Allgemeine Berichte | 07.04.2025

Naturschutzgarten Niederwerth bei der GDKE:

„Und woher stammen die vielen Austernschalen?“

„Für einen Armreif eindeutig zu klein“. Vanessa und Pauline Adler bekommen Antworten von Herrn Lennart Niehues, einem „echten Archäologen“ der GDKE, mit aktuellem Schülerpraktikant vor gesammelten Fundstücken. Fotos: Stefan Krumme

Niederwerth. Diese und viele andere Fragen wurden jetzt gemeinsam mit dem Naturschutzgarten Niederwerth und der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) in Koblenz-Niederberg diskutiert. Manches konnte sogar sofort aufgeklärt werden. „Aber die Menge an Austernschalen, die beim Pflügen und Grabungsarbeiten in Niederwerth zum Vorschein kommen, geben auch Experten noch Rätsel auf.

„Ich dachte, so als Einstimmung in den Tag mit „echten“ Archäologen - Och, guckste vorher noch über einen Acker eines befreundeten Landwirts. Und auf Anhieb waren auch hier wieder vier Schalen in allen Zersetzungsstadien gefunden“ so Krumme. Vergleichbare Schalenreste wurden schon vorher wiederholt bereits bei der Anlage von Biotop-Teichen im Naturschutzgarten Niederwerth gefunden und als „Europäische Auster“ durch Prof. Dr. Sigwart vom Forschungsinstitut Senckenberg bestimmt. „Eine Salzwasserart, die in der Nordsee mittlerweile nahezu ausgestorben ist“. Für Archäologen sind Schalenreste von Austern ein Hinweisgeber auf die Anwesenheit von Römern. Austern waren schon damals eine erlesene römische Feinkost einer herrschenden Oberschicht, mit der man sich bewusst von gewöhnlicher Hausmannskost Normalsterblicher abgrenzen wollte.

Und auch vieles andere deutet mittlerweile darauf hin, das „unsere“ Insel schon Tausende Jahre vor Christi Geburt besiedelt war. Also zur Zeit als es noch häufig wildlebende Großtiere wie Auerochse, Wisente und Braunbären gab und Herden von Wildpferden durch die Flussniederung des Rheins gallopierten. Ja, unglaublich - tatsächlich lebten wohl auch schon vor dem Bau der Pyramiden von Gizeh Menschen auf Niederwerth! Und es gab zu dieser Zeit bereits funktionierende Wirtschaftsbeziehungen von Homo sapiens quer durch halb Europa!

„Geschichte ist wirklich so mega spannend“.

Wer sich über den Naturschutzgarten Niederwerth informieren möchte, ist herzlich am Ostersonn- und Montag 20./ 21.4. zu den Info-Ständen am Eingang West eingeladen. Helfer sind besonders gerne willkommen bei stefan.krumme@freenet.de

Stefan Krumme

Impro- Theater, „Zeitreise“, 1. Akt: Pauline Adler, hier „Grundschulpraktikantin“ bei der „GDKE“ bei „ersten Voruntersuchungen“ auf dem Schulhof Niederwerth.

Impro- Theater, „Zeitreise“, 1. Akt: Pauline Adler, hier „Grundschulpraktikantin“ bei der „GDKE“ bei „ersten Voruntersuchungen“ auf dem Schulhof Niederwerth.

Ein Austernschalenrest.

Ein Austernschalenrest.

„Für einen Armreif eindeutig zu klein“. Vanessa und Pauline Adler bekommen Antworten von Herrn Lennart Niehues, einem „echten Archäologen“ der GDKE, mit aktuellem Schülerpraktikant vor gesammelten Fundstücken. Fotos: Stefan Krumme

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