Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Aktionsgruppe „bunt blühendes Linz“

Uwe Hüngsberg: Das ist es mir wert

Uwe Hüngsberg: Das ist es mir wert

Das Foto zeigt von links: Uwe Hüngsberg, Gärtnerin Julia Framke, Bauhofleiter Guido Rings, Vorarbeiter Hasan Binakaj.Foto: privat

23.04.2019 - 16:41

Linz. Linz ist wegen seiner altehrwürdigen Fachwerkhäuser und seines regen Kulturlebens als „Bunte Stadt am Rhein“ bekannt. Zieht es aber einen Hobbygärtner nach Linz, der sein Herz auch für die Imkerei entdeckt hat, so verliert Linz gleich nach dem Verblühen der prächtigen Obstbäume auf den Hängen ringsum seine bunte Blütenpracht. Uwe Hüngsberg ist nach einigen wenigen Jahren in Linz kein Neubürger mehr. In diesem Frühling hat es ihn noch mehr gepackt als in den Jahren vorher: Bunte Blüten müssen her – und zwar zum Gefallen für Mensch und Insekt. Andere Städte machen es vor: wunderbare Zwiebelblumen und später im Jahr eindrucksvolle Staudenbeete in Neuwied, dunkelviolette Krokusse auf beinahe allen städtischen Rasenflächen in Bad Honnef, nicht abgeerntetes und somit blühendes Gemüse in Andernach oder die bienenfreundliche Stadt Mayen.

Er bewarb sich mit seiner Idee vom „bunt blühenden Linz“ bei der Leader-Region Rhein-Wied und erhielt die Zusage zur Übernahme der Kosten von 1523 Euro, um Linz im nächsten Frühling mit tausenden bunt blühenden Zwiebelblumen zur „bunt blühenden Stadt am Rhein“ zu machen. „Das Geld muss ich zwar vorstrecken, aber das ist es mir wert“, erklärte Uwe Hüngsberg, der als Hobbyimker auch Vorsitzender des Kreisimkerverbands Neuwied und des Bienenzuchtvereins Asbach ist. „In enger Abstimmung mit der Gärtnerin und dem Leiter des Bauhofs der Stadt Linz werde ich den Ankauf der Blumenzwiebeln umsetzen und nochmals überdenken, wo welche Blumen stehen sollen, aber die eigentliche Pflanzaktion im Herbst benötigt dann dringend viele fleißige Helfer, denn mehrere tausend Blumenzwiebeln sind nicht mal eben so von leichter Hand gesetzt“, verdeutlichte der Initiator. Er möchte gern die Kinder aus der Grundschule oder den Kindergärten als Verbündete gewinnen und wird Gespräche mit den Leitungen aufnehmen. „Der Stadtbürgermeister war so freundlich, die Schirmherrschaft über die Aktion zu übernehmen. Nun suche ich engagierte Bürger, die an diesem und anderen Projekten für ein bunt blühendes Linz teilhaben wollen.“

Hüngsberg hat mit den Verantwortlichen des städtischen Bauhofs eine weitere Idee in die Tat umgesetzt: „Gartenfreunde wissen, dass ab und an zu üppig gewordene Stauden verjüngt werden müssen, um die Blühfreude zu erhalten. Also fallen Reststücke an, die der Stadt kostenfrei zur Verfügung gestellt werden können, um insgesamt für mehr Straßenbunt zu sorgen.“ Der Bauhof sucht aktuell noch nach dem geeigneten Behältnis, aber alsbald steht auf dem öffentlich zugänglichen Hof des Bauhofs an der Asbacher Straße eine Kiste, in die die Pflanzen gelegt werden können: die „Staudenkiste“. Auch alle anderen blühfähigen Pflanzen, zum Beispiel verblühte Zwiebelblumen oder blühende Sträucher, können dorthin gebracht werden. Die Stadtgärtnerin wird sich der Pflanzenspenden annehmen und nach eigener Entscheidung an geeigneter Stelle einpflanzen.

„Wichtig ist uns dabei, dass kein Abfall dort angeliefert wird und auch sehr große Mengen oder große Sträucher nur nach telefonischer Abklärung abgegeben werden“, verdeutlicht Julia Framke.

Eine erste Zusammenstellung von Staudenresten und verblühten Zwiebelblumen brachte Uwe Hüngsberg noch vor Ostern zum Bauhof. „Ich halte mich vollkommen raus, wenn es um den zukünftigen Standort der Blumen geht. Das ist Sache der Gärtnerin, denn letztlich ist sie verantwortlich. Mit der Zeit werden an vielen Stellen im Stadtgebiet plötzlich Blüten erscheinen, die uns sicher freudig überraschen werden. Natürlich geht es mir als Imker um ein Zeichen gegen das Insektensterben und um den Erhalt und Ertrag meiner Honigbienenvölker, aber ich bin mir sicher, dass sich Bewohner und Gäste in Linz noch wohler fühlen, wenn sie eine bunt blühende Artenvielfalt in Flora und Fauna vorfinden.“

Auch Citymanagerin Karin Wessel ist involviert und prüft die Einrichtung eines zweckgebundenen Verwahrkontos, auf das Geldspenden der Bürger für die Anschaffung von blühfähigen Pflanzen durch den Bauhof eingezahlt werden können. Dazu stellt Hüngsberg klar: „Wir rechnen dabei nicht unbedingt mit hohen Summen, aber wir halten das für eine tolle Möglichkeit, um denjenigen, die selbst nicht mit Pflanzenspenden oder aktiver Arbeit beitragen können, doch die Chance zur realen Unterstützung geben zu können.“

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
Weitere Berichte

Der Remagener Bürgermeister Björn Ingendahl im Interview

„Wir dürfen jetzt nicht schludern“

Remagen. 2020 ist ein besonderes Jahr und die Corona-Pandemie hinterlässt Spuren. Diese machen sich nicht nur im alltäglichen Umgang miteinander bemerkbar: Der Virus hat auch in den kommunalen Kassen Löcher hinterlassen, auch die Wirtschaft – insbesondere der örtliche Einzelhandel vor Ort – hat gelitten. Während in den Anfangswochen der Pandemie die Zukunft ungewiss war, besteht heute die Möglichkeit... mehr...

Weitere Berichte
Fünf erfolgreiche
Absolventen in der Altenpflege

Caritasverband Mosel-Eifel-Hunsrück e.V. gratuliert zum Bestehen der Prüfungen

Fünf erfolgreiche Absolventen in der Altenpflege

Region. Im Caritasverband Mosel-Eifel-Hunsrück e.V. absolvierten fünf Auszubildende in diesem Sommer ihre Abschlussprüfung in der Altenpflege und in der Altenpflegehilfe. mehr...

„Mosaik der Kulturen 2020“

Open-Air-Ausstellung an mehreren Wanderwegen

„Mosaik der Kulturen 2020“

Region. Alle Menschen, unabhängig von ihrer Kultur oder ihrem Heimatland, haben eine Gemeinsamkeit - sie haben Träume. mehr...

Politik

Ortsgemeinde Laubach

Gemeinderatssitzung

Laubach. Die 9. Sitzung des Ortsgemeinderats Laubach findet am Donnerstag, 6. August, um 19.30 Uhr im Gemeindehaus Laubach statt. mehr...

Auslösewerte für Lärmsanierung werden gesenkt

Peter Bleser begrüßt die Absenkung

Region. „Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) wird die Auslösewerte für die Lärmsanierung an bestehenden Bundesfernstraßen und für die Eisenbahnen des Bundes um weitere 3 dB(A) absenken.“ Dies teilte das BMVI in einer Pressemitteilung vom 27. Juli mit. mehr...

Sport

RTV-M1883 Handball

Saisonvorbereitung

Rheinbach. Nach der langen Corona-Pause läuft bei den Regionalligahandballern des RTV-M1883 seit vier Wochen die Vorbereitung auf die am 29. August bei der HSG Siebengebirge beginnende Saison. Am Wochenende standen dann auch die ersten Testspiele gegen zwei Oberligisten auf dem Programm. mehr...

Stadtsportverband Rheinbach

Fit sein- Fit bleiben mit SPORT im PARK 2020

Rheinbach. „Wir sind mit Vorfreude in der vorbereitenden Phase zum 10. August. Endlich können wir den Bürgern, nach dem Erfolg in 2019, wieder ein kostenfreies und attraktives Sportangebot anbieten. Nach... mehr...

Spaß, Sport und viel Spannung

Sommercamp von Tomburg Boxing Rheinbach e.V

Spaß, Sport und viel Spannung

Rheinbach. Die Rheinbacher Kickboxer von Tomburg Boxing organisierten erstmalig ein Sommercamp. Es ging nach Bergheim Mühlenramede im Sauerland . Der ehemalige Kindertrainer Marc Krätzig und seine Frau haben dort die Leitung übernommen. mehr...

Lesen Sie Jetzt:
Umfrage

Debatte in Bundesländern um Abschaffung der Maskenpflicht - Was sagen Sie?

Nein, auf keinen Fall.
Ja, ich bin dafür.
Lieber eine Empfehlung statt Pflicht.
4129 abgegebene Stimmen
aktuelle Beilagen
 
Kommentare
Jürgen Müller:
Der Bitte/Forderung von Anwohnern/Herrn Altmaier ist seitens der STADT zu folgen, die bisher KEINE Weitsicht und Kompetenz gezeigt hat - im Gegenteil.Die Reaktion von Herrn Langner ist mehr als bedenklich und kindergartenmässig.Die Auswüchse von alkohol- und feierwütigen Unbelehrbaren in Coronazeiten hat er NICHT im Griff - auch NICHT seine offensichtliche Eitelkeit und Reaktion auf berechtigte Kritik.
Gabriele Friedrich:
Alkoholverbot in der Öffentlichkeit, ob mit oder ohne Corona. Was in anderen Ländern hervorragend funktioniert, scheint in Deutschland unmöglich. Auch die Pizza-Esserei auf der Straße, da braucht man sich nur einmal die städtischen Müllkörbe anzusehen. Wann raffen die Politiker endlich mal, das sie sich auch unbeliebt machen dürfen, wenn es Sinn macht. Keine Chance den Alkoholikern und so schützt man auch Jugendliche, die ohnehin schon zu viel "saufen" Wenn der OB sich beschwert, soll er halt seine Arbeit machen und zwar so, wie die Wähler das wollen.
Jean Seligmann:
Verbote, Verbote und nochmals Verbote, könnt ihr nichts anderes mehr? Es ist doch klar Erkennbar das die Menschen diese immer mehr unterlaufen, lt. einer Studie haben sich 2/3 der Menschen in Deutschland nicht an die Corona-Verbote gehalten! Es geht auch anders, schaut euch Schweden an, sinkende Infektionszahlen! Und das ohne Panik schüren, Verbote, Strafe, hier wurden ganz wenige Maßnahmen ergriffen, die Freiheit der Menschen wurde nicht eingeschränkt!
Gabriele Friedrich:
Bei der AfD ist es eben schwierig die Leute auszusortieren, die rechtes Gedankengut haben. Ich finde auch, das man nicht generell alles ablehnen sollte, was von dieser Partei kommt. Lieber wäre mir, es würde sie gar nicht erst geben. Zu verdanken haben wir das der versagenden Bundespolitik und auch Landespolitik. [ Zitat] Unterdrückung / Isolierung / Diffamierung / Verächtlichmachung [ Zitat Ende] "Das" können Sie auch ganz normal in Arztpraxen, Krankenkassen, öffentliche Stellen, auf der Straße und eigentlich überall erleben, wo Menschen sich begegnen. Ganz normale Deutsche diffamieren andere Deutsche, nur weil sie sich gegen etwas wehren, etwas einfordern wollen oder einfach nur freundlich behandelt werden wollen. Auch wer eine "andere" Meinung hat, wird verbal niedergetrampelt oder verächtlich gemacht. Deutschland ist nicht unbedingt mehr das Vorbild für andere. Die Menschen haben noch niemals aus der Vergangenheit gelernt, die Fehler geschehen immer in der Gegenwart!
Jean Seligmann:
"auf allen Ebenen der kommunalen politischen Arbeit Anträge der AfD abzulehnen, wurde dabei einstimmig beschlossen." So sieht das demokratische Verständnis der anderen Parteien also aus, INTOLERANT wäre noch geschmeichelt, hier werden Menschen diskriminiert ob ihrer politischen Ansicht, obwohl diese durch Artikel 3 Absatz 3 Grundgesetz im Grunde ausgeschlossen sein sollte. Aber soviel Verständnis für Andersdenkende darf von den anderen Parteien und im besonderen von GRÜNEN nicht erwartet werden! Wo die Unterdrückung / Isolierung / Diffamierung / Verächtlichmachung von anderen Menschen hinführt, dass hat uns die Geschichte hinlänglich gelehrt!
juergen mueller:
Dieser sogenannte "Handlungsbedarf" wurde über JAHRE ignoriert. Jetzt, wo die Kacke am Dampfen ist, wird man munter. Dieses plötzliche Umdenken ist das was Politik ausmacht - erst dann, wenn die Öffentlichkeit auf etwas aufmerksam macht, was über Jahre vernachlässigt wurde, (vermeintlich) aktiv werden. Man sucht sich halt zu seinem persönlichen Vorteil das aus, was eben zur eigenen Profilierung gerade passt. Widerlich und anbiedernd.
Service
LESETIPPS
GelesenEmpfohlen
Anzeige Online bestellen

Geben Sie Ihre Anzeige in wenigen Schritten einfach selbst auf - Rund um die Uhr auf unserer Online-Anzeigenaufgabe! Wählen Sie hier einfach die passende Rubrik aus.