Allgemeine Berichte | 29.05.2026

Der heutige Skatepark ist vollständig ehrenamtlich entstanden

Unkel: Skatepark „Wheelie“ soll ein dauerhafter Ort für Jugendliche werden

Der Skatepark „Wheelie“ hat sich zu einem lebendigen Treffpunkt für Kinder, Jugendliche und Familien aus der gesamten Region entwickelt.

Unkel. Was vor einigen Jahren mit einigen selbstgebauten Rampen begann, ist im Bürgerpark Unkel heute kaum noch wegzudenken: Der Skatepark „Wheelie“ hat sich zu einem lebendigen Treffpunkt für Kinder, Jugendliche und Familien aus der gesamten Region entwickelt. Fast täglich wird hier geskatet, BMX oder Scooter gefahren – oder einfach gemeinsam Zeit verbracht. Gerade nach der Schule ist der Platz oft voller Leben. Für viele Jugendliche ist der Skatepark längst mehr als nur ein Sportangebot geworden.

„Wir haben gemerkt, dass hier etwas entstanden ist, das weit über das Skaten hinausgeht“, sagt Martin Koch von der Initiative Wheelie. „Hier treffen sich junge Menschen, helfen sich gegenseitig, lernen voneinander und gestalten ihren Ort selbst mit.“

Besonders ist dabei: Der heutige Skatepark ist vollständig ehrenamtlich entstanden. Vereinsmitglieder, Eltern sowie viele Jugendliche selbst haben in den vergangenen Jahren Rampen organisiert, gebrauchte Skate-Elemente aus Stahl beschafft, aufwendig wieder hergerichtet und die Anlage Schritt für Schritt weiterentwickelt. So ist aus einem kleinen Provisorium ein stark genutzter Ort für Bewegung, Begegnung und Beteiligung entstanden.

Doch die bestehende Anlage aus mobilen Holz- und Metallelementen stößt inzwischen zunehmend an ihre Belastungsgrenzen. Die intensive tägliche Nutzung und das hohe Besucheraufkommen machen deutlich, dass ein dauerhafter Ausbau notwendig geworden ist.

Deshalb soll nun der erste große Bauabschnitt eines inklusiven Skateparks aus langlebigem Beton umgesetzt werden. Die neue Anlage soll sicherer, leiser und dauerhaft nutzbar sein und künftig unter anderem auch für Rollstuhlsport (WCMX) geeignet werden.

„Der Skatepark ist total wichtig für mich. Seit ich den entdeckt habe, bin ich ganz oft hier“, sagt Otto (15) aus Rheinbreitbach. „Ich finde es super, dass man hier auch mithelfen und mitentscheiden kann, was als Nächstes gebaut wird.“

Die 13-jährige Elisa ergänzt: „Ich komme fast jeden Tag her, um zu skaten und meine Freunde zu treffen. Es ist einfach richtig schön, dass es diesen Ort gibt.“

Für das Projekt mit einem Gesamtvolumen von rund 240.000 Euro konnten bereits knapp 90 Prozent der Finanzierung gesichert werden – unter anderem durch Fördermittel, Stiftungen, Spenden und sehr viel ehrenamtliches Engagement. Das Projekt wurde zudem innerhalb der LEADER-Region Rhein-Ahr priorisiert und befindet sich aktuell im Förderverfahren.

Nun geht es darum, auch die letzten fehlenden Mittel für den ersten Bauabschnitt zusammenzubringen.

„Dass wir mit einem überwiegend ehrenamtlich entstandenen Projekt heute an diesem Punkt stehen, hätten wir vor einigen Jahren selbst kaum gedacht“, sagt Koch. „Jetzt hoffen wir, den letzten Schritt gemeinsam mit weiteren Unterstützern aus der Region gehen zu können.“

Denn im Bürgerpark entsteht nicht einfach nur ein Skatepark. Es entsteht ein dauerhafter Ort für Bewegung, soziale Begegnung und Teilhabe – von jungen Menschen mitgestaltet und von vielen Menschen aus der Region getragen.

Weitere Informationen und Ansprechpartner: Martin Koch, Leiter der Initiative Wheelie, Vorstandsmitglied bei Gemeinsam für Vielfalt e.V., 01715443682, wheelie@gfv-unkel.de, GfV-Unkel.de, Insta:@wheelieunkel.

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Der Skatepark „Wheelie“ hat sich zu einem lebendigen Treffpunkt für Kinder, Jugendliche und Familien aus der gesamten Region entwickelt. Foto: privat

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