Realschule plus und Fachoberschule Mendig
Umdenken eröffnet neue Möglichkeiten
„Es läuft rund“ in der Realschule plus und FOS Mendig dank der Flexibilität und Kooperation aller Beteiligten
Mendig. Wie können sich Eltern der Grundschulabgänger trotz des Lockdowns ein Bild von der potenziellen neuen Schule ihres Kindes machen? Wie ermöglicht man Online-Unterricht, ohne dass Schüler „abschalten“ oder solche, die keinen Computer haben, regelrecht vom Lernen abgehängt werden? Dies waren zwei zentrale Fragen, die sich den Schulen durch die erneute Schließungsphase seit Mitte Dezember stellten. Dank der starken Gemeinschaft aller am Schulleben Beteiligten und deren Flexibilität fand die Realschule plus und FOS Mendig Antworten auf diese Fragen, die gewährleisten, dass die Schule der Ort ist, an dem man gut und gerne lernt, auch wenn sie gerade nicht der zentrale Lernort ist.
Im Bereich des Fernunterrichtes konnte aus der Not sogar eine Tugend gemacht werden. Frühzeitig entschied man sich, eine Plattform bzw. Software zu verwenden, die nicht nur für die Schule und das Studium genutzt werden kann, sondern die auch in den meisten Unternehmen eingesetzt wird. Somit ist die Arbeit mit diesem System nicht nur Mittel zum Zweck, um den Online-Unterricht auf einer ausgereiften, störungsfrei arbeitenden Plattform zu gewährleisten. Die Schüler eignen sich dadurch wertvolle Kenntnisse in der Anwendung an, die sie für das spätere Berufsleben qualifizieren. Möglich machte dies erst der Schulträger, der Kreis Mayen-Koblenz, indem er zeitnah zusagte, sowohl die Lizenzgebühren für die Schulen in seiner Trägerschaft als auch für die Endgeräte in den Familien zu übernehmen. Es folgte eine arbeitsintensive Phase für die Lehrkräfte, die sich selbst innerhalb kürzester Zeit mit der Software vertraut machten, ihre Unterrichtsinhalte anpassten und die Schüler in die Anwendung einwiesen. Der Lohn blieb nicht aus: Durch des Engagements aller Beteiligten konnte der Unterricht seit Beginn der Schulschließung nahezu vollständig nach Stundenplan ablaufen, was in hoher Zufriedenheit aller Beteiligten – Schüler, Eltern und Lehrkräfte – resultierte, wie eine kürzlich durchgeführte Umfrage bestätigte. Nach wie vor werden mit großem Engagement Best-Practise-Beispiele ausgetauscht, Fortbildungen besucht und neues erprobt, um den Fernunterricht noch weiter zu optimieren.
Schüler-iPads wurden vergeben
Das „i-Tüpfelchen“ folgte dann in dieser Woche: Die langersehnten Schüler-iPads, die aus Mitteln des Digitalpaktes finanziert wurden, konnten ausgegeben werden. Alle Kinder, deren Eltern Bedarf angemeldet hatten, erhielten ein neues und modernes Tablet, das sie als Dauerleihgabe mit nach Hause nehmen durften, um es für unterrichtliche Zwecke zu nutzen. Um die Gefahr von Beschädigungen zu verringern, ließ sich die Schule noch etwas einfallen: Unternehmen, wie z. B. Kreissparkasse Mayen, Volksbank RheinAhrEifel, Heuft Thermo-Oel Backofenbau, R Schmitt Enertec, Heuft Systemtechnik und Westnetz, die schon lange mit der Schule zusammenarbeiten und diese unterstützen, zögerten nicht, die passenden Schutzhüllen für die Schüler-iPads zu finanzieren. Nun steht dem digitalen Lernen nichts mehr im Wege!
Online-Vorstellung für Viertklässler
Eine weitere Herausforderung war es in diesmal, den Viertklässlern und ihren Eltern einen Einblick in die weiterführende Schule zu gewähren. Nachdem der Grundschultag im November aufgrund der Corona-Maßnahmen abgesagt werden musste, wurde eine Online-Variante geschaffen, die auf großes Interesse stieß. Außerdem wurden telefonische Beratungsgespräche mit der Schulleitung angeboten, um individuelle Fragen zu klären. Schnell stand fest, dass für viele Eltern eine virtuelle Besichtigung eine reale nicht ersetzen kann. Deshalb bot die Schule an zwei Terminen Einzelberatungsgespräche vor Ort an, die auf Wunsch mit einem Rundgang zum Kennenlernen der Schule verbunden werden konnten. Dieses Angebot wurde mit Begeisterung in Anspruch genommen und für so manches Grundschulkind war es ein Abenteuer, dieses große, nahezu verwaiste Gebäude mit seinen vielen Räumen in aller Ruhe zu erkunden und sich ein Bild vom zukünftigen Lernort zu machen. Auch den Eltern bot dieser Einblick und die dabei geführten Gespräche eine wichtige Entscheidungsgrundlage, ob die Realschule plus und Fachoberschule Mendig die richtige Schule für ihr Kind ist. Schließlich müssen sie diese wichtige Entscheidung bis spätestens 5. März treffen, da dann die Anmeldefrist endet.
