am Getränkestand gab es viel zu tun, und in der Halle war bei Kaffee und Kuchen ebenfalls guter Andrang. Einen richtig heißen Job hatten allerdings die Helfer am Grill, welche von mehreren Seiten eingeheizt wurden. Dies wurde dem Publikum am Abend dann mit kölschen Tön, denn mit Schmitz Marie gab es zu lachen, zu feiern und zu schunkeln. Dies alles wurde wie immer von einer guten Mannschaft gewuppt, insgesamt zählt die Einheit Meckenheim 51 aktive Feuerwehrleute und die Jugendwehr kommt nochmals auf 18 Mitglieder. Diese mussten in 2018 bisher 102 Einsätze der verschiedensten Art bewältigen und der Wunsch der Feuerwehr an alle Mitbürger wäre, dass man bei den derzeitigen hohen Temperaturen keine brennenden Zigaretten aus den Autos wirft. Denn diese führten bereits mehrfach zu Flächenbränden, welche die Meckenheimer Wehr in diesem Jahr löschen musste.
STF
Die Jugendwehr demonstrierte den richtigen Umgang mit dem Feuerlöscher. Foto: Stefan Fassbender Pressebuero
Stadtratsmitglied Ariane Stech griff beherzt selbst zum Feuerlöscher. Foto: Stefan Fassbender Pressebuero
