Allgemeine Berichte | 12.09.2018

Alternative Bestattungsformen im Vormarsch

Urnenstele führt in Oberbachem zu kontroversen Diskussionen

Ortsbegehung mit Alternativvorschlag für passenden Standort

Vor allem gegen den geplanten Standort regte sich der Widerstand der Bürgerschaft bei der Ortsbegehung. CEW

Wachtberg. Für kontroverse Diskussionen sorgte eine geplante Urnenstele für den Friedhof in Oberbachem. Eigentlich hatte die Politik bei der Ortsbegehung und der anschließenden Ortsvertretungssitzung nur noch den genauen Standort und die Farbe der Stele festlegen wollen. Ins Auge gefasst hatte man den großen Platz direkt vor der Kirche. Dagegen wehrten sich aber die ortsansässigen Bürger.

Dass kein Oberbachemer eine solche Stele überhaupt haben wolle, stellte sich in den Gesprächen als nicht ganz zutreffend heraus. Einige befürworteten die Erweiterung der vorhandenen Möglichkeiten, Urnen beizusetzen. Man müsse den Entwicklungen ins Auge schauen, vor allem, weil sich in den letzten Jahren bereits viele Bürger mangels ausreichender Möglichkeiten für eine auswärtige Bestattung entschieden hatten. Man wolle seine Angehörigen schließlich in der Nähe haben und die letzte Ruhestätte besuchen können, auch wenn man nicht mehr so mobil sei, so der Tenor.

Den Standort direkt neben dem denkmalgeschützten Gotteshaus empfanden trotzdem viele Bürger als Zumutung. Einen grünen Platz stellte man sich hier vor, an dem ältere Leute auch gemütlich sitzen könnten. Dies sei kein passender Platz für eine Urnenstele. Wenn schon solch eine Stele notwendig sei, dann sollte man einen anderen Platz dafür finden, so Altbürgermeister Paul Giersberg.

Er hatte sich mit dem Sachverhalt auseinandergesetzt und festgestellt, dass die Installation an einem geschützten Platz an freien Grabstellen, unweit des ursprünglich geplanten Standorts, möglich sei. Für die Trauernden hätte das den für viele Menschen willkommenen Nebeneffekt, dass sie während der Trauerfeier und bei späteren Besuchen nicht das Gefühl hätten, mitten auf einem öffentlichen Platz zu stehen. Tatsächlich bietet der alternative Standplatz neben einer Mauer im Grünen eher die Möglichkeit, sich zur Trauer zurückzuziehen wie an einem normalen Grab.

Nach kontroverser Diskussion konnte der Beschluss gefasst werden, dass die Ortsvertretung an den Rat die Bitte weiterleitet, den alternativen Standort zu überprüfen und die Stele dort aufstellen zu lassen. Auf die Farbe, einen dunklen Steinton mit hellen Zwischenflächen, einigte man sich mit großer Mehrheit. Auch befürwortete die große Mehrheit das geplante Sternenfeld für ungeboren verstorbene Kinder.

Vor allem gegen den geplanten Standort regte sich der Widerstand der Bürgerschaft bei der Ortsbegehung. Foto: CEW

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Heimat aktiv erleben
Projektingenieur
Grillsaison Filiale Dernbach
Titelanzeige KW 25 Helene Theis
Heizöl/Diesel/Holzpallets
Bestellung Nr. 4300003040 - W100 - 606 - -RhS_BA KW25
Empfohlene Artikel
Der voll besetzte Marktplatz. Fotos: DU
46

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Obwohl er heuer schon in die 5. Runde geht, war der „Musiksommer Ahrweiler“ noch Ende Mai akut in Gefahr. Durch den relativ kurzfristigen Rückzug einer Sponsorenzusage, war dem beliebten Musikevent, das überdies nicht unerheblich zur Innenstadtbelebung beiträgt, eine wichtige Finanzierungssäule von rund 20.000 Euro weggebrochen. Doch dank des Engagements bestehender und neuer...

Weiterlesen

Laura Epstein (Mitte) wird neue Mayschoßer Weinkönigin, Eva Kirsch wird als Weinprinzessin amtieren. Rechts Mirco Burkardt (stellv. Vorsitzender WG Mayschoß-Altenahr). Foto: DU
41

Mayschoß. Zwei Wochen nachdem in Altenahr die zukünftigen Weinmajestäten verkündet wurden, zog mit Mayschoß am vergangenen Wochenende ein weiterer Mittelahr-Ort in Sachen Weinmonarchie nach: kommende Weinkönigin des Jahres 2026/27 wird Laura Epstein! Durch ihren Freund, der aus einer Mayschoßer Winzerfamilie stammt, ist die 25-jährige Musikerin eng mit dem Wein und dessen Anbau vertraut, schon oft packte sie im Weinberg tatkräftig mit an.

Weiterlesen

Noah Bach (links) und Niclas Hauffe besprechen die Flugroute, bevor sie vom Flugplatz Ailertchen aus zur Befliegung der Mittelspannungsleitungen starten
30

Koblenz/Westerwald/Eifel. Wenn Noah Bach und Niclas Hauffe in die Luft gehen, ist das kein Zeichen schlechter Laune, sondern hoch konzentrierte Präzisionsarbeit. Im Auftrag der Energienetze Mittelrhein (enm) inspizieren die beiden aktuell per Helikopter die Mittelspannungsfreileitungen zwischen Eifel und Westerwald. Ihr Ziel: mögliche Schäden frühzeitig erkennen, bevor sie zu Störungen führen. Während...

Weiterlesen

Weitere Artikel
Aufgrund eines Ladendiebstahls fahndet die Polizei nach dem Verdächtigen.
1038

Hochpreisiges Parfüm gestohlen

Bonn: Polizei fahndet nach Ladendieb

Bonn. Fahndung nach einem mutmaßlichen Ladendieb in Bonn: Das Kriminalkommissariat 15 der Bonner Polizei hat eine öffentliche Suche nach einem Verdächtigen eingeleitet, der im Verdacht steht, am 12. März 2026 ein teures Parfüm aus einer Parfümerie in der Bonner Innenstadt gestohlen zu haben.

Weiterlesen

Foto: Polizei
8253

Die Gesuchten sollen einen 24-Jährigen bewusstlos geprügelt haben:

22.06.: Fahndung: Wer kennt diese Männer?

Köln. Die Kriminalpolizei Köln fahndet mit Bildern von Zeugen nach zwei Männern, die am 12. Februar (Weiberfastnacht) einen 24-Jährigen angegriffen und schwer am Kopf verletzt haben sollen.

Weiterlesen