Allgemeine Berichte | 09.10.2020

Bürgerpanel in Koblenz

Umweltzufriedenheit der Koblenzerinnen und Koblenzer erfragt

Koblenz. Wie zufrieden sind die Koblenzerinnen und Koblenzer mit den Umweltverhältnissen in ihrer Stadt? Die Ergebnisse der zweiten Erhebungswelle des Bürgerpanels zeigen ein sehr differenziertes Bild, dessen Konturen weniger von soziodemographischen Merkmalen als vielmehr vom jeweiligen Wohngebiet der Befragten beeinflusst werden.

Fünf der über 300 im Panel abgefragten Items wurden analysiert und zu einem Themenfeldindex (TFI) „Zufriedenheit mit den Umweltverhältnissen“ verdichtet: Die Zufriedenheit mit (1) der Luftqualität, (2) dem Lärmpegel, (3) der Sauberkeit und (4) den Grünflächen im Stadtgebiet sowie (5) der Grad der Zustimmung zur Aussage „Koblenz ist eine grüne Stadt.“ Die Indexwerte für die 2 544 Befragten, die zu allen fünf Items Angaben machten, spannen den gesamten möglichen Bereich zwischen 0 (maximale Unzufriedenheit) und 100 Punkten (maximale Zufriedenheit) auf. Das arithmetische Mittel liegt bei 60 Punkten und bestätigt damit ein eher ambivalentes Stimmungsbild hinsichtlich der Umweltgegebenheiten in Koblenz.

Durchaus interessant ist der Befund, dass die Bereitschaft, sich im Tätigkeitsfeld Umwelt- und Naturschutz ehrenamtlich zu engagieren und damit zu einer Verbesserung der Gegebenheiten beizutragen, umso größer ist, je stärker die Unzufriedenheit mit den Umweltverhältnissen in Koblenz ausgeprägt ist.

In der Differenzierung nach soziodemographischen Merkmalen bieten die Altersgruppen noch am ehesten einen Ansatz zur Erklärung der beobachteten Differenzierungen. Während sich Alt und Jung hinsichtlich des TFI-Wertes kaum unterscheiden, trifft dies nicht auf die einzelnen Dimensionen des Index zu. Lärmpegel, Luftqualität und vor allem die mangelnde Sauberkeit in der Stadt werden vor allem von den älteren Befragten beanstandet. Umgekehrt sieht es bei den Grünflächen aus. Hier sind die jüngeren Altersgruppen deutlich unzufriedener. Außerdem trifft die Aussage „Koblenz ist eine grüne Stadt“ bei den Jüngeren auf eine signifikant niedrigere Zustimmung als es bei den Befragten im Rentenalter der Fall ist.

Geschlecht, Bildungsniveau oder Haushaltstyp (mit bzw. ohne Kinder) bieten dagegen kein statistisches Unterscheidungspotenzial mit Blick auf die Zufriedenheit der Befragten mit den Umweltverhältnissen.

Erwartungsgemäß unterscheiden sich die Stadtteile deutlich in der Zufriedenheit mit den verschiedenen Umweltaspekten. Besonders positiv fällt die gesamte Bewertung auf der rechten Rheinseite, im Stadtteil Oberwerth und in Teilen der Karthause aus. Ausnahme: Die Befragten in den Stadtteilen des rechtsrheinischen Talgebiets (Ehrenbreitstein, Pfaffendorf und Horchheim) sind in hohem Maße mit dem Lärmpegel, wohl bedingt durch Straßen- und v.a. durch den Güterschienenverkehr, unzufrieden. Ansonsten ist der Lärmpegel vor allem in der Altstadt und in Rübenach ein wichtiges Thema. Während aber in der Altstadt zumindest die Grünflächen überdurchschnittlich gut abschneiden und damit den TFI aufwerten, weist Rübenach den mit Abstand niedrigsten Indexwert für die Zufriedenheit mit den Umweltverhältnissen aller Koblenzer Stadtteile auf. Dieser resultiert aus einer weit überdurchschnittlichen Unzufriedenheit mit sämtlichen abgefragten Umweltaspekten.

Ebenfalls wenig überraschend ist der starke Zusammenhang zwischen der Zufriedenheit mit dem Kfz-Verkehrsaufkommen als Lärm- und Schadstoffemittent und der Bewertung von Luftqualität und Lärmpegel. Des Weiteren attestieren die Befragten, die mit den Umweltverhältnissen sehr unzufrieden sind, der Stadt in weitaus geringerem Maße, dass diese sich im Kampf gegen den Klimawandel engagiere.

Zusammenfassend zeigt die themenspezifische Analyse, welche Bedeutung die Zufriedenheit mit den Umweltverhältnissen auf die Bewertung der Lebensqualität hat. Je niedriger die Zufriedenheit desto höher ist der Anteil der Befragten, die der Stadt Koblenz eine hohe Lebensqualität absprechen. Kein anderes der hier untersuchten Kontextitems korreliert stärker mit der Bewertung der Umweltgegebenheiten als der Zustimmungsgrad zur Aussage „Koblenz hat eine hohe Lebensqualität.“

Alle Ergebnisse des Bürgerpanels: www.statistik.koblenz.de

Pressemitteilung der

Stadt Koblenz

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Kommentare
10.10.202004:54 Uhr
juergen mueller

Das Bürgerpanel ist eine Beteiligungsform ohne Aussagekraft,die sich ausdrücklich an einen nur kleinen Teil der Bevölkerung und zwar individuelle Bürger*innen richtet.Es gibt kein repräsentatives Meinungsbild wieder,da das große Beteiligungspotential in einer Stadt wie Koblenz mit über 100 000 Einwohnern auf diese Weise nicht ausgeschöpft werden kann u.soll.Es ist einfach lächerlich,von 3 000 Befragten 2544 auszuwerten,daraus ein Stimmungsbild zu formen bis es passt.Auch ist ein Bürgerpanel nicht dazu angetan,die Kommunikation zwischen Politik u.Bürgern zu fördern,solange sich lokale,politische Entscheidungsträger (wie in RÜBENACH) auf inhaltlose Reden beschränken,Versprechungen abgeben,die sie nicht einhalten,Aussagen tätigen,die völlig falsch sind (Ratsmitglied der SPD im Ausschuss für Stadtentwicklung u.Mobilität am 06.10.2020),eine Bürgerinitiative komplett ignorieren, Informationen nur soweit weitergeben,wie man es für richtig hält u.sich selbst dadurch nicht schadet.

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