Allgemeine Berichte | 06.08.2018

Vier Jahre neuer Markt in Bendorf

Uralte Tradition mit reformiertem Konzept

Heiße Geburtstagsparty im Jahrhundertsommer

Wegen der extremen Hitze füllt sich der Marktplatz nur zögerlich. Fotos: GM

Bendorf. Es war wohl einer der heißesten Tage in diesem nicht enden wollenden Hitzesommer, aber auch bei fast 40 Grad Außentemperatur ließen es sich die Marktbetreiber, viele Stammgäste und noch mehr Besucher aus nah und fern nicht nehmen, ein kleines Jubiläumsfest zur vierjährigen Auflage des neu konzipierten Bendorfer Wochenmarktes vor der Doppelkirche St. Medard zu feiern.

Dabei begann alles bereits im Jahre 1560, die Stadt Bendorf erhielt per kaiserlichem Dekret die Marktrechte, somit gibt es in Bendorf seit über 450 Jahren Märkte. Angefangen hat es mit Viehmärkten, später wurden landwirtschaftliche Produkte und Haushaltsgüter angeboten. Schon früh etablierte sich ein ständiger Wochenmarkt, dieser verlor allerdings im Laufe der Zeit mangels Interesse der Bevölkerung zusehends an Attraktivität für die Marktbeschicker und stand deshalb im Jahre 2013 vor dem endgültigen Aus.

Nach einer Verlagerung der Zuständigkeit in der Stadtverwaltung vom Ordnungsamt in die Verantwortung der Abteilung Wirtschaftsförderung entwickelte Abteilungsleiter Werner Prümm mit seiner engagierten Mitarbeiterin Sabine Schmidt und ihrem Team ein völlig neues Konzept, das von Anfang an eine positive Resonanz bei der Bevölkerung erhielt. So wurde beispielsweise der Markttag familienfreundlich vom Donnerstagvormittag auf den Freitagnachmittag verlegt, der Schwerpunkt der Angebote ist jetzt auf Frische und Regionalität ausgerichtet, weiter finden daneben in regelmäßigen Abständen Motto- und Eventmärkte statt, die mittlerweile Kultstatus haben und zusätzlich eine große Besucherschar aus der näheren und weiteren Umgebung nach Bendorf locken. Neue Anbieter wurden gefunden, die ein vielfältiges und qualitativ hochwertiges Warensortiment bereithalten. Somit konnte sich in Bendorf wieder ein funktionierendes Marktgeschehen mit durchweg guten Besucherzahlen etablieren. Das „Gesicht“ des Marktes ist Sabine Schmidt, die ständig präsent ist und immer ein offenes Ohr für Gäste und Standbetreiber hat. Sie sorgt engagiert und kompetent mit vielen neuen Ideen für permanente Abwechslung im Marktgeschehen, dadurch ist sie weit über die Grenzen Bendorfs als die „Marktfrau“ bekannt. Somit ist es nicht verwunderlich, dass Sabine Schmidt den vierten Jahrestag nach der Neuausrichtung des Wochenmarktes zum Anlass nahm, diesen gebührend mit „ihrem“ Publikum, den Stammgästen und den Fieranten zu feiern. Zur Kompensation der großen Hitze sorgte der Sänger und Tastenvirtuose Ralf „Kniff“ Rosenbaum mit einem bunten Melodienstrauß für musikalisch coole Unterhaltung und zauberte mit seiner Musik beste Stimmung auf den Kirchplatz. Der Besucherstrom hielt sich bei den extremen Temperaturen am Nachmittag zwar in Grenzen, aber gegen Abend war in Bendorf mal wieder die „Hütte“ voll.

Eine rundum gelungene Geburtstagsparty, wenn alle Besucher, Gäste und Stammtischler mit ihren Einkäufen für weiter gute Umsätze sorgen, wird auf dem Bendorfer Wochenmarkt wohl noch so manche Party gefeiert werden können.

Sänger und TastenvirtuoseRalf ‚Kniff‘ Rosenbaum sorgte für gute Stimmung.

Sänger und Tastenvirtuose Ralf ‚Kniff‘ Rosenbaum sorgte für gute Stimmung.

Bunte Blumenpracht zum Geburtstag.

Bunte Blumenpracht zum Geburtstag.

‚Marktfrau‘ Sabine Schmidtmit ihrem Vater am Marktstammtisch.

‚Marktfrau‘ Sabine Schmidt mit ihrem Vater am Marktstammtisch.

Kaffee und Kuchen hielten die Mülhofener Möhnen bereit.

Kaffee und Kuchen hielten die Mülhofener Möhnen bereit.

Wegen der extremen Hitze füllt sich der Marktplatz nur zögerlich. Fotos: GM

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