Heppinger Junggesellen mit kreativer Idee zu St. Martin
Unterhalb der Landskrone erstrahlte der Schriftzug „Bleibt gesund“
Heppingen. Auch in Heppingen mussten alle geplanten Veranstaltungen, insbesondere aber der Martinszug, Corona-bedingt abgesagt werden. Am Patronatsfest des Heppinger Kirchenpatrons St. Martin kein Martinsfest, kein Martinsumzug, rein gar nichts? Das geht gar nicht, darin waren sich die beiden Vorstandsmitglieder des Heppinger Junggesellenvereins St. Martinus Heppingen e.V. von 1832, Philipp Steinborn und Kai Lingen, einig. Zumindest eine Botschaft zum Martinstag sollte von den Heppinger Junggesellen an die Bewohner des Ortes am Fuße der Landskrone erfolgen. Und so entstand die Idee, am Martinsfeuerplatz an der Landskrone, an dem die Junggesellen seit vielen Jahrzehnten das Martinsfeuer für die Heppinger Bürgerinnen und Bürger aufbauen und abbrennen, eine Alternative zu schaffen. Für die Bewohner Heppingens sollte wenigstens eine Botschaft, verbunden mit einem Wunsch anstelle des Martinsfeuers ins Tal gesandt werden. Mit viel Engagement und unter Einhaltung der Corona-Vorgaben wurde die Idee umgesetzt. In großen Buchstaben hatten Mitglieder des Junggesellenvereins auf einem etwa 8 x 18 Meter großen Strohvlies „BLEIBT GESUND“ aufgemalt. Pascal Delord vom Landskroner Hof hatte das Vlies den Junggesellen zur Verfügung gestellt. Pünktlich um 18 Uhr, wenn sonst das Martinsfeuer entzündet wird, sollte das große Banner in der Dunkelheit angestrahlt werden. Mit kleiner Zeitverzögerung war es dann soweit: das mehrfach getestete Stromaggregat funktionierte dann doch wieder und brachte den Wunsch der Heppinger Junggesellen nicht nur nach Heppingen, sondern war auch weithin sichtbar ins Ahrtal hinein und ebenfalls für die Nutzer der Autobahn. Und in Heppingen selbst hatten viele Bürgerinnen und Bürger - wie in den früheren Jahren auch - ihre Häuser mit Laternen und Kerzen geschmückt. Und so kam dann doch noch ein wenig St. Martins-Stimmung in Heppingen auf. Ein Lob an die Heppinger Junggesellen für diese kreative Idee und ihr Engagement für die Dorfgemeinschaft.
